Derzeit findet noch bis zum 22. November 2013 in Warschau die 19. UN-Klimakonferenz statt. Ziel ist unter anderem die Fortsetzung der Verhandlungen zu einem Welt-Klimavertrag. In Anbetracht der katastrophalen Auswirkungen des verheerenden Taifuns

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auf den Philippinen besteht vielleicht die Hoffnung, dass sich die verantwortlichen Politiker ihrer gewichtigen Rolle und Position bewusst sind. Doch das ist ein äußerst kompliziertes Thema solange wirtschaftliche Interessen und die unterschiedlichen Bedürfnisse der einzelnen Mitgliedsländer auf keinen gemeinsamen „grünen“ Nenner zu bringen sind!

Eine kostengünstige, frei zugängliche, saubere, umweltschonende und nachhaltige Energiegewinnung ist wohl weiter ein Wunschtraum? Und ausreichend Energie auch für die Ärmsten der armen Länder weiter ein unbezahlbarer Luxus? Das Schließen der Atommeiler weltweit eine reine Hypothese?

Es gibt genug schlaue Köpfe und Wissenschaftler auf dieser Welt, die sich schon seit langem mit dieser Thematik befassen. Ein Forschungsbereich ist die so genannte „kalte Fusion“. In der Wikipedia heißt es dazu:

Als Kalte Fusion bezeichnet man Verfahren, die eine als Energiequelle nutzbare, kontrollierte Kernfusion von Wasserstoff-Isotopen herbeiführen sollen, ohne dass ein Plasma mit hoher Temperatur und Dichte hergestellt werden muss wie bei einem Kernfusionsreaktor oder bei der Trägheitsfusion. Ein häufig gebrauchtes Synonym für die kalte Fusion ist LENR (low energy nuclear reactions), also Kernreaktionen bei niedriger Energie.

Erste Überlegungen zur Fusion bei niedrigen Temperaturen gab es in den 1940er Jahren in der Sowjetunion (Myonen-katalysierte Fusion). Bekannt wurde der Begriff kalte Fusion (englisch cold fusion) durch ein 1989 von den Chemikern Stanley Pons und Martin Fleischmann vorgestelltes Experiment. Sie behaupteten, eine kalte Fusion auf elektrochemischem Weg an einer Palladium-Elektrode durchgeführt zu haben. Ihre Ergebnisse ließen sich jedoch nicht durch unabhängige Dritte bestätigen.

Es soll seit Anfang 2013 eine erste derartige „Fusions-Maschine“ in Betrieb sein: Der italienische Unternehmer Andrea Rossi hat zusammen mit Sergio Focardi unter dem Namen „E-Cat“ ein Gerät entwickelt, das eine exotherme Reaktion erzeugt, indem Nickel und Wasserstoff zu Kupfer verschmolzen wird (ohne Gamma-Strahlung zu erzeugen). Dadurch kommt ein Vielfaches der eingesetzten Energie heraus (zwischen dem 7- bis 30-Fachen). Das Europäische Patentamt hat allerdings diesem Gerät die Eigenschaft einer „Erfindung“ abgesprochen. Eine gründliche Untersuchung des Geräts scheint Rossi nicht zu genehmigen – vielleicht auch nur eine notwendige Schutzmaßnahme. Die großen Energiekonzerne müssen aber sowieso irgendwann ihre eigene Unternehmenspolitik umdenken...

Im Januar 2013 erteilte das Europäische Patentamt dem Erfinder und Biophysiker Francesco Piantelli ein Patent mit dem Patentanspruch auf ein „Verfahren zum Erzeugen von Energie durch Kernreaktionen zwischen Wasserstoff und einem Metall“, heißt es bei Wikipedia.

Wer nach dem Stichwort „E-Cat“ forscht, wird fündig: Es gibt tatsächlich eine deutsche und offizielle  „E-Cat-Webseite“, welches das Produkt in der 1 Megawatt-Version für Firmen zum Kauf anbietet – allerdings noch nicht für den Eigenheimbedarf.

Der Terminus „kalte Fusion“ ist ja  noch unter dieser Bezeichnung bekannt: „Low Energy Nuclear Reactions“ – abgekürzt LERN. Hierzu gab es in den USA Mitte 2013 eine Konferenz: Die 18. (!) International Conference on Cold Fusion (ICCF) in der „University of Missouri“. Dort waren 83 Vortragende aus 26 Ländern anwesend! Und zwar vor allem Chemiker, denn überraschenderweise scheint die Mainstream-Physik dem Thema gegenüber zum einen äußerst skeptisch zu sein noch entsprechende Forschungsmittel dafür freizustellen!

Diese Entwicklung steckt wahrlich noch in den Kinderschuhen und ist außerdem von viel Geheimnisgrämerei umgeben. Letztlich geht es dort genauso ums Geld, um Patentrechte, um den wissenschaftlichen Erfolg, die Anerkennung, um den Profit.

Aber es wäre ein genialer Durchbruch einer völlig neuen Technologie, die jegliche Diskussion um die krampfhafte Erhaltung der fossilen Energiegewinnung oder dem Ausbau der Atomenergie mit einem Wisch vom Konferenztisch schieben könnte. Dafür braucht es nicht nur Offenheit und Transparenz sondern vor allem den Willen der Politik, dafür den Weg frei zu machen.

 

Quellen:
www.wikipedia.de
www.heise.de
www.e-cat-deutschland.de

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