Maskenpflicht, Abstandsregelung und Ausgangsbeschränkung, das sind wohl die drei Unwörter des Jahres 2020 und auch die Begriffe, welche dieses Jahr am besten beschreiben (abgesehen natürlich von dem Wort mit C). Jetzt neigt sich dieses Jahr langsam, aber sicher dem Ende zu und wir fragen uns, wie wird es weitergehen? Wo soll dieses ganze Durcheinander an Corona-Regelungen hinführen und was für ein Leben werden wir „nach“ Corona leben? Ein anderes, darüber sind Experten sich einig, nichts wird mehr so sein, wie es war…

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Gibt es denn überhaupt ein „nach Corona“?

Laut der öffentlichen Berichte ist das neuartige Coronavirus erstmals Ende 2019, und zwar in der chinesischen Millionenstadt Wuhan aufgetaucht. Seitdem hat es sich rasend schnell über dem gesamten Globus verteilt. Menschen sind erkrankt, Menschen sind gestorben und Menschen sind auch wieder genesen. 

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Prozesse, wie wir sie in der Menschheitsgeschichte schon zu genüge beobachten konnten. Klar ist; das Virus SARS-CoV-2 gehört zur Familie der Coronaviren, wobei die Erkrankung Covid-19 sich in biologischer und epidemiologischer Hinsicht als auch von den klinischen Symptomen von der Erkrankung SARS unterscheidet. Was wir auch wissen, dass es keine Übersterblichkeit gibt und das die Mortalitätsrate bei ca. 0,27% liegt (Great Barrington Declaration).

Über Viren müssen wir jedoch nicht viel wissen, um davon ausgehen zu können, dass ein solches nicht einfach so verschwindet. Klar können wir unsere Grenzen schließen, Veranstaltungen untersagen und Menschen meiden. Am Anfang eines solchen Ausbruches ist das vielleicht sogar verständlich, um die Situation einschätzen zu können und um zu verhindern, dass unsere Gesundheitssysteme (weltweit) zusammenbrechen, wenn alle auf einmal infiziert werden würden. Nach einer gewissen Zeit, inzwischen beinahe ein Jahr, sollten wir aber langsam einen anderen Plan aufstellen, um uns zu schützen bzw. diejenigen zu schützen, für die das Virus tatsächlich gefährlich werden könnte, weil sie durch eine bestimmte Erkrankung zur Risikogruppe gehören. Vor allem dann, wenn der bisherige „Plan“ nicht wirklich funktioniert hat und die Massnahmen mehr Schaden anrichten, als die Ursache selbst!

Die Fallzahlen steigen, die Fallzahlen fallen. Klar, denn wenn wir unsere Grenzen schließen, nicht mehr rausgehen und den Kontakt zu anderen Menschen meiden, ist die Ansteckungsgefahr geringer. Auch für diese Erkenntnis muss man kein Experte sein. Dennoch stellen wir uns die Frage, auf welchen Zeitraum soll sich dieses Hin und Her noch ausweiten? Wann wird wieder insoweit Normalität eintreten, dass wir sagen können, „ok, das Virus ist da, aber wir haben gelernt, damit zu leben, ohne die gesamte Weltwirtschaft hoch- und wieder runterzufahren“? Ein Leben „nach dem Virus“ in diesem Sinne wird es also nicht geben, denn das Virus bleibt. Egal, ob wir Mundschutz tragen, unsere Grenzen schließen oder uns zu Hause einschließen. Diese „Pandemie“ ist also nichts, was wir abwarten können, sondern ein Umstand, mit dem wir lernen müssen zu leben. Allerdings ist es nicht die Pandemie an sich, mit der wir lernen müssen zu leben, sondern das Virus. Und mit Viren zu leben haben wir bisher doch ziemlich gut auf die Reihe bekommen. Hierzu haben wir übrigens auch einen interessanten Artikel verfasst, in dem Wolf Dieter Storl uns darüber aufklärt, warum Viren nicht unbedingt gleich „Feind“ bedeuten.

Und auf einmal gab es eine „neue Normalität“

Zuerst kam der Shutdown, dann die Ausgangsbeschränkung und auf einmal befanden wir uns in einer „neuen Normalität“ mit Mundschutzmasken, Angst vor dem Gegenüber und Diffamierung von Mitmenschen bei Nichteinhalten der Corona-Maßnahmen. Unsere Kinder wachsen in einer Welt auf, in der Fremde eine Gefahr sind und das Gesicht und somit auch die Mimik von Menschen in ihrer vollständigen Form nicht mehr wahrgenommen werden kann, da ein Großteil unserer für die Mimik wichtigen Gesichtszüge verdeckt ist.

Die Menschen werden von Angst und Vorsicht regiert und wir befinden uns in einer Welt der totalen Isolation. „Welcome to the super-safe-society“ einer Gesellschaft, die sich zwar neu definiert, ihre Freiheit jedoch gegen die Angst eintauschte. Die einzelnen Staaten schotten sich voneinander ab und jeder kocht sein eigenes Süppchen, während die Menschen aus den Städten aufs Land flüchten, um sich selbst zu versorgen. Kommunikation und soziale Kontakte gibt es nur noch zu den engsten Vertrauten und alles andere wird auf den digitalen Raum verlagert.

