Während andere Supermärkte oder Discounter behaupten, 10 Jahre zu brauchen um plastikfrei zu werden, schaffte es dieser Supermarkt in nur 10 Wochen. Der britische Supermarkt gehört zu den ersten der Welt, der plastikfreie Zonen hat und mehr als 1.700 Produkte ohne Plastik anbietet.

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Wir kümmern uns um Menschen und Planet!

Der Supermarkt im Norden Londons ist der erste in Großbritannien, der plastikfreie Zonen eingeführt hat – und dies in ur 10 Wochen! Dies ist der Schritt in die Richtung das Geschäft innerhalb von drei Jahren „praktisch plastikfrei“ zu führen.

„Unser Ziel ist ganz klar: Wir sind der Community-Supermarkt, der sich wirklich um Menschen & Planet kümmert. Was dies bedeutet und wie wir es umsetzen, steht in unserem Manifest.“ Andrew Thornton

Umweltaktivisten, sind davon überzeugt, dass die großen Supermarktketten diesem Beispiel folgen werden.

„Während große Einzelhändler behaupten, dass es 10 Jahre dauern wird, um echte plastikfreie Veränderungen zu schaffen, hat Thorntons Budgens gezeigt, dass dies in nur 10 Wochen funktioniert“, Sian Sutherland, Mitbegründer von A Plastic Planet, der bei der Umsetzung behilflich war.

Thornton Budgens in Belsize Park hat in nur 10 Wochen mehr als 1.700 Produktlinien auf plastikfreie Verpackungen umgestellt. Dies ist Teil einer Umwandlung, die verspricht, das Geschäft innerhalb von drei Jahren „praktisch plastikfrei“ zu führen.

Der Ehrgeiz im Londoner Geschäft ist jedoch noch größer: Von Gemüse, Chips und Käse bis hin zu Fleisch, das in plastikfreier Verpackung angeboten wird.

Bei vielen Produkten wurden Kunststoffverpackungen durch altmodisch aussehende Papiertüten aus Zellulose ersetzt, einem strukturellen Bestandteil der Zellwände von Grünpflanzen.

In der Zwischenzeit musste für die 300 verschiedenen Käsesorten des Geschäfts eine neue Wachsverpackung entwickelt werden. Herr Thornton erklärte gegenüber The Daily Telegraph, dass die Verkäufe anfänglich zurückgingen, da die Kunden nicht in der Lage waren, den Käse zu sehen. Es wurde jedoch eine neue transparente, plastikfreie Verpackung gefunden, die das Problem löste.

Andrew Thornton, Inhaber der Budgens-Franchise, sagte:

„Wir hoffen, dass das, was wir hier tun, Sainsbury, Tesco und andere Ketten herausfordern wird. Es sind die großen Marken, die wie Schnecken mit ihrem Tempo der Veränderung sind. Sobald sich eine dieser großen Supermarktketten an die großen Produzenten wie Coca-Cola, Heinz oder Unilever wendet und sagt: Wenn Sie nicht aufhören, uns Produkte aus Kunststoff zu schicken, werden wir sie nicht auf Lager haben, wird sich die Situation sehr schnell ändern.“

Die Sehnsucht der Verbraucher: Natürlichkeit und Nachhaltigkeit

Der Londoner Supermarkt wurde durch die Bio-Supermarktkette Ekoplaza in Amsterdam, in den Niederlanden inspiriet. Dort wurden bereits plastikfreie Zonen eingeführt. 700 Produkte können dort in kompostierbaren Materialien gekauft werden. Ekoplaza lässt seine plastikfreien Verpackungen im deutschen Unternehmen Bio4Pack produzieren. Diese alternativen Verpackungen scheitern zurzeit in Deutschland an der Gesetzgebung.

Für Aufsehen sorgte auch Neuseelands Supermarktkette „New World“: Hier wird seit neuestem der Trend „Food in the nude“, also „nacktes Essen“ gelebt. Kunden bekommen ihr Obst und Gemüse nur „nackt“, ohne lästige Plastikverpackung. Der Verkauf einiger Gemüsesorten stieg um 300 %. Auch die verstärkte Nachfrage nach Unverpacktläden ist ein eindeutiges Zeichen dafür, dass Verbraucher sich nach Natürlichkeit und Nachhaltigkeit sehnen.

Auch Deutschland ist bereits auf den Zug „plastikfrei“ aufgesprungen. Insbesondere die Verbannung von Plastiktüten in einem Großteil der Einzelhandelsgeschäfte machte auf sich aufmerksam. Ein erster wichtiger Schritt in die richtige Richtung, doch es geht noch mehr, wie Ekoplaza, New World und Thronton Budget zeigen.

Deutsche Discounter oder Supermarktketten wie Aldi und Lidl stehen aufgrund dieser immer größer werdenden Nachfrage unter Druck. So strebt Lidl an, Plastikverpackungen bis zum Jahr 2025 um 20 % zu reduzieren. Ein ziemlich zurückhaltender Schritt in Richtung Nachhaltigkeit, insbesondere, wenn man an die nur 10-wöchige „Umbauphase“ des britischen Supermarktes denkt. Doch auch als Endverbraucher haben wir die Möglichkeit, uns für einen nachhaltigen Umgang mit der Natur und der Umwelt einzusetzen, wenn es um das Thema Plastik geht.

Zur Vermeidung von nicht recycelbaren Müll gilt es, möglichst unverpackte Lebensmittel zu kaufen. Außerdem lohnt es sich, den Supermarkt seines Vertrauens immer wieder auf die unnötigen Mengen von Plastikverpackungen hinzuweisen und deutlich zu machen, dass es bereits bewährte Alternativen zu Plastik gibt.

 

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Quellen:

https://www.telegraph.co.uk/news/2018/11/07/britains-first-plastic-free-supermarket-zones-open/

https://www.businessinsider.de/aldi-lidl-und-co-wollen-plastik-sparen-so-ungewoehnlich-sind-die-neuen-methoden-2018-2

https://www.derstoryteller.de/britischer-supermarkt-macht-es-vor-plastikfrei-und-das-in-nur-10-wochen/

https://www.ekoplaza.nl/nieuws/detail/ekoplaza-wereldnieuws

http://www.thorntonsbudgens.com/

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