Wer oder was ist Gott? Dieser Frage widmet sich Bewusstseinsforscher, Erfolgsautor und Coach Bruno Würtenberger und kommt zu dem Schluss: Gott muss ein Atheist, eine Atheistin oder zumindest etwas Atheistisches sein.

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Gott ist Atheist

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Bruno Würtenberger

Wenn Gott das wäre, was wir meinen, dann wäre es nicht Gott. Oder wer weiß schon, dass Gott selbst Atheist ist?!“

Wer ein falsches Bild von dem, was wir im Allgemeinen so ‚Gott’ nennen hat, der liest obiges Zitat und hat bereits ‚erkannt’, dass ich wohl keine Ahnung davon habe oder Schlimmeres. Denn meine Aussage, wonach Gott Atheist ist, liegt weit außerhalb der Vorstellung der meisten Gläubige(r)n. Aber eigentlich liegt es nur daran, dass sie nie danach geforscht haben, was ‚Gott’ eigentlich meint. Die Bezeichnung ‚Gott’ ist ja nur ein erfundenes Wort und es geht in erster Linie nicht darum, wer es ist, sondern was, und was dieses Wort meint.

In welchen Situationen denken und sagen die Menschen am intensivsten: Oh mein Gott!? Genau, entweder, wenn etwas Grausames passiert oder, wenn sie etwas Wundervolles erleben. Gott kommt immer dann zum Zug, wenn wir an unseren Grenzen stoßen. Immer dann, wenn wir ehrlicherweise einfach sagen müssten: Ich weiß es nicht... oder; wenn wir in etwas die Sinnhaftigkeit nicht sehen. So oft höre ich die Menschen jammern und fragen: Wie kann Gott so etwas nur zulassen?! Es übersteigt also das Bewusstsein der meisten Menschen vor allem dann, wenn es sich um etwas Schmerzhaftes handelt. Aber wie gesagt, einerlei auf welcher Seite unserer Grenzen wir das, was geschieht oder was wir uns überlegen, nicht mehr fassen können, kommt ‚Gott’ ins Spiel.

Meinem Erachten nach ist man Gott am nächsten, wenn man dankbar ist und natürlich dann, wenn man liebt.

Das Wort ‚Gott’ meint eigentlich jene Intelligenz, welche das Universum lenkt und aus welcher alles entsprang, was Ist. Kurz: Es meint die Quelle, den Ursprung allen Seins. Für Fortgeschrittene auch all dessen, was nicht Ist. Aber das ist ein Detail. Man soll ja den Namen Gottes nicht aussprechen und in der Tat, das geht auch gar nicht, da er keinen Namen hat. Und vielleicht ist er ja eine Sie?! Aber wie will man etwas beschreiben oder gar benennen, was unbeschreiblich ist? Folglich ist Gott logischerweise der Inbegriff von etwas, was jeder Beschreibung spottet. Gott spricht einfach für das Höchste Prinzip, ich nenne es ‚Energie’ oder ‚Sein’, oder schlicht und ergreifend; ‚das Leben’.

Gott – die Quelle allen Seins

Und jetzt kommt’s:

Wenn das Leben selbst, der Ursprung allen Seins eben das, was wir ‚Gott’ nennen, wirklich auch Gott ist, dann hat dieser keinen Gott über sich den er anbeten kann! Daher muss Gott ein Atheist oder eine Atheistin oder zumindest etwas Atheistisches sein.

Denn wenn ‚Gott’ unbeschreiblich ist und man ihn sich – gemäß einiger Religion – nicht einmal vorstellen soll, dann bedeutet das nicht, dass man es nicht dürfte, sondern es meint, dass man es nicht kann und wenn es gelingt, dann ist es eben nicht die ‚Quelle’. Die Quelle allen Seins lässt sich weder durch Worte noch durch die Vorstellung definieren. Weil jede Definition beinhaltet Grenzen, da sie nur dadurch gemacht werden kann, in dem man sie von sich selbst trennt. Mit einer begrenzten Form der Vorstellung kann leider das Unbegrenzte nicht erfasst werden.

