Wir alle haben unseren eigenen Weg zu gehen und dabei mal mehr mal weniger ein klares Ziel vor den Augen. In diesem Fall ist es die italienische Stadt Venedig, welche normalerweise nicht nur die Destination von Millionen Tagestouristen ist, sondern auch von einigen Wanderern, die ihren Weg in München beginnen. Einer dieser Wanderer ist Dillig, der in seinem Film Der Weg war sein Ziel beeindruckende Impressionen der Route zeigt und das, was der Weg im Wanderer auslöst. Die Überschreitung der Alpen ist nicht nur eine körperlich anstrengende Wanderung, sondern eine Reise zum Ich. Der Weg wird zur Selbstreflexion, das Ziel wird ein ganz anderes – und ob man ankommt oder nicht hat gar nichts mehr mit Venedig zu tun!

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Filmtipp: Der Weg war sein Ziel
Zu Fuß von München nach Venedig
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Auf den Spuren von Ludwig Graßler

Der Weg war sein Ziel Der Weg war sein Ziel

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Der Weg war sein Ziel – Zu Fuß von München nach Venedig ist ein kurzer, dafür aber intensiver Wanderfilm. Bereits der Titel macht klar, um was es hier geht als auch was die Start- und Zielpunkte sind. Aber das dokumentarische Werk ist viel mehr, als nur eine simple Aneinanderreihung von atemberaubenden Bildern aus der Alpenlandschaft. Der Film erzählt die Geschichte von einem Weg, welcher mittlerweile unzählige Menschen verbindet, die sich sonst nie kennengelernt hätten.

Aber fangen wir von vorne an: Die Reportage von Christopher Dillig zeigt den Regisseur und Filmemacher dabei, wie er auf den Spuren von Ludwig Graßler wandelt. Der deutsche Bergwanderer und Autor Ludwig Graßler, der 2019 im Alter von 94 Jahren verstorben ist, gilt als der Erfinder des sogenannten „Traumpfads“. Der Name stammt von Graßler selbst, der den Weg aufgrund seiner traumhaft schönen Landschaft so taufte. Er hat die Route natürlich nicht erfunden, aber hat in den 70er-Jahren den Grundstein dafür gelegt, dass es heute einer der populärsten Wanderwege Europas ist. Mit seinem Buch über den Traumpfad inspirierte er Menschen rund um den Globus dazu, in seine Fußstapfen zu treten.

Vom Marienplatz bis zum Markusplatz in einem Rutsch

Würde man die Strecke mit dem Auto fahren, hätte man die gesamte Reise in guten sechs Stunden hinter sich gebracht. Bereits Goethe sagte, dass man an einem Ort nur wirklich war, wenn man ihn zu Fuß erreicht hat. Und das dauert nach Venedig deutlich länger als mit einem Auto über die Autobahn zu rasen. Mehr als 500 Kilometer ist der Traumpfad lang und es werden insgesamt mehr als 20.000 Höhenmeter ab und auf überwunden. Die höchste Stelle des Wegs liegt auf 2.904 Meter und ist damit fast so hoch wie die Zugspitze, der höchste Punkt Deutschlands.

 

Kurz gesagt, es ist kein leichter Weg, den man auf sich nimmt, wenn man in München am Marienplatz startet und bis zum Markusplatz in Venedig geht. Noch in München an der Isar stehend, ist Venedig, die malerische Stadt an der Adria, das Einzige, was die Motivation beim Wanderer aufrecht erhält. Der strapaziöse Weg über Stock und Stein, Schluchten und Flüsse, Berg und Tal ist das, was es noch zu überwinden gilt und eher abschreckend als einladend wirkt.

Man darf es nicht als reine Wanderung ansehen

Ganze 28 Tage dauerte die abenteuerliche Reise von Christopher Dillig, die von intensiven körperlichen Anstrengungen geprägt war. Auf seinem Weg, der die wunderschönen Eindrücke der europäischen Alpenlandschaft zeigt, wird Schritt für Schritt klar, dass nicht Venedig das Ziel dieser Reise ist.

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Zu Fuß von München nach Venedig
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Noch nicht ganz da, aber schon angekommen

Es dauert mehr als zwei Wochen, bis Dillig die Alpenkette überquert hat und in den südlichen Dolomiten in Italien angenommen ist. Die Ruhe und Abgeschiedenheit in den Höhen der Berge weicht nun wieder der Zivilisation samt ihrer Unruhe und Hektik. Obwohl Venedig jetzt zum Greifen nahe liegt, ist es nicht mehr der Punkt auf der Karte, den man unbedingt erreichen möchte. Man ist bereits am Ziel angekommen, und zwar bei sich selbst.

 

Der Weg war sein Ziel – Zu Fuß von München nach Venedig, der uns gerade in Zeiten, in denen selbst reisen schwierig ist, an schöne Orte entführt, ist eine stimmungsvolle Dokumentation über eine Reise, die wir letztendlich alle machen müssen. Damit ist nicht die Wanderung von München nach Venedig gemeint, sondern die Reise zu uns selbst. Wenn man ganz am Anfang einer Sache steht, hat man meist nur das Ziel am Ende des Wegs im Blick. Viel zu oft lassen wir die Reise selbst außer Acht, obwohl das letztendlich das Erlebnis sein wird, die uns unser Leben lang prägen wird. Es wird versucht, den Reiseweg immer weiter zu verkürzen. Wir fliegen im Eiltempo um die Welt, um neue Orte zu erkunden. Das Gefühl vom Ankommen haben aber nur die, die auch den Weg dorthin als Erfahrung annehmen. Diese Lektion wird in Dilligs Film mit und über Ludwig Graßler aus einer neuen Sichtweise, einer von ganz weit oben erzählt.

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