Wer das Licht aus sich herausholen will, um sein Licht mit der Welt zu teilen, der wird und muss mutig den Weg durch seinen Schatten hindurchgehen. Er darf das Dunkle weder vermeiden noch eliminieren wollen. Im Gegenteil, er wird sich ihr stellen wollen und müssen. Bewusstseinsforscher und Coach Bruno Würtenberger über den Wert der Schattenarbeit.

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Bruno Würtenberger
Klartext ist spirituelle Psychologie vom Feinsten.

Der Weg zum Licht führt durch den Schatten

„Wenn es vom Licht in den Schatten geht, so geht es vom Schatten auch zum Licht.“

Heute möchte ich über den unschätzbaren Wert der ‚Schattenarbeit’ sprechen. Alle wollen zum Licht, sprechen von Lichtarbeit oder Bewusstseinsentfaltung aber gehen tun die meisten genau in die falsche Richtung. Auch Persönlichkeitsentwicklung klingt fein, aber dazu müssen wir uns auf die Suche nach den Begrenzungen, Blockaden und Problemen begeben.

Lichtarbeit ist demnach erstmal ziemlich mit dem Schatten beschäftigt. So lange Bewusstseins- und Persönlichkeitsentwicklung Spaß macht und man sich gut dabei fühlt, wird sie nicht viel bewirken. Es geht nicht darum, dass wir uns besser fühlen – auch wenn dies die Folge ist – sondern darum, zu entdecken wo unsere Schwächen liegen und wie sich diese in wahre Stärke transformieren lassen.

Nur das Gute zu sehen dient nicht unserem Wachstum

Einfach immer nur das Gute zu sehen oder nur das, was man sehen will, erhöht weder die Schwingung noch dient es unserem Wachstum. So lange man sich dem Licht nur aus Widerstand gegen den Schatten zuwendet, nährt man nicht das Licht, sondern den Schatten. Wenn wir innerlich Angst haben oder etwas ablehnen, weil wir es als ‚schlecht’ bewerten, dann ist dies die klassische Form von Verdrängung. Etwas zu verdrängen bedeutet; es zu stärken. Vordergründig kann es anders aussehen, aber langfristig gesehen wird am Ende nicht das Licht durch-, sondern der Schatten aufbrechen. Dann gibt es viel zu tun. Dann ist keine Forschung mehr möglich, dafür Therapie notwendig. Bewusstseinsforschung welche diesen Namen auch gerecht wird so befasst sich also mit jenen Aspekten zuerst, welche uns davon abhalten dem Licht und den Talenten in uns Ausdruck zu verleihen. Wer dort weiter geht wo er umkehren möchte, der schafft es dann auch – nach einiger Zeit und viel Integrationsarbeit – dorthin zu gehen und auch dort hin zu kommen, wo seine wahren Talente verborgen sind. Dort befindet sich auch die eigene Vision. Nur von dort aus können wir unsere tiefsten Wünsche für uns und die Welt manifestieren. Suche also lieber nach dem schwierigsten Weg anstatt nach dem bequemsten vor allem dann, wenn Du wirklich erfolgreich sein willst. Wer seine Persönlichkeit wirklich auf eine höhere Oktave anheben will, der muss zuerst die unteren beherrschen und gemeistert haben.

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Viele Menschen gehen leider so vor, dass sie aus lauter Leid den Weg zum Licht einschlagen. Natürlich wollen sie dann so schnell wie möglich ihrem Leid Abschied nehmen, das ist verständlich. Aber es ist nicht effizient. Alles, was man aus Widerstand tut führt letztlich genau dorthin wovor man eigentlich flüchten wollte. Das ist kein intelligentes und auch kein funktionierendes Konzept für ein schöneres, erfolgreicheres, glücklicheres und spirituelleres Leben. Das funktioniert immer nur kurzfristig.

Der Weg zur Sonne führt durch die Dunkelheit des Weltalls

Wenn wir die Sonne am Himmel betrachten, dann sehen wir nicht die Sonne selbst, sondern nur ihren Schein. Warum? Weil dazwischen die Dunkelheit des Weltalls liegt. Willst Du die Sonne selbst erleben, dann gilt es zuerst das finstere Weltall zu durchdringen. Wer sich davor fürchtet, der kehrt schon um bevor er überhaupt erst mal abgehoben hat.

Das Licht welches sich die Menschen von hier aus vorstellen, ist nicht dasselbe wie es in Wirklichkeit ist. Wenn aber unser Fokus, unsere Ausrichtung weiterhin auf den Schein anstatt auf das Sein gerichtet ist, werden wir wiederum einer Scheinwelt zum Opfer fallen. Einer Matrix innerhalb der Matrix. Und Achtung, Umsteigen ist nicht Aussteigen!

Wer wirklich aussteigen will – und das ist möglich – der muss einen Weg gehen, denn die wenigsten freiwillig beschreiten. Wer die Vollkommenheit sucht, der muss zuerst die Unvollkommenheit meistern. Das ist eine alte Weisheit und wir würden gut daran tun, uns an ihr zu orientieren.

Such dir einen Lehrer, der weiß, wovon er spricht

Wenn wir herausgefunden haben, wie wir uns unsere Begrenzungen und Probleme erschaffen haben, dann ist es leicht, sie aufzulösen. So lange wir sie fürchten oder nicht haben wollen können wir tun und lassen was immer wir wollen, es funktioniert nicht. Bei inneren Angelegenheiten gibt es keine äußere Hilfe. Die einzige Hilfe die man von außen geben kann ist es, dazu beizutragen, dass der andere die entsprechende Erfahrung macht. Nur die genau gezielt richtigen Erfahrungen bewirken eine Transformation von innen heraus. Daher sollte man sich keinen Meister suchen der keine Probleme kennt, sondern einen, der weiß wovon er spricht. weil er diesen Weg auch selbst beschritten hat.

