Es gibt nur eine überschaubare Anzahl an dokumentarischen Filmen, welche mit wenigen Stilmitteln so viel zum Ausdruck bringen. Die Reportage Collapse ist solch ein Werk und formuliert eine ausdrückliche Warnung an uns alle. Die Welt, so wie wir sie kennen, steht am Abgrund und wir selbst sind Schuld an dieser unvorteilhaften Ausgangsposition. Regisseur Chris Smith porträtiert den kontroversen Autor Michael C. Ruppert, der unseren Umgang mit den Ressourcen dieser Welt scharf kritisiert. Seine düstere Zukunftsprognose bezieht sich vor allem auf Erdöl und unsere Abhängigkeit davon.

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Filmtipp: Collapse
Die vielleicht letzte Warnung
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Unser Wohlstand basiert auf wenigen knappen Ressourcen

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In einem dunklen bunkerähnlichen Raum liegt der gesamte Fokus darauf, was die Person mit dem mittlerweile grau gewordenen Schnauzer zu sagen hat. Es handelt um Michael C. Ruppert, der bereits 2006 vor der Weltwirtschaftskrise 2007 gewarnt hat. Collapse, den wir exklusiv für maona.tv ausgewählt haben, zeigt ein Interview mit Ruppert, in welchem er seine Visionen für die kommenden Jahre darstellt. Seine Aussagen sind kein sanftes Wecken, es ist ein lauter Alarm, nicht weniger als die vielleicht letzte Warnung vor einem Kollaps, einer lebensbedrohlichen Konstellation für alle Lebewesen dieser Welt.

„Richtig oder falsch, Prophezeiung oder Paranoia – es nistet sich in unsere Gedanken ein“

Ruppert warnt vor den Folgen, welche uns aufgrund immer schneller sinkender Ölreserven drohen. Seine Grundlage ist die Peak-Oil-Theorie, in welcher der Zeitpunkt der maximalen Ölförderung beschrieben wird. Wenn das einem Land droht, müssen entweder Alternativen zu Erdöl gefunden oder weitere Ölressourcen erschlossen werden. Michael Ruppert nennt hinsichtlich der Erschließung neuer Ölvorkommen die geopolitischen Strategien einzelner Länder.

Connecting the dots – Es besteht ein Zusammenhang

Was passiert mit den Menschen dieser Welt, wenn die Autos nicht mehr fahren, Flugzeuge nicht mehr fliegen, Schiffe nicht mehr die Ozeane durchkreuzen und Polizei, Feuerwehr oder Notarzt nicht mehr rechtzeitig zur Hilfe kommen? Was geschieht mit unserer Gesellschaft, unseren Werten und mit uns selbst? Sind wir uns im Klaren darüber, was uns bevorsteht oder wollen wir den Kollaps nicht wahrhaben, obwohl er bereits direkt und mit voller Wucht auf uns zukommt? Sicherheit für uns, unsere Mitmenschen und unseren Wohlstand kann nicht garantiert werden. Selbst die reichsten Nationen dieser Welt sind nicht ausreichend darauf vorbereitet, wenn der letzte Tropfen Öl aus der Erde gefördert und verbraucht ist.

Ruppert wurde schon als vieles bezeichnet; von Spinner, verzweifelter Verrückter, Dramatiker, Narzisst bis hin zum Verschwörungstheoretiker. Mit einem zynischen Lachen bezeichnet er selbst das alles als „Verschwörungsfakt“ und ist „schockierend überzeugend!“ (New York Times). Kombiniert man CIA-Insiderwissen mit wissenschaftlichen Erkenntnissen kommt ein hoch explosives Gemisch aufwühlender Fakten als Resultat zum Vorschein.

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Sind wir für Veränderungen bereit?

Die berufliche Laufbahn von Ruppert begann als Polizeibeamter in Los Angeles. Er musste aber die Stelle als Drogenfahnder aufgrund seiner Moraleinstellungen gegenüber den Verstrickungen der CIA im internationalen Drogenhandel verlassen. Es hat klick gemacht, und ihm wurde klar, wie tiefgehend die Korruption selbst in den USA ist. Aus einem angepassten Beamten wurde ein Umdenker, ein Kritiker des Systems. Ein Wandel, den er damals selbst nicht kommen sah, machte ihn zu einem der bekanntesten Enthüllungsjournalisten von Amerika.

„Eine Revolution im Geiste und im Herzen!“

Collapse ist eine fesselnde Dokumentation mit einer schockierenden Nachricht. Zwar ist der Film mittlerweile mehr als zehn Jahre alt, das macht den Inhalt aber nicht weniger aktuell. Im Gegenteil sogar, Erdöl und viele weitere Ressourcen der Erde werden immer noch ohne Rücksicht auf Nachhaltigkeit ausgebeutet. Unserem gesamten Ökosystem droht die vollständige Zerstörung, und der Täter sind wir Menschen als Kollektiv.

Ruppert, der 2014 im Alter von 63 Jahren starb, hat einen klaren Nachruf hinterlassen. Es liegt an uns, was wir mit unserem Planeten machen. Der nächste Tag kommt bestimmt, aber wie wir Menschen in der Zukunft leben können, ist eine ganz andere Frage. Die Erde kann ohne uns, aber wir können nicht ohne sie. Zwar werden in der Reportage viel Kritik über die globale Wirtschaftspolitik sowie ein bedrohliches Szenario samt Terror, Revolutionen und Konflikten genannt, der Hintergrund der Reportage ist aber auch ein ökologischer.

Nur wenn wir bewusster leben, und dabei auf den gesunden Ressourcenverbrauch sowie Naturschutz achten, schützen wir uns selbst vor der „größten vermeidbaren Massenvernichtung der Geschichte auf dem Planeten Erde“ – Michael C. Ruppert.

Trailer zum Film:

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