Immer neue Erkenntnisse eröffnen sich der Wissenschaft zu einem der beliebtesten Wesen dieses Planeten – dem Delfin. Und bringen die Forscher in eine Situation den ethischen und moralischen Blickwinkel auf dieses liebevolle Geschöpf neu zu beleuchten.

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Das Gehirn der Delfine

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Lori Marino, US-Forscherin an der Emory Universität/Atlanta, belegte, dass bisher keine andere bekannte Art weltweit so ein gewundenes Gehirn hat wie der Delfin. Proportional zum Menschen sei die Hirnmasse etwas kleiner jedoch viel stärker gefaltet und weist somit eine deutlich größere Oberfläche auf. Besonders auffällig sei diese Faltung im Neocortex-Bereich. Einem Areal der Großhirnrinde bei Säugetieren, wo das Selbstbewusstsein und komplizierte Denkvorgänge gesteuert werden. Außerdem gilt er als Sitz der höchsten integrativen Funktionen im Gehirn was hochkomplexe neuronale Leistungen betrifft (Aufmerksamkeit, Planen, Denken, Problemlösen, Sprechen, Erinnern, Bewerten usw.). Menschenaffen fallen im Vergleich dazu weit zurück.

Der Verhaltensforscher Jason Bruck von der „University of Chicago“ stellte unterdessen in eigenen Studien fest, dass sich Delfine auch nach vielen Jahren der Trennung aneinander erinnern und sich wiedererkennen. In einem sogenannten „Fission-Fussion-System“ lebend – einer sehr komplexen Gesellschaftsstruktur – wechseln Delfine hin und wieder ihre Gruppen. Vor allem junge Männchen, die sich nach einiger Zeit einem Junggesellenverband anschließen, um sich später in eine neue Delfingemeinschaft einzugliedern. Anhand ihres eigenen „Namens“ (Laute) erkennen sich die früheren Mitglieder ihr Leben lang. Bruck interessiert nun, ob diese Form des Gedächtnisses sogar eine Voraussetzung für höhere kognitive Fähigkeiten ist. Dazu wäre seiner Meinung nach eine Untersuchung sozialer Erinnerungsvermögen von weiteren Tierarten notwendig, wie beispielsweise auch die von Elefanten. Von denen ebenfalls berichtet wird, dass sie ihre Artgenossen nach Jahren erkennen können, und welche in ähnlichen Gruppenstrukturen wie Delfine leben.

Die Sprache der Delfine

Was die Sprache betrifft, so wurde lange angenommen, dass die Meeressäuger sich durch Pfeiftöne miteinander verständigen. Eine Wissenschaftsgruppe um Peter Maden von der „Aarhus Universitet“ aus Dänemark widerlegten dies in Studien und zeigte, dass Delfine ihre Laute mit Hilfe von pneumatisch vibrierendem Gewebe im Nasenraum mittels Muskelkontraktion und Luftströmen erzeugen – die gleiche Art und Weise wie wir Menschen. Da die akustische Komponente unserer Sprache durch schwingende Tonbänder/Stimmbänder hervorgerufen wird. Aufgrund der Anatomieähnlichkeit vermuten die Wissenschaftler, dass dies auch für alle weiteren Zahnwale, zu der auch der Delfin gehört, gilt.

Viel weiter noch kommen die Forschungen zu dem Ergebnis, dass die Sprache der Delfine weitreichend umfangreicher als die der menschlichen Sprache ist. Denn der Tonumfang eines Delfins ist 20-fach größer als des Menschen. Dazu kommt, dass die Sprachkünstler auf hohen Tonfrequenzen auch noch in unvorstellbar rasender Geschwindigkeit kommunizieren...man könnte sagen bis tausendfach schneller als der wortgewandteste Italiener. Ganze Melodieketten sind für uns zu hören, wenn man Tonaufnahmen von Delfinen langsam ablaufen lässt. Da Delfine keine Ohren haben, „hören“ sie mit ihrem gesamten Körper und sind somit sehr empfindlich gegenüber hohen Tönen. Die stark sensible Delfin-Haut durchziehen viele Nervenenden, die auf kleinste Druck- bzw. Temperaturunterschiede reagieren. Besonders viele Nerven-Endkörperchen liegen in der Stirn- und der Zungenhaut.

