Bereits über 200.000 Europäer sind dem Aufruf der österreichischen Umweltschutzorganisationen GLOBAL 2000 sowie
Arche Noah gefolgt, um sich gegen die neuen Restriktionen und „Geniestreiche“ der EU-Kommissare zu wehren! Doch auch die deutsche Onlinepetition von campact

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hat schon knapp 140.00 Unterzeichner mit sekündlich steigender Tendenz.

Es ist schon mehr als dreist, was EU-weit mit dem Titel „Saatgutverordnung 2013“ in eine Norm gepresst werden soll, und wie sehr dies in den ganz privaten Bereich hinein reichen und die Freiheit des kleinen Gärtners und Landwirts einschränken würde. Dann benötigt er nämlich eine aufwändige Zulassung für sein Saatgut  – und diese ist so gestrickt, dass er allein schon wegen der hohen Gebühren besondere oder längst vergessene Sorten niemals anpflanzen könnte.

Auch wenn für manchen Verbraucher Tomate gleich Tomate ist und allenfalls keine gentechnisch veränderte Variante gewünscht ist, weiß man landläufig noch sehr wenig über die unglaubliche Vielfalt unserer Kulturpflanzen. Von den Paradiesäpfeln kann man durchaus 200 verschiedene Sorten anbauen – und so soll es auch bleiben. Zumal diese „alten“ Pflanzen erstaunlich Gesundes an zahlreichen Inhaltsstoffen aufzuweisen haben und sich mit ihrer Widerstandskraft erstaunlich gut an Klima und Bodenbeschaffenheit anpassen können!

Immerhin hat laut Ausgabe des Handelblattes vom 24. April 2013 die deutsche Landwirtschaftsministerin, Ilse Aigner, ein klares Signal gesetzt: „Es darf nicht soweit kommen, dass Privatgärtner für ein paar Samenkörnchen eine amtliche Zulassung vorzulegen haben“, sagte Aigner dem Handelsblatt. „Kleine Züchter müssen von der Zulassungspflicht befreit werden.“

Und bei focus-online heisst es dann am 25.04.2013: „Die Pläne der EU-Kommission zur Neuregelung des europäischen Saatgut-Marktes sind laut Niedersachsens Agrarminister Christian Meyer vom Tisch.“

Ein Grund zum Aufatmen?

Nein – soweit kommt es noch, dass wir nun komplett abhängig von den großen Agrarkonzernen werden und unsere Ernährung als „Einheitsbrei“ serviert wird! Doch selbst wenn ausschließlich „große“ Landwirte auf diese Weise eingeschränkt mit Einheitssaatgut anbauen dürfen, verändert sich in jedem Fall das Bild in der Landschaft und auf unserem Teller.

Da kommt der neue Trend, sich selbst zu versorgen und mitten in der Stadt zu gärtnern gerade richtig! Wild, experimentierfreudig und kreativ und vor allem unabhängig und frei!

Hier kann man mit unterzeichnen!

Diese Institutionen übrigens unterstützen ebenfalls die Erhaltung des (gentechnikfreien) sortenreichen Saatguts:

www.avaaz.org (Monsansto versus Mutter Erde)
www.nutzpflanzenvielfalt.de
www.freie-saaten.org
www.saveourseeds.org

Der besondere Buchtipp:

buch_der_selbstversorgerISBN 9783833826573
Storl, Wolf-Dieter
Verlag Gräfe & Unzer

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