Der belgische Architekt Vincent Callebaut hat große Pläne: und zwar Baupläne. Für eine Stadt von futuristischen Gebäuden im Ozean, hergestellt aus 3D-gedrucktem Plastikmüll, welche bis zu 1000 Meter unter den Meeresspiegel reichen.

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Das Aequorea Projekt ist eine Vision von Unterwasser-Hochhäusern, welche komplett aus recyceltem Plastik des „Great Pacific Garbage Patch“ (großflächige hohe Konzentrationen von schwimmendem Plastikmüll im Nordpazifik – auch der „siebte Kontinent“ genannt) hergestellt sind.

Das Aequorea würde bis zu 20.000 Menschen beherbergen und hätte Laboratorien, Büros, Hotels, Sportanlagen und Farmen, welche jeden im Ökodorf ernähren würden. Die Pläne der „Oceanscrapers“ beinhalten 250 Stockwerke, welche eine Tiefe von ca. 1000 Meter erreichen würden. Für den Wasserbedarf würde entsalztes Wasser benutzt werden, Biolumineszenz würde Licht bereit stellen und Mikroalgen würden das Recyceln der organischen Rest-Materie übernehmen.

Die Geometrie und Ballastverteilung der Türme würde dabei helfen, Strudel und der natürlichen Auftriebskraft entgegenzuwirken. Ebenso sind sie durch die beiden Faktoren gegen Stürme, Strömungen und Erdbeben gewappnet. Je weiter die Türme in den Ozean ragen, desto dicker und stärker sind die Türme gebaut.

Im Folgenden findest du 10 atemberaubende Bilder der visionären Unterwasserstadt:

 

Aequorea ist eine fiktionale Wasserstadt vor der Küste Rio de Janeiro’s. Ihr Name hat den Ursprung in einer biolumineszenten Qualle namens Aequorea Victoria.

 

 

Die Intention hinter dem Konzept ist es, auf die dahinschwindenden natürlichen Ressourcen auf dem Land aufmerksam zu machen, sowie auf die Notwendigkeit die „ekelhafte Suppe von auf Erdöl basierendem Müll“, welche dadurch entstanden ist, indem die Menschheit ihren Plastikmüll in den Ozean geworfen hat.

 

 

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Es ist das letzte in einer Serie von konzeptionellen Projekten des Architekts, inklusive eines Transportsystems angetrieben von Meeresalgen und von Pflanzen bedeckten „Farmscrapers“.

 

 

Callebaut präsentierte die Idee in der Form eines Briefes, adressiert an die „Menschen vom Land“, welche die gegenwärtige Bevölkerung beschuldigt, „das Schicksal unserer zukünftigen Generationen zu verpfänden“. Verfasst wurde der Brief von einem fiktionalen jugendlichen „Aquanauten“ namens Oceane (ansässig in Aequorea, Datum: 24. Dezember 2065).

 

 

„Wenn mein Großvater mir von seinem damaligen Lifestyle als Landbewohner erzählt, hört es sich absolut absurd für meine neuzeitlichen Ohren an,“ so der Inhalt des Briefes. „Sie konsumierten die Stadt wie eine Konsumware anstatt eines Gemeinwohls, welches in Symbiose mit der Natur genährt werden sollte.“

 

 

Eine Serie von überkuppelten Gebäuden mit einem Durchmesser von 500 Metern würde den Zugang zu den Unterwasserwelten gewähren.

 

 

Die Architektur würde aus Algoplast hergestellt werden, einem erfundenen Verbundwerkstoff aus Algen und Müll. Dieses umfunktionierte Material würde mit einem 3D-Drucker gedruckt werden, um die 1000 Türme für 20.000 Einwohner zu bauen.

 

 

Anstatt von fossilen Brennstoffen würden die Bewohner ihr Wasserbewohner-Leben mit neuen erneuerbaren Energiequellen erhalten, und, Callebaut zufolge, Kiemenmasken zum Atmen unterwasser nutzen.

 

 

Die Währung „Aequo“ würde die Meeresökonomie unterstützen. Und das Studium von anderen tierischen Meeresbewohnern würde in Behandlungen von Krebs, AIDS und Herzerkrankungen resultieren.

 

 

Der Brief endet mit einer ominösen Warnung: „Vergesst dies niemals: Ozeane produzieren 50 Prozent des Sauerstoffs auf der Erde. Sie sind die aktivste Lunge! Sie sind es mehr als Wert die Schwierigkeiten der Säuberung auf uns zu nehmen, um unser gemeinsames Zusammenleben wieder lebendig zu machen, meint ihr nicht?“

 

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Quellen:

http://vincent.callebaut.org/page1-img-aequorea.html

https://www.dezeen.com/2015/12/24/aequorea-vincent-callebaut-underwater-oceanscrapers-made-from-3d-printed-rubbish-ocean-plastic/

http://thespiritscience.net/2016/01/02/this-architect-designed-a-self-sustaining-underwater-eco-village/#more-42939/

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