Und die Gesundheit? Ja, die ist nun ein noch höheres Gut als vor der Krise und wird daher auch streng kontrolliert und überwacht, während das freie Reisen vollständig wegfällt und nur noch unter Einhaltung strengster Auflagen möglich ist. Dieses Szenario wurde vom Zukunftsinstitut aufgestellt und ist in Anbetracht der aktuellen Situation gar nicht so unrealistisch…Dennoch liegt es wohl auch an uns, unsere Zukunft „nach Corona“ mitzugestalten. Denn die Art und Weise, wie ein jeder selbst mit der Situation umgeht, wird sich später auf unsere Zukunft auswirken. Auch die Spaltung der Gesellschaft, wie sie im Moment stattfindet, wird uns nicht weiterbringen. Im Gegenteil: Ein Problem führt zum nächsten, wenn wir nicht langsam beginnen, an einem Strang zu ziehen, anstatt uns gegenseitig zu bekriegen. Schließlich sitzen wir alle im selben Boot und eine Kette ist immer nur so stark wie ihr schwächstes Glied. Aus diesem Grund ist es insbesondere in Krisenzeiten wie dieser von enormer Wichtigkeit aufeinander zu- und einzugehen, um zu verhindern, dass einzelne Gruppen das gesamte Geflecht schwächen und angreifbar machen.

Wie wir uns wundern werden, wenn die Krise „vorbei” ist

Der Publizist und Trendforscher Matthias Horx hat eine andere, ganz besondere Theorie über „die Welt nach Corona“ aufgestellt. Sein gleichnamiger Blogartikel wurde ein Hit. Und das wahrscheinlich nicht zuletzt deswegen, weil er einer der wenigen Meinungsbildner ist, der den Ausgang der Pandemie optimistisch sieht. Und in Zeiten der Angst sind optimistische Beiträge genau das, was die Leute lesen wollen. In dem Blogartikel beschreibt Horx eine Welt, in der wir eher wieder mehr zueinanderfinden. Die Krise ist in einer Zeit ausgebrochen, wo es mehr um Leistung und Effizienz ging als um Empathie, Toleranz und Offenheit.

„Die Welt as we know it löst sich gerade auf“.

Schreibt Horx in seinem Blogartikel auf seiner Webseite. Wenn sich eine Türe schließt, öffnet sich allerdings immer auch eine neue. So laut Hoarx auch in unserer gesellschaftlichen Welt. Der Trendforscher geht davon aus, dass die sozialen Verzichte, welche wir dieses Jahr erleben mussten und auch das Vergnügen und die Freiheit, die zu kurz kamen, weniger zu Vereinsamung als zu mehr Offenheit führen werden. Nach der ersten Schockstarre, die viele von uns erlebt haben, ist es gut möglich, dass genau diese Personen ihre wieder gewonnene Freiheit und eventuell auch neue Möglichkeitsräume enthusiastischer nutzen als vorher.

„Wir werden durch Corona unsere gesamte Einstellung gegenüber dem Leben anpassen – im Sinne unserer Existenz als Lebewesen inmitten anderer Lebensformen.”

So Slavo Zizek im Höhepunkt der Coronakrise Mitte März.

Dieses Phänomen ist nicht mal ungewöhnlich oder neu. Nach einem langen, schweren Krankenhausaufenthalt beispielsweise, bei dem man eventuell sogar fast das Leben gelassen hätte, werden die wenigsten einer Depression oder in Angst verfallen. Nein, die meisten werden ihre zweite Chance noch bewusster und achtsamer nutzen, als sie es vielleicht vorher getan haben.

„Paradoxerweise erzeugte die körperliche Distanz, die der Virus erzwang, gleichzeitig neue Nähe. Wir haben Menschen kennengelernt, die wir sonst nie kennengelernt hätten. Wir haben alte Freunde wieder häufiger kontaktiert, Bindungen verstärkt, die lose und locker geworden waren. Familien, Nachbarn, Freunde sind näher gerückt und haben bisweilen sogar verborgene Konflikte gelöst.“

So Matthias Horx in seinem Blogartikel.

Auf der anderen Seite, das darf nicht verschwiegen werden, wurde durch die Politik gefördert, das Denunziantentum. Nachbarn zeigen sich an, wenn zum Geburtstag zu viel gefeiert wird, wenn die Maske nicht „vorschriftsmässig“ im Gesicht hängt, usw. . Die Chance ist aber gegeben, dass wir alle erkennen, dass nicht alles immer so ist, wie es scheint, wir dürfen lernen, selbst zu recherchieren, selber genau hinzuschauen, ob das, was uns erzählt wird, wirklich so ist. Wir müssen lernen, den Wahrheitsgehalt von Informationen, selbst zu prüfen. Das macht uns unabhängig und befreit uns von „Glaubenssätzen“, die gerade neu gebaut werden würden.

Wir können unsere „neue Welt“ so träumen und visualisieren, wie wir wir es wünschen!

Das ist die echte Chance, die uns Corona bietet......

Hierzu ein interessantes Gespräch mit Dieter Broers

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Quellen:

https://www.horx.com/48-die-welt-nach-corona/

https://www.malteser.de/aware/hilfreich/blick-in-die-zukunft-unser-leben-nach-corona.html

https://www.malteser.de/aware/hilfreich/blick-in-die-zukunft-unser-leben-nach-corona.html

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