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Aber: Wenn man den Schöpfer allen Seins auch nicht ergreifen kann, so kann man sich trotzdem davon ergreifen lassen! Und dann weiß man ganz genau, was es ist und auch, dass man es weder mit Worten beschreiben noch sich vorstellen kann. Es Ist einfach.

Überall wo gesagt wird, was ‚Gott’ nicht Ist, handelt es sich bloß um menschlich-begrenzte Konzepte und Vorstellungen dessen, was das gegenwärtige Bewusstsein gerade zulässt oder eben nicht. Es ist zwar möglich, Licht und Schatten wahrzunehmen, aber das bedeutet nicht,

dass es sich um zwei verschiedene Kräfte handelt. Der Schatten ist bloß deswegen sichtbar, weil da irgendwo Licht ist. Im Licht selbst, ist kein Schatten. Wo Schatten ist, da ist aber auch Licht. Somit ist Licht eigentlich beides. Gott und sein Widersacher sind Eins. Weil das Eine das Andere bedingt. Die Einteilung in Gut und Böse oder in männlich/weiblich ist von Menschen erdacht. Alles, was über Gott gesagt wird, ist niemals die gesamte Wahrheit. Man könnte es sich so vorstellen: Eine Linie von oben nach unten verdeutlicht die Energie der Quelle. Oben schwingt sie hoch und ist hell und unten wird sie immer träger und somit auch dunkler. Nach meinem Verständnis ist da letztlich nur eine Energie, aber in verschiedenen Frequenzen. In welcher Frequenz sich ein jeder wohl fühlt, das ist uns allen selbst überlassen. Und eins ist mir auch klar: Die Finsternis, die träge Schwingung, wird nie das Licht verdunkeln können und so dunkel das Dunkle auch sein kann, so vermag es dem Licht doch niemals etwas anhaben zu können. Daher sage ich nicht ‚es werde Licht’ sondern: Es Ist Licht.

Jetzt gilt es nur noch zu verstehen, das ‚Licht’ und ‚Finsternis’ ebenfalls bloß Synonyme sind und Licht und Schatten ebenfalls Eins sind, im Licht. Nur im Schatten scheint alles getrennt zu sein. Und wenn wir noch einen Schritt weiter gehen wollen, dann ist die Quelle allen Seins das Immanente.

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Um es abzuschließen: Ja, ich glaube an Gott. Ich habe entsprechende Erfahrungen (Nahtod) gemacht und weiß zumindest, wie es sich anfühlt. Ich bin überzeugt, dass sich ‚Gott’ nur mit dem Gefühl von dem unterscheiden läßt, der sich als ein solcher ausgibt. Der Schein oder die Erscheinung, kann trügen, aber das Gefühl nicht. Allerdings muss man dazu so klar mit sich selbst sein und so leer, dass Fühlen eine ganz andere Qualität einnimmt als jenes, was die Menschen im Allgemeinen unter Fühlen verstehen. Früher oder später wird jeder wissen, was und wie ich das meine.

Daher rate ich allen immer dasselbe: Folge stets dem Weg Deines Herzens!

Und für alle die wissen wollen, was ich unter einem Gebet verstehe, dann ist es dies: Das Gefühl beten zu wollen ist das eigentliche Gebet.

Bruno Würtenberger

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Über den Autor

Bruno Würtenberger

Bruno Würtenberger geb. 1960 in Zürich ist Bewusstseinsforscher mit Leib und Seele. Er lebt zurückgezogen im Zürcher-Oberland, hat einen Sohn und eine große Vision: Eine friedliche, glückliche und erfolgreiche Gemeinschaft aller Menschen, welche in Harmonie mit der Natur leben.

Er entwickelte das FreeSpirit®-Bewusstseinstraining, schrieb mehrere Bücher, darunter der Bestseller "Klartext – Lustvoll leben in echter Liebe zu sich selbst und anderen".

Bruno Würtenberger ist gefragter Dozent an in- und ausländischen Fachkongressen und besticht mit seiner humorvollen und charismatischen Art. So auch beim 5. Bleepkongress, an dem er als Referent zu Gast war.

Zudem gründete er das Kinderhilfswerk „FreeSpirit®-Compassion“, welches weltweit Kinder in Not unterstützt.

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