Das Leben eines jeden Individuums ist einzigartig, daher sollte jeder Mensch auf diesem Planeten als unbezahlbar angesehen und bis hoch in den Himmel gewertschätzt werden. Das wäre zumindest der humanistischste als auch die rationalste Annahme, die uns zuerst in den Kopf kommen sollte. Allerdings ist das nicht ganz die Regel, denn wir alle wissen, dass jeder Mensch einen Preis hat und deswegen auch käuflich ist. Es stellt sich weiter die Frage, ob diese zwei Dinge überhaupt zusammenhängen? Sicher ist das alles, das in der materiellen Welt existiert, hat einen bestimmten Wert, der kalkulierbar und somit theoretisch bezahlbar ist, aber ist das bei einem Menschen moralisch vertretbar oder doch gar gut? Der Film Berührt dringt tief in diese Materie ein und zeigt die Komplexität der humanistischen Frage, welchen Wert ein Menschenleben hat.

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Der Mensch als Wirtschaftseinheit

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Es herrscht der Kapitalismus, zumindest in beinahe allen Ländern dieser Welt bestimmen Nachfrage und Angebot den Preis. Ein Teil des Wirtschaftssystems ist der Mensch, in der Ökonomie wird jeder von uns als Humankapital bezeichnet und jede „Wirtschaftseinheit“ mit einem bestimmten Wert abgestempelt. In dieser Sichtweise hat jeder Mensch einen eigenen Preis, der sich von anderen unterscheidet, der Preis wird durch die erbrachte Leistung festgelegt. Eine „Wirtschaftseinheit“, die viel Geld erwirtschaftet, also einnimmt, versteuert und ausgibt, besitzt einen höheren Wert- und Preismaßstab, als ein „Wirtschaftssubjekt“, das von Sozialleistungen lebt. Die Ökonomik definiert eine Wirtschaftseinheit als einen wirtschaftlich selbständigen Entscheidungsträger, aber wie frei sind Geringverdiener ist ihrem Leben und ihren Entscheidungen? Wären sie wirklich frei, würden sich wahrscheinlich alle für ein Leben im Wohlstand entscheiden!

Einem Menschen ein Preisschild umzuhängen hat Tradition, besser gesagt, eine lange und traurige Geschichte der Unterjochung und Ausbeutung. Die Krönung der Schöpfung ist schon seit Jahrhunderten eine Anlage, um ein System zu festigen, was nur durch Leistung bestehen kann. Durch die Kreation eines Wertes wird der Anreiz geschaffen, mehr zu erwirtschaften als andere, um mehr besitzen zu können als andere, die in Armut leben und meist als sozial sowie wirtschaftlich schwach bezeichnet werden. So lässt sich eine Gesellschaft schnell und unkompliziert aufteilen, zum einen in Menschen, in die es sich lohnt zu investieren und zum anderen in jene, die es eben einfach nicht wert sind.

Der Mensch hat es selbst im 21.ten Jahrhundert immer noch nicht geschafft, Menschenhandel und der damit verbundenen Ausbeutung zu überwinden. Nach Schätzungen gibt es weltweit etwa 27 Millionen Sklavenarbeiter, was an der Weltbevölkerung als auch historisch gemessen sehr wenig, aber natürlich immer noch 27 Millionen Sklavenarbeiter zu viel sind! Immerhin liegt hier die Alleinschuld nicht am globalen Wirtschaftssystem, denn der Kapitalismus würde aus ohne Sklaven auskommen. Sie stehen ganz unten in der Wertschöpfungskette und erwirtschaften zwischen 40 bis 50 Milliarden Euro im Jahr. Der Endkonsument würde also nichts merken, wenn morgen alle Sklaven befreit werden. Der Grund, warum wir nichts davon mitkriegen würden, ist, weil die Wirtschaftseinheit an sich, zynisch ausgedrückt, so gut wie keinen messbaren Wert hat.

