„Was heilt, hat Recht“ – das könnte die Quintessenz der kontroversen Diskussion in der Sendung „Hart aber fair“ mit Frank Plasberg sein. Aber immerhin wird darüber „öffentlich-rechtlich“ geredet. Zu bester Sendezeit! Dies haben am

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31. März 2014 unter dem Titel „Heilen, egal wie – welche Medizin darf es denn sein?“ die folgenden geladenen Spezialisten eifrig und enthusiastisch getan:

Dr. Eckart von Hirschhausen (Mediziner, Moderator und Komiker; Stiftung „Humor hilft heilen“)
Dr. Irene Schlingensiepen (Medizinerin, Buchautorin von „Homöopathie für Skeptiker“)
Dr. Klaus Reinhardt (Vorsitzender Hartmannbund, Allgemeinmediziner)
Dr. Christian Weymayr (Biologe, Medizinjournalist, Buchautor „Die Homöopathie-Lüge“) sowie
Ursula Hilpert-Mühlig (Heilpraktikerin).

Eine Runde von Experten also, die im Grunde selbst weiß, wie es um die Schulmedizin heute steht. Längst nicht alle Krankheiten sind heute  – trotz dem Fortschritt in der Wissenschaft – heilbar. Immer noch werden viele Patienten nicht adäquat behandelt, obwohl es theoretisch möglich wäre.

Was läuft hier schief im „Gesundheitssystem“?

Denn am allerschlimmsten: Die Ärzte haben heute kaum Zeit, sich im ausfühlichen Gespräch um die Sorgen und Ängste, um die wirklichen Hintergründe eines Symtoms oder einer Erkrankung zu kümmern. Geht ein Ratsuchender oder Schmerzgeplagter heute zum Arzt, wird er doch tataählich schon nach 11 Sekunden  unterbrochen –  und wird so vom Arzt gezwungen, sich möglichst kurz zu fassen. Alles muss schnell gehen – der nächste „Kunde“ wartet schon...

Da sind natürlich die alternativen Therapieansätze klar im Vorteil:  Ein Erst-Anamnesegespräch in einer homöoptahischen Praxis dauert mindestens eine Stunde, besser zwei.

Zeit, in der sich ein Patient ernst genommen fühlt

Also kein Wunder, dass die Praxen der Heilpraktiker, Homöopathen oder Alternativmediziner immer mehr Zulauf finden. Oft von Menschen, die schon einen langen Leidensweg hinter sich haben. Und immer öfter mit Erfolg! Mit Heilung und ganz und gar an Körper, Geist und Seele genesen... auch wenn in der rauen Wissenschaft ein einzelner Behandlungserfolg nicht wirklich zählt. Schade... vielleicht wäre das auch ein Hinweis, wie „Heilung“ funktioniert?

Doch wie heißt es: „Wer heilt, hat Recht?!“

Ein Satz gleich zu Beginn der Diskussion spricht Bände: Der Moderator Plasberg meint in Anbetracht eines beachtlichen Bücherstapels mit brandaktuellen Titeln zu alternativen Heilmethoden:

„Das gedruckte Misstrauen gegenüber der Schulmedizin“.

Misstrauen ist hier schon das richtige Wort, denn auch ein  lang studierter Schulmediziner ist oft am Ende mit seinem Latein.  Auch wenn eine ganze Palette an Arzneimitteln heute zur Verfügung stehen. Oder obwohl sie greifbar sind. Nebenwirkungen und Wechselwirkungen sind heute auch eine der Haupttodesursachen, die so genau nicht angeschaut wird. Dann heißt es halt: Pech gehabt! Aber das hilft nicht weiter. Schürt aber das Misstrauen auf der Seite der Patienten.

Die große Frage bleibt: Was heilt? Oder wer heilt?

Humor? Liebe? Zuwendung?! Ja! Nach dem bekannten Arzt und Komiker Dr. Eckart von Hirschhausen auch oder vor allem oder genau das. Auch dazu gibt es Studien, die aussagen, wie Meditation, Yoga oder Akupunktur heilen. Und was sagt dazu der reine Menschenverstand? Was sagt die Intuiton? Wie mündig ist heute ein Patient, wenn er in eine Arztpraxis kommt? Was weiß er schon im voraus über körperliche Vorgänge, den Zusammenhang von Ernährung und Krankheit oder Sport und Gesundheit? Zahlreiche Internetplattformen bieten heute medizinische Ratschläge und Hilfe. Rein virtuell – doch wirksam unterstützend. Gerade wenn man liest, wie sich andere Menschen selbst helfen konnten... dazu gehören natürlich auch die vielen Sachbücher zum Thema „Gesundheit und Heilung“.

„Ausdruck einer Kultur des Irrationalen“, nennt es der in der Sendung anwesende Dr. Klaus Reinhardt, wenn die Menschen in Büchern oder beim Heilpraktiker Heilung suchen. Menschen, die nicht mehr rational denken können und sich von der Wissenschaft weit entfernt haben. Ein Fehler, meint er.

Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste!

Denn auch gilt: Nicht alles und nicht jeder kann heilen. Nicht jedes Globuli verschafft Linderung. Aber so manches. Aber auch nicht jeder Cholesterinsenker verhindert einen Herzinfarkt. Heilung ist ein komplexes Thema. Allein die menschliche Psyche zu erfassen, ist schon schwierig genug. ist aber wichtig für das Ergebnis.

Selbstverantworung und Bewusstsein helfen hier weiter und vor allem, sich „richtig“ zu informieren! Schön auch hier die Analogie zur Homöoptahie, die am meisten in der Kritik ist: Denn sie gehört zur so genannten „Informationsmedizin“.

Die wichtigste Erkenntnis:

Es geht nicht mehr um das „Entweder – oder“

(also entweder nur Schulmedizin oder nur Homöopathie)

sondern um ein „Sowohl – als auch“!

Beides zusammen kann die Heilung der Zukunft sein.

Zum Wohle des Patienten!

 

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Die Buchtipps der Redaktion:

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Hier geht es gleich zum Mediathekbeitrag!

 

 

Quelle:
www.welt.de
www.ard.de
www.faktencheck-gesundheit.de

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