Klangmuster und Bildworte

Grafisch haben die Delfinforscher Jack Kassewitz und John Stuart Reid die Struktur dieser Delfinlaute mittels von ‚Cymaglyphen’ dargestellt und analysiert. Das kymatische Bildgebungsverfahren ermöglicht erstmals die Struktur und den Aufbau von Frequenz-und Schallwellen bei stehenden Wellen auf einer flüssigen Oberfläche wie Wasser bildhaft darzustellen und entsprechend zuzuordnen. Die dabei entstehenden Klangmuster bzw. ‚Bildworte’ geben den Forschern Hoffnung eines Tages ein „Lexikon der Delfinsprache“ zu entwickeln und unter Verwendung dieses einfachen Tonvokabulars mit den Delfinen in Kommunikation gehen zu können. Dazu nehmen die Forscher mit Hilfe von weiteren Experimenten auf, welche Töne und entsprechende Klangbilder in bestimmten Situationen oder bei jeweiligen Objekten von den Delfinen erzeugt werden. Auch der Gesang von Buckelwalen wurde so durch den deutschen Klangforscher Alexander Lauterwasser mit der Verwendung von „Wasser-Klang-Bildern“ dargestellt.

Delfine und Wale: Heiler der Erde

Ein weit herausragender, hoch geschätzter und äußerst bescheidener Fachmann für Delfine ist der Engländer Dr. Horace Dobbs, Mitglied der ‚Royal Society of Medicine’. Zeitlebens widmet er schon den Delfinen seine Aufmerksamkeit und Forschung, was ihn in große Demut vor diesen erstaunlichen Wesen versetzt hat und Dobbs die Erkenntnis einbrachte, dass Delfine und Wale unsere großen Heiler der Erde sind:

„Wir haben den ganzen Planeten, die dreidimensionale Welt, erforscht. Es gibt aber noch die vierte Dimension der Zeit, die fünfte Dimension der Meditation und noch weitere sieben. Damit wir verstehen können, wie Delphine Menschen heilen können, müssen wir diese neuen Dimensionen erforschen. Wir können die Wirkung der Delphine nicht mehr technisch messen. Die Delfine und die Wale sind für mich die weißen Blutkörperchen von unserer Erde. Ebenso, wie die weißen Blutzellen in unserem Körper Krankheiten, Viren und Bakterien abwehren, halten Wale und Delphine auf einer spirituellen Ebene die Ozeane rein. Ist der Hai der Gesundheitspolizist auf der physischen Ebene, so sind sie es auf einer geistigen Ebene. Wenn wir sie also jagen und ausrotten, töten wir den ganzen Planeten.

Delfine als Lehrer

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Das Tor zum größeren Verständnis für die Delfine, welches über die Grenzen der Wissenschaft hinausreicht, eröffnete ihm ausgerechnet ein Japaner...der in seinem Land bekannte Heiler Masato Nakagawa. Aus diesem Grund gründete Dobbs in Japan die ‚New Explorer Society’ – ein Forum, wo Wissenschaftler und Mystiker zusammen treffen, zur gemeinsamen Ergründung der höheren Dimensionen des Lebens.

Dobbs weiß, dass sich Delfine nicht immer einfach so herbei pfeifen lassen, sondern sie es tun, wann sie es wollen. Dies hält er auch für das Geheimnis ihrer Heilkraft. Sie sind individuelle Wesen verbunden in einem Kollektiv, so wie wir – allerdings ohne sich „erklären oder entschuldigen“ zu müssen – vollkommen freie Wesen auf einem hohen Niveau. Delfine nehmen jeden Menschen als eigenständige Persönlichkeit wahr und geben diesen Menschen damit das Gefühl etwas Spezielles und Wertvolles zu sein.

Sie lehren uns, glücklich zu sein, das Leben zu genießen und dabei alles, was man tut mit Freude zu machen.

Darum empfindet Horace Dobbs jeden Delfin in Gefangenschaft als einen Delfin zu viel dort. Ganz gleich ob in einer abgetrennten Meeresbucht oder noch schlimmer in einem Pool/Delfinarium. Auch nicht in diesem Fall zur Theraphie für kranke oder behinderte Menschen, wenn der Delfin dafür in Gefangenschaft sein muss. Denn Delfine in Freiheit spüren auch aus einer Gruppe von Menschen heraus, wer ihre Hilfe am meisten benötigt und geben diese – freiwillig. Es bedarf nicht ihrer Gefangenschaft. Horace Dobbs erkannte, dass mit so einem komplexen, sensiblen Wesen, was über so ein umfangreiches Gehirn verfügt, wie der Delfin es hat, auch besonders hohe Bedürfnisse einhergehen.

