Gute-Nacht-Lichter. Im US-Bundesstaat Rhode Island findet ein ganz besonderes Ritual statt, denn dort blinken jeden Abend die hoffnungsgebenden Lichter der Stadt für die Patienten im Kinderkrankenhaus. Und die funken zurück. Diese tolle Idee hat inspiriert:

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Buchtipp: Krankheit als Sprache der Kinderseele
Be-Deutung kindlicher Krankheitsbilder und ihre ganzheitliche Behandlung

Krankheit als Sprache der Kinderseele Krankheit als Sprache der Kinderseele

Ruediger Dahlke & Vera Kaesemann
Be-Deutung kindlicher Krankheitsbilder und ihre ganzheitliche Behandlung

Jeden Abend um 20.30 Uhr erfolgt ein liebevolles Ritual: Mit blinkenden Lichtern schickt die US-Stadt Providence kranken Jungen und Mädchen im Kinderkrankenhaus einen Gute-Nacht-Gruß. Eine Minute lang flackern die Lichter von Hochhäusern, Schiffen, Hotels, einem Yachtclub und Streifenwagen auf. Viele der kleinen Patienten der Hasbro-Kinderklinik in der Hauptstadt von Rhode Island warten sehnsüchtig auf das abendliche Spektakel „Good Night Lights“, das vor sechs Jahren mit einer einzelnen Fahrradlampe begann. Die Kinder bekommen Taschenlampen und blinken zurück.

 „Es ist einfach, es dauert nicht lange, und die Ergebnisse sind offenkundig“, sagt Brosniha. „Die Leute, die mitmachen, sehen Antwortsignale von den Kindern. Sie wissen, dass die Kinder es mitbekommen. Und dass die Kinder so erfahren, dass Leute Anteil nehmen, die sie gar nicht kennen.“

George Grammas ist einer der Patienten.

„Man bekommt das Gefühl, dass alles wieder okay wird“, sagt der kleine Junge. „Es gibt Hoffnung.“

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„Thank you“

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„Es ist toll, dass sich Leute, die ich nicht einmal kenne, die Zeit dafür nehmen“,

sagt die 13-jährige Olivia Stephenson, die schon das dritte Mal seit Juni in der Klinik liegt. Sie bedankt sich bei den Fremden für den leuchtenden Gruß, indem sie selbst mit ihrer Taschenlampe in Richtung Skyline zurückfunkt: zwei Mal für die Worte „thank you“.

„Sie kennen mich nicht, niemand zwingt sie, die Lampen anzuknipsen, aber sie machen es trotzdem“, sagt Olivia. „Ich hoffe, sie haben mein Dankeschön gesehen.“ Einige größere Hotels am Fluss Providence haben inzwischen automatische Lichtsignale eingerichtet, die ihre blinkende Botschaft immer um halb neun in Richtung Kinderkrankenhaus schicken – zur Freude der Jungen und Mädchen, die das Leuchten von den Fenstern ihrer Krankenzimmer aus sehen können.

 

Botschaften mit Fahrradlampe

Doch die meisten Lampen werden manuell an- und ausgeschaltet. Eine Gruppe von Freiwilligen versammelt sich dazu täglich mit Taschenlampen auf dem Dach eines 28-stöckigen Bürogebäudes. Das am weitesten entfernte Signal an einem ansonsten dunklen Uferabschnitt drei Kilometer flussabwärts kommt von einer kirchlichen Organisation. Die Idee geht auf den Comiczeichner der Klinik, Steve Brosnihan, zurück, der seit 26 Jahren mit Zeichnungen und Wortspielen die kleinen Patienten aufmuntert.

Im Jahr 2010 entdeckte er eines Tages, dass er von dem sechsstöckigen Krankenhaus aus seinen Heimweg sehen konnte, den er entweder mit dem Fahrrad oder dem Bus zurücklegt. Daraufhin begann Brosnihan, einzelnen kranken Kindern mit seinem Fahrradlicht und einem zusätzlichen Blinklicht kleine Botschaften zu schicken. Ende vergangenen Jahres trat er an örtliche Unternehmer und Einzelhändler mit der Bitte heran, sich seiner Aktion anzuschließen.

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„Goodnight, Hasbro“

Seitdem schalten viele von ihnen jeden Abend ihre Beleuchtung vier Mal an und aus – je einmal für jede Silbe von „Goodnight, Hasbro“. Als erstes beteiligte sich das am Flussufer gelegene Clubrestaurant „The Hot Club“ an der gemeinsamen Botschaft. Seitdem blinkt das riesige Neonschild des Lokals auf, zusammen mit den Taschenlampen und Handylichtern vieler Gäste, die sich bei jedem Wetter vor dem „Hot Club“ versammeln.

Als nächstes schloss sich die Dampfschifffahrtsgesellschaft mit ihrer gesamten Flotte an. Die Kapitäne lassen die grellen Suchscheinwerfer aufleuchten und manchmal die Signalhörner ertönen. Auch ein Yachtclub, etliche Restaurants und Polizisten senden einen Gruß zur Kinderklinik. Dort verbringen in der Regel etwa zwei Dutzend Kinder und Jugendliche im Alter zwischen zwei und 20 Jahren die Nacht.

 

„Das ist etwas ganz Besonderes“

„Es ist so schön, ein von Herzen kommendes Lächeln in ihrem Gesicht zu sehen, denn das letzte Mal ist eine Weile her“, sagt Olivias Mutter Beth Stephenson, die häufig auf einem Stuhl neben dem Krankenbett ihrer Tochter schlief.

„Es ist genial. Es heitert die Kinder sehr auf und kostet nicht einmal etwas.“

Olivia hat sich von der Idee inspirieren lassen. Sie hofft, im Januar in ihre Schule zurückkehren zu können und plant dann eine Version der „Good Night Lights“ für jüngere Schüler.

„Das ist etwas ganz Besonderes“, sagt die 13-Jährige. „Diese Erfahrung werde ich nie vergessen.“

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Quellen:

http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/providence-in-den-usa-eine-stadt-gruesst-ihre-kranken-kinder-a-1114680.html

http://www.heute.de/gute-nacht-lichter-fuer-kleine-patienten-im-karnkenhaus-in-providence-45463234.html

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