Der Mensch als Investition für die Zukunft

Im Menschenhandel geht es aus psychologischer Sicht um die Verletzlichkeit einer Person. An Orten dieser Welt, wo Menschenleben grundsätzlich unterschiedlich gewertschätzt und geschützt werden, kommt es besonders häufig zu Menschenrechtsverletzungen. Ein Individuum ist verletzbarer als andere aufgrund der sozialen sowie finanziellen Lage, Ethnizität, Migration und dem Geschlecht. In Deutschland sind alle Menschen vor dem Gesetz gleich – Artikel 3 aus dem Grundgesetz, Absatz 1 und 2.

Zumindest die sozial-rechtliche Lage erscheint glücklicherweise fair, denn in der Ökonomie ist eben nicht jeder Mensch gleich, nicht einmal in Deutschland. Prof. Dr. Hannes Spengler berechnete als erster deutscher Ökonom den durchschnittlichen Wert eines Menschenlebens in Deutschland, in den USA ist das schon seit langer Zeit ganz normal und dient als Rechtfertigung des Sozial- und Gesundheitswesens. Spenglers Resultat war, dass ein Männerleben einen höheren Wert hat als ein Frauenleben. Es wird mehr Fokus auf die Ausbildung männlicher Fachkräfte gelegt als auf die von weiblichen Personen, es lohnt sich also selbst hierzulande wirtschaftlich weniger, wenn man in Frauen investiert.

Das Dilemma ist in der Lohndifferenz, den Bildungschancen sowie der gesellschaftlichen Wertschätzung zu beobachten. Frauen haben es schon deutlicher schwerer als Männer, Migranten noch mehr und für Flüchtlinge ist es beinahe unmöglich. Im Prinzip kommen Flüchtlinge sogar mit einem Negativwert nach Europa, Vorreiter dieser ist der ehemalige Vize-Regierungschef und Innenminister Italiens Matteo Salvini, der während der Flüchtlingskrise ein misanthropisches Sicherheitsdiskret vorgelegt hatte. Das sah eine Strafe von bis zu 5.500 Euro für denjenigen vor, der einen Geflüchteten in italienischen Gewässern vor dem Ertrinken rettet, 5.500 Euro pro gerettete Person wohlgemerkt. So wurde das Menschenleben weniger als Null wert, die Rettung war nicht nur ein gesundheitliches Risiko, sondern eine Gefahr für die eigene finanzielle Sicherheit.

Der Mensch als einzigartiges und unbezahlbares Wesen

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Im Gegensatz zum ökonomischen Ansatz, besitzt der Mensch in der humanistischen Lehre einen übergeordneten Wert, der sich nicht in Zahlen definieren lässt. Ein Leben hat kein Preis, selbst nicht wenn man bestechlich ist oder einen materialistischen Lebensstil bevorzugt. Das ist die persönliche Wertschätzung, der Preis, den man sich selbst auferlegt, aber nicht der Wert, der einem von der Gesellschaft oder der Wirtschaft „errechnet“ wird. Sieht man zudem von dem Reincarnationsgedanken ab, haben wir nur das eine Leben, was es also Einzigartig macht, dadurch ist es sprichwörtlich nicht messbar und somit unbezahlbar.

Der Film Berührt, den Du jetzt exklusiv auf maona.tv – der TV-Sender mit Sinn! sehen kannst, zeigt die bewegende Geschichte einer werdenden Mutter und ihrem noch ungeborenen Kind, das nicht lebensfähig sein sollte. Die Dokumentation bringt die unterschiedlichsten Aspekte des Lebens zum Vorschein, wozu auch der Tod gehört. Besonders eindrucksvoll führt die Reportage vor, welchen Wert ein Menschenleben hat, selbst wenn es noch nicht geboren ist. Die bedingungslose Liebe der Eltern, vor allem die tiefgehende emotionale Bindung zwischen der Mutter und dem Ungeborenen, ist nur einer von vielen Beweisen, dass es egal ist, welchen Preis einem diese Welt scheinbar aufsetzt. Der Wert, nicht der Preis, eines jeden Menschen ist und bleibt nicht messbar und jedes Dasein, an jeglichem Ort des Planeten, verdient die aller höchste Wertschätzung.

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Quellen:

Was kostet ein Mensch

Kompensatorische Lohndifferenziale und der Wert eines statistischen Lebens in Deutschland

Was kostet ein Menschenleben

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