Viele chronische Schmerzen, Allergien, Schlaflosigkeit, Nägelkauen und andere Leiden können nicht durch Medikamente, sondern allein durch Informationen geheilt werden, erklärt der Diplom-Pädagoge und Tiefenpsychologe

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Andreas Winter in seinem Buch. Der Autor des Ratgebers „Heilen ohne Medikamente. Wie chronische Krankheiten ganz einfach wieder verschwinden!“ im Gespräch:

Allergien, chronische Schmerzen, Nägelkauen, Ängste, Kontrollzwänge ... Sie sind in der Lage, diese und andere chronische Leiden ohne Medikamente und mit hoher Erfolgsquote binnen Stunden zu heilen. Was steckt dahinter?

Zunächst möchte ich klarstellen, dass nicht ich es bin, der heilt, sondern der Betroffene selbst heilt wieder. Dies geschieht über das so genannte Refraiming – ein Begriff aus dem Neurolinguistischen Programmieren, auch „kontextuelles Coaching“ genannt: Vorhandene Glaubenssätze und Verhaltensmuster, die ihren Ursprung fast immer in der Kindheit haben, werden bewusst gemacht und damit nun aus der Sicht des Erwachsenen erfahrbar. Somit sind sie fortan der bewussten Kontrolle unterworfen und müssen nicht länger unterbewusst das Verhalten steuern. Im Klartext heißt das: Wenn man weiß, welche vorliegenden psychischen Komponenten die Krankheit auslösen oder begünstigen, kann man sie unschädlich machen – der Körper heilt wieder.

Was ist das Neue an Ihrem Ansatz?

Neu ist die radikale Unterscheidung zwischen Körper und Geist des Menschen sowie die damit einhergehende Forderung nach einer neuen Definition von Krankheit. Ich sage, eine echte Krankheit muss körperliche Ursachen haben und körperlich behandelbar sein. Ansonsten liegt eine psychosomatische Störung vor, deren Ursache psychologisch behandelt werden muss. Nach meiner Definition sind seelische und psychosomatische Störungen keine Krankheiten, sondern Reaktionen auf erlebte psychische Traumatisierungen.

Zwischen zehn und 40 Sitzungen muss ein Betroffener üblicherweise einplanen, wenn er zu einem klassischen Psychotherapeuten der alten Schule geht. Warum ist Ihr revolutionärer Ansatz bisher unentdeckt geblieben?

Offensichtlich wurde allzu oft übersehen, dass wir Menschen unsere ersten Erlebnisse bereits im Mutterleib haben, aufgrund derer wir lernen, also auch Schlussfolgerungen ziehen. Damit richten wir gewissermaßen unseren Wahrnehmungsfilter ein, mit dem wir weitere Erlebnisse auf gleichwertiges Gefahrenpotential hin absuchen. Um an die Wurzel des Übels zu kommen, müssen wir also zum Initialtrauma vordringen – dieses liegt meist in der Vorbewusstseinszeit des Menschen, also in den ersten 36 Monaten des Lebens verborgen. In dieser Zeit nehmen wir den Menschen in seiner seelischen Dimension aber noch gar nicht ernst.

Was sagt die Fachwelt dazu?

Das wird sich in den nächsten Monaten zeigen. Zum Glück erfahre ich enorme Zustimmung bei Betroffenen, die mit diesem Ansatz innerhalb von Stunden ein lebenslanges Leiden beenden konnten. Ich kann mir vorstellen, dass es anfänglich Widerstände seitens einiger Fachleute geben wird, schließlich haben wir es mit einem Paradigmenwechsel zu tun. Wer sein Universitätswissen mühselig erworben hat, wird durch die Einfachheit meiner Erklärungen möglicherweise brüskiert sein. Doch wer meinen Ansatz nach kritischer Prüfung nachvollzogen und ihn in der Praxis umgesetzt hat, war damit bislang sehr erfolgreich.

An wen wendet sich Ihr Ratgeber „Der Psychocoach 2: Heilen ohne Medikamente“?

Die Reihe „Der Psychocoach“ ist bewusst populärwissenschaftlich geschrieben, um ein sehr breit gefächertes Publikum zu erreichen. Ich denke, dass diese neue Sichtweise von Körper und Psyche jeden etwas angeht und damit wohl auch jedermann interessieren dürfte. Natürlich möchte ich nicht nur Betroffene, sondern auch Ärzte, Psychiater und Psychologen ansprechen. Auf ihnen ruht die Hoffnung der erkrankten Menschen.

Was empfehlen Sie jemandem, der unter einer chronischen Krankheit leidet, konkret?

Als erstes sollten folgende Fragen beantwortet werden:

  • Welchen persönlichen Vorteil hat das Symptom für den Betroffenen?
  • Welche Einstellung hat man zum betroffenen Körperteil?
  • Welche Bedeutung im übertragenen Sinne hat das Symptom für Sie? Beispiele: Herzschmerzen = Liebesprobleme, Magenschmerzen = etwas in sich hineingefressen haben, Fingernägelkauen = Krallen unscharf machen usw.

Danach sollte man seine zwischenmenschlichen oder persönlichen Probleme angehen und lösen, dann verschwindet meist auch das Symptom. Hilfestellung nach diesem Ansatz bieten beispielsweise mein Beratungsteam und ich. Am Ende meines Buches findet sich übrigens eine Audio-CD, mit der man sich im Unterbewusstsein verborgene Ursachen bewusster machen kann.

 

buch_heilen ohne medikamenteHeilen ohne Medikamente
ISBN 9783938396117
Winter, Andreas
Verlag Mankau

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Mehr zum Thema Heilung gibt es hier.

Und ganz aktuell einen Bericht im Spiegel zum Thema “Heilen mit dem Geist”.

 

 

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