In der EU ist die Haltung von Hühnern in konventionellen Käfigen bereits seit 2012 verboten. Die neue Regelung schreibt nun sogenannte „ausgestaltete Käfige“ vor, die etwas größer (600 statt 550 cm2) sind. In Österreich jedoch gibt es seit 2020 auch diese Art der Käfige nicht mehr.

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Trotz verbot werden ausländische Käfigeier importiert

Wenn man sich die weltweite Eier-Produktion ansieht, wird schnell klar, dass die Käfighaltung nach wie vor dominiert. Und auch wenn die Haltung von Hennen EU-weit in konventionellen Legebatterien oder Käfigen seit 2012 verboten ist, ist der Import solcher Eier nach wie vor erlaubt. Finden lassen sich diese Art von Eiern meist in verarbeiteter Form wie beispielsweise Eipulver oder anderen Ei-Produkten. Warum das so ist, lässt sich leicht anhand einiger Zahlen erklären. In der Ukraine beispielsweise, mit welcher die EU ein Freihandelsabkommen hat, belaufen sich die Produktionskosten für Volleipulver aus Käfighaltung auf etwa 4 Euro. In den USA hingegen liegen die Kosten bereits bei umgerechnet ca. 5 Euro pro Kilo. Dazu kommt dann noch der Importzoll, von 1,37 Euro pro Kilo und natürlich die Transportkosten. Das hört sich zwar viel an, allerdings ist EU-Volleipulver, welches aus alternativen Haltungsformen gewonnen wird mit 6 Euro und österreichisches Volleipulver mit 8 Euro wesentlich teurer.

Das Problem für den Verbraucher besteht dabei darin, dass bei verarbeiteten Produkten die Haltungsart nicht gekennzeichnet werden muss. Selbes gilt für gefärbte Eier. Auch sie dürfen ohne jegliche Kennzeichnung zur Haltung der Tiere verkauft werden. Wer also auf Nummer sicher gehen möchte, sollte auf Bio-Produkte zurückgreifen, hier ist nämlich vorgeschrieben, dass auch weiterverarbeitete Produkte aus biologischer Landwirtschaft stammen müssen.

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Tierschutzvolksbegehren fordert Kennzeichnung in der Gastronomie

Das Verbot der Haltungsform in konventionellen Käfigen ist ja zumindest schon mal ein Meilenstein in Richtung Tierschutz. Aber was bringt das Ganze, wenn wir dennoch jährlich weiterhin rund 600 Millionen ausländische Käfigeier auf unseren Tellern landen? Denn auch in der Gastronomie gibt es bisher keine Kennzeichnungspflicht für die in Lebensmitteln verarbeitete Haltungsform der Eier. So kommen die Eier in den meisten Fällen aus Indien oder wie bereits erwähnt, der Ukraine, wo die Hühner teilweise wirklich unter schlimmsten Bedingungen gehalten werden. Verarbeitet werden die Eier in aller Regel dann zu Paniermehl, fertig Kuchen, bestimmten Beilagen etc. Sebastian Bohrn Mena, Initiator des Tierschutzvolksbegehrens, kritisiert dieses Unterfangen scharf.

„Während unsere Landwirte zu Recht auf das Tierwohl achten, importieren wir die Tierqual aus dem Ausland – und bezahlen dafür in vielen Fällen auch noch mit Steuergeld“

Aus diesem Grund fordert das Tierschutzvolksbegehren nun eine Kennzeichnung solcher Lebensmittel in der Gastronomie und öffentlichen Küchen. Und um das Ganze umzusetzen, werden momentan bereits Unterstützungserklärungen gesammelt, welche man online mit Handysignatur oder in jedem Gemeindeamt unterschreiben kann.

Auch Bodenhaltung ist nicht immer ideal

Durch das EU-weite Verbot einer Haltung in konventionellen Käfigen dominiert insbesondere in Deutschland und Österreich mittlerweile die Freiland- und Bodenhaltung von Legehennen. Das ist immerhin besser als die Käfighaltung, da sich die Tiere im Stall zwar frei bewegen können aber auch hier keine Möglichkeit, für einen Auslauf ins Freie haben. Ein sogenannter Außenscharraum kann vom Bauern freiwillig angelegt werden. Darüber hinaus können die Hühner im Stall-Inneren ihrem natürlichen Bedürfnis zur Futtersuche im Freien nicht nachkommen, und bekommen außerdem viel weniger Licht. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist der Auslauf. Eier aus Bodenhaltung sind deshalb günstiger, weil diese Form der Haltung für den Landwirt weniger Aufwand bedeutet. Die Hühner haben weniger Platz und somit auch weniger Auslauf.

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Der Nutztierschutz ist sich einig, dass eine reine Bodenhaltung ohne ausreichend, vor allem natürlichem Licht und frischer Luft als mangelhaft zu bewerten ist. Das sagt, Michael Zoklits von der Gesellschaft Zukunft Tierwohl:

“Wenn die Tiere ein ganzes Leben lang unter künstlichem Licht leben, ist das eine massive Einschränkung.”

Ist Bio und Freilandhaltung die beste Wahl?

Natürlich ist die Freilandhaltung von Hühnern in Bezug auf artgerechte Haltung besser als die, welche sich nur auf einen Stall oder sogar Legebatterien beschränkt. Dennoch ist es auch hier wichtig darauf zu achten, wo die Eier herkommen und wie die Zustände im jeweiligen Betrieb sind. Denn auch Hennen in Freiland- oder Biobetrieben sind nicht zu selten überzüchtet, damit sie entsprechend viele Eier legen.

Zum Vergleich: Die Vorfahren des Haushuhns haben zur Fortpflanzung etwa 20-30 Eier im Jahr gelegt. Heutzutage reicht diese Menge aber bei Weitem nicht mehr aus, um unsere hungrigen Mäuler zu stopfen. Aus diesem Grund wird die Zucht der Hühner auf massive Leistung gelegt, wodurch die Hühner in der Eierindustrie mittlerweile bis zu 300 Eier oder mehr im Jahr legen. Die Folgen sind unschöne und schmerzhafte Entzündungen im Bauchraum der Tiere. Diese Entzündungen führen aber keineswegs zu einem Legestopp für die Henne. Denn der Körper ist durch die spezielle Züchtung regelrecht dazu gezwungen, etwa alle 22 Stunden ein Ei zu legen.

Wer also wirklich etwas Gutes für die Hühner tun möchte, sollte seinen Eierkonsum drastisch reduzieren, wenn nicht sogar einstellen. Denn auch wenn die ovalen Dinger gut schmecken, brauchen wir Menschen sie nicht, um uns ausgewogen zu ernähren. Eier sind zur Fortpflanzung der Tiere gedacht und nicht, um dem Menschen ein weiteres Genussmittel zu liefern.

In Bezug auf die Eierindustrie und wie der Verbraucher hinters Licht geführt wird, gibt es folgend noch eine Reportage auf YouTube, die zeigt, wie die Industrie auf „gefälschte Eier“ setzt.

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Quellen:

https://www.landschafftleben.at/lebensmittel/ei/herstellung/haltungsformen-in-osterreich-und-weltweit

https://www.derstandard.at/story/2000112697419/kaefighaltung-mit-jahresende-endgueltig-verboten

https://www.peta.de/4-gruende-warum-auch-eier-aus-freilandhaltung-leid-verursachen

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