Meister wird nämlich nur der, welcher sich selbst gemeistert hat. Alle anderen sind Blender. Sie scheinen viel Licht zu haben und leuchten bisweilen ganz schön, aber sie sind nicht zum Licht geworden. Sie waren nie so tief unten wie jene, welche sie belehren. Wer aber die schwarzen Tiefen der Getrennt- und Begrenztheit am eigenen Leib und Seele erfahren hat, der begleitet seine Schüler. Er sagt ihnen nicht wie sie zu sein hätten oder zu leben haben, sondern er lehrt sie die Möglichkeiten der Erschaffung persönlicher Realität. Das ist ein großer Unterschied! Ein Lehrer hat auf jede Frage eine Antwort. Der Meister hat auf jede Antwort eine gute Frage.

Der kompetente Bewusstseinstrainer will Dich also nirgendwo hinführen. Er will Dich begleiten und Dir zeigen wie es möglich ist, dass auch Du Deine Träume verwirklichen und Deine eigene, ganz persönliche Vision verwirklichen kannst. Er ist mehr Begleiter und übernimmt keine Verantwortung für Dich. Er bringt Dich in Deine Kraft, in Dein Licht und dieses entdeckt man am einfachsten wo genau? Ja genau, dort wo es finster ist. Wer also mal ein wirkliches Abenteuer erleben will, der sollte sich mit kompetenter Bewusstseinsforschung und Persönlichkeitsbildung befassen! Man kann alles vorspielen, nur eines nicht: Charakter. Diesen gilt es zu aller erst zu entwickeln. Ein leuchtender und weiser Charakter ist die Basis allen Tuns. Was man an der Basisarbeit verpasst, das wird sich später, wenn man etwas weiter oben auf der symbolischen Leiter steht, zum bitteren Verhängnis. Je langsamer, achtsamer und ausdauernder man durch die eigene Finsternis schreitet und je genauer man die Schattenintegration durchführt, desto schneller geht es im Licht voran.

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Bis wie weit muss man gehen?

Bis es Licht ist. Wenn wir das Gefürchtete betrachten können ohne zu reagieren und trotzdem damit verbunden bleiben, dann ist das ein wunderbares Zeichen für guten Fortschritt. Ausweichen ist ein Zeichen von Schwäche. Auch von spiritueller Schwäche. Selbst wenn es mit dem Vorwand geschieht, dass man sich auf das Gute konzentriert um es zu nähren. Unsere Kraft fließt immer dorthin, wo unser Bewusstsein WIRKLICH ist. Und wenn es irgendetwas auszuweichen versucht, dann muss es genau wissen, wovor es sich fürchtet! Dies muss er – und macht er meist unbewusst – noch viel besser im Auge behalten als alles andere. Daher fließt die Kraft von Positivdenkern und Schönfärbeesoterikern genauso, wie die Kraft der Gutmenschen genau zum Gegenteil hin. Und gerade, weil wir die Welt WIRKLICH verändern wollen, sollten wir wirklich genau hinschauen und mutig den Weg ins Dunkle beschreiten.

So lange, bis da nichts mehr ist vor dem sich irgendetwas in uns vor irgendetwas fürchtet. Jetzt ist es möglich das Gute, Schöne und Wahre zu nähren. Jetzt werden alle unsere Handlungen zu herrlichen Früchten gedeihen. Jetzt ist es möglich, genau jenes Leben zu erfahren, welches wir uns schon immer gewünscht haben.

Nicht umsonst heißt es, dass Jesus (das Licht/Geist) auf die Erde (die Finsternis/Materie) herniederstieg. Tun wir dasselbe was hier als Sinn versteckt ist, dann werden wir, wie ebenfalls geschrieben steht, noch größere Wunder vollbringen als er.

Aber eben, zuerst müssen wir verstehen, wie und dass wir auch die Erschaffer unserer momentanen Realität sind. Das neue Leben beruht auf denselben Prinzipien wie das Jetzt. Wer diese Prinzipien versteht, ist klar im Vorteil und zwar in jeder Beziehung.

Herzlichtvoll,

Bruno Würtenberger

 

Weitere inspirierende Beiträge unseres Gastautors Bruno Würtenberger findest du in seinen Autorenblog.

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Über den Autor

Bruno Würtenberger

Bruno Würtenberger geb. 1960 in Zürich ist Bewusstseinsforscher mit Leib und Seele. Er lebt zurückgezogen im Zürcher-Oberland, hat einen Sohn und eine große Vision: Eine friedliche, glückliche und erfolgreiche Gemeinschaft aller Menschen, welche in Harmonie mit der Natur leben.

Er entwickelte das FreeSpirit®-Bewusstseinstraining, schrieb mehrere Bücher, darunter der Bestseller "Klartext – Lustvoll leben in echter Liebe zu sich selbst und anderen".

Bruno Würtenberger ist gefragter Dozent an in- und ausländischen Fachkongressen und besticht mit seiner humorvollen und charismatischen Art. So auch beim 5. Bleepkongress, an dem er als Referent zu Gast war.

Zudem gründete er das Kinderhilfswerk „FreeSpirit®-Compassion“, welches weltweit Kinder in Not unterstützt.

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