Dazu meint Dobbs:

„Die Natur ist ein Prinzip der Integration und der Vielfältigkeit, sie liebt die Variation. In einem Pool versagt man den Delfinen jegliche Stimulation und Reize, die sie im offenen Meer erhalten würden. Sie sind gefangen in einem kleinen Nichts. Auch eine abgesperrte Meeresbucht wie in Eilat am Roten Meer bleibt ein Gefängnis. Für Tiere, die in Freiheit von einem Pol zum anderen schwimmen, wie dies die Wale tun, ist eine solche Gefangenschaft wie eine jahrelange Folter in einer Dunkelzelle... Ich bin ganz und gar dagegen, dass Delfine in Gefangenschaft gehalten werden. Egal, unter welchen Umständen und zu welchem Zweck. Meist geht es ja sowieso nur ums Vergnügen und ums Geld. Nur der Mensch hat ein ähnlich großes Gehirn wie die Delfine. Unser Cortex gibt uns hohe Fähigkeiten für ästhetische Erfahrungen wie Musik, Kunst und Kultur. Die Delphine haben diese feineren Dinge des Lebens nicht. Ich glaube, sie nutzen ihre hohe Entwicklung, um sich zu freuen, wie die Sonne scheint und die Wellen rollen, sie erfreuen sich an den verschiedenen Geräuschen im Meer, der ständig wechselnden Wassertemperatur und des vielfältigen Lebens darin. Sie leben ganz im Augenblick... Es ist ein Bedürfnis nach Freiheit, uneingeschränkter Freiheit.“

Genau wie Horace Dobbs, setzen sich nun auch weitere Wissenschaftler wie das Team um Lori Marino und der Ethik-Professor Thomas White von der Loyola Marymount Universität in Los Angeles, für die ethische und moralische Neubetrachtung des Delfins und seiner Art als Individuum ein. Noch genauer als „nichtmenschliche Person“. Anhand einer Liste von Kriterien, die in ihrer Kombination von Verletzlichkeit und geistiger Kapazität nach traditionellem Verständnis nur dem Menschen zugeordnet ist, wies White mit Hilfe von Studien nach, dass Delfine alle Voraussetzungen erfüllen, um als Individuum definiert zu werden.

Unter anderem:

  • Delfine verfügen über positive und negative Empfindungen (Emotionen)
  • sie besitzen ein Selbstbewusstsein
  • sind in der Lage ihr Verhalten zu steuern
  • Delfine erkennen einander und begegnen sich mit Respekt, oft dabei sogar mit offener Zuneigung
  • sie nehmen sich im Spiegel wahr, was sonst nur Menschen und Menschenaffen vollbringen
  • Delfine haben ein analytisches und planmäßiges Vorgehen, wobei sie komplexe Aufgaben lösen
  • sie haben die Kapazität, gefühlsmäßig und körperlich intensiv und langanhaltend zu leiden

Eine phantastische Reise in die Welt der Delfine

Delfine haben etwas ganz besonderes, den Menschen faszinierendes an sich. Ihre geschickte, elegante Art, ihr fröhliches Auftreten – und vor allem ihre Intelligenz machen den Delfin für Menschen so besonders. In dieser spannenden Dokumentation auf YouTube werden uns verschiedenste Delfinarten, deren Lebensräume und neueste Forschungsergebnisse zu ihrer einzigartigen Kommunikation vorgestellt. Begleiten sie die pfeilschnellen Tiere auf der Jagd und beim Paarungsverhalten in ihrem natürlichen Lebensraum und lernen Sie zudem ein wenig über ihre großen Verwandten: Die Wale.

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So bleibt es zum Wohle von uns allen zu wünschen, dass die Forscher erfolgreich auf ihrem Weg sind und immer mehr Menschen die Besonderheit von Delfinen und Walen verstehen – sie als fühlende, intelligente Wesen anerkennen, respektieren und auch so mit ihnen umgehen. Nicht umsonst nennt man die Delfine „Engel der Meere“. Die mit ihrer unendlich großen Liebesfähigkeit uns Menschen im offenen Meer begegnen und uns ein unvergesslich großartiges Geschenk eröffnen, auf das sich niemand vorbereiten kann... wer schon einmal die Ehre hatte mit freien Delfinen in den Wellen zu schweben und zu tanzen und sich dort von ihren durchdringenden Lauten alle Zellen des Körpers in Vibration versetzen lassen hat, und dabei tiefe Freudentränen geweint und jauchzende Jubelschreie aus seinem Inneren befreit hat, der weiß wovon ich hier schreibe und weiß um die wundersame, heilende Wirkung der Delfine.

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