„Jeder Mensch kann von jetzt auf gleich abnehmen und das gewünschte Gewicht halten, wenn er ganz genau weiß, warum er übergewichtig ist“, erklärt Andreas Winter. Nach Ansicht des Dortmunder Diplom-Pädagogen

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und Tiefenpsychologen, der mit seinem Ansatz die „Diät-Industrie“ auf den Kopf stellt, sorgen drei verborgene Gründe für die hartnäckigen Fettpolster. Er beantwortet hier unsere Fragen:


In Ihrem Ratgeber „Abnehmen ist leichter als Zunehmen“ räumen Sie mit zahlreichen Klischees auf, die man bisher als gut und richtig angesehen hat. Warum soll eigentlich Abnehmen leichter als Zunehmen sein?

Weil der Körper gemäß seiner Erbanlagen von ganz alleine seine gesunde Balance hält, so wie ein gebrochener Knochen von alleine wieder zusammenwächst, eine Wunde von alleine wieder heilt und ein Muskel, der nicht trainiert wird, von alleine wieder abgebaut wird. Der Körper ist auf Reparieren und Einsparen programmiert, wenn man ihn nur lässt.

Warum werden die einen Menschen dick, obwohl sie vergleichsweise wenig essen; während die anderen schlank bleiben, obwohl die essen wie „Scheunendrescher“?

Ganz einfach, weil ein Übergewicht vor allem durch Angst beim Essen erzeugt wird. Wer viel isst und dabei keine Angst vor dem Zunehmen hat, der nimmt nicht so zu wie ein Mensch, der ständig denkt, das Essen schade eigentlich seiner Figur. Das Tückische ist, dass diese Angst natürlich unterschwellig, also nicht bewusst ist.

Sie nennen drei Gründe für Übergewicht. Dazu gehören falsche Glaubenssätze. Was ist darunter zu verstehen?

Wer glaubt, zu viel Essen oder zu wenig Bewegung mache dick, oder wer glaubt, bestimmte Speisen setzen an, der wird auch dick. Wer von diesem Glauben befreit ist, kann essen, was und so viel er will. Glaubenssätze sind Schlussfolgerungen aufgrund von gemachten Erfahrungen vor allem aus der Kindheit, die das Verhalten steuern. Diese Schlussfolgerungen entstehen oft unreflektiert und sind daher meist einseitig, überholt und veraltet.

Als zweiten Grund führen Sie an, dass viele Menschen Beweggründe fürs Essen anführen, die völlig falsch sind. Welche Beweggründe sind das?

Sich trösten, belohnen, Pause machen oder sich geliebt fühlen, das sind die falschen Beweggründe zu essen. Denn wer isst, um sich wohl zu fühlen, also weil es gut schmeckt, anstelle zu essen, um seinen Körper zu ernähren, der verbindet mit der Speise Emotionen, die er bewahren möchte. Man kann Emotionen aber genauso wenig festhalten wie ein Lied aus dem Radio. Aufgrund dieses Empfindens erfährt der Körper aber den Steuerungsbefehl zum Festhalten und nimmt zu, obwohl er gar nicht gemeint war.

Aus Ihrer Sicht der hartnäckigste und schlimmste Grund für Übergewicht ist aber der Nutzen, den man durch das Übergewicht selbst erfährt. Welchen Vorteil hat denn ein Mensch davon, dick zu sein?

Sie entdecken den Vorteil, wenn Sie sich die Außenwirkung des Übergewichts auf andere Menschen betrachten. Wer sehr schlechte Erfahrungen mit dem Schlanksein gemacht hat, der nimmt zu. Als unattraktiv, ungelenkig oder sogar dumm zu gelten, schützt einen Menschen etwa vor Zudringlichkeiten, Konkurrenzkampf oder Überforderung. Sobald man sich diesen Vorteil klar macht, kann man einen alternativen, leidfreien Schutz entwickeln.

Wie kommt man nun von seinen lästigen Pfunden los?

Erstens: Essen Sie niemals mit dem Gefühl, das Essen könne Ihnen schaden – so funktionieren alle Diäten: Sie essen ohne Angst.

Zweitens: Essen Sie niemals, um sich primär wohl zu fühlen. Das Essen darf schmecken, sollte aber in erster Linie für den Körper gut sein und nicht fürs Gefühl.

Drittens: Nehmen Sie die Nachteile in Kauf, die das Schlanksein mit sich bringt.

Wie schnell kann man mit Ihrem Ansatz abnehmen?

Sobald Sie verstanden haben, was hinter dem Übergewicht steckt, können Sie anfangs bis zu mehrere Kilo pro Woche abnehmen. Der Startschuss dazu fällt innerhalb weniger Sekunden der Erkenntnis.

 

 

buch_abnehmen ist leichterAbnehmen ist leichter als Zunehmen
ISBN 9783938396742
Winter, Andreas
Verlag Mankau

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