„Die Falle, in welcher sich die meisten Menschen befinden – Menschen, die nicht das erfahren, was sie auch wirklich erleben wollen – heißt: Die ‚Wenn-Dann-Falle’.“ Doch wie entgehe ich dieser „Wenn-Dann-Falle“? Bewusstseinsforscher Bruno Würtenberger gibt Antworten auf diese Frage.

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Buchtipp: Klartext! von Bruno Würtenberger
Weise, humorvoll, alltagstauglich und herrlich provokativ.

Es gibt nur die Frage nach dem „Wie“

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Klartext ist spirituelle Psychologie vom Feinsten.
Bruno Würtenberger

„Die Falle, in welcher sich die meisten Menschen befinden – Menschen, die nicht das erfahren, was sie auch wirklich erleben wollen – heißt: Die ‚Wenn-Dann-Falle’.“

Du hast eine Idee?! Schon taucht das erste Problem auf, ein Gedanke genauer, eine Frage taucht auf: Soll ich oder soll ich nicht? Grosses Problem! Vor allem, wenn man dazu neigt, alle Fragen beantwortet haben zu wollen. Schau, wenn Du eine Idee oder eine Vision entdeckst, dann ist es niemals die Frage ‚ob’ oder ‚ob nicht’, da gibt es nur die Frage: Wie?

Wer diese Falle erfolgreich überwunden hat, auf den wartet jetzt eine ganz besondere Aufgabe, nämlich: Wie entgehe ich der ‚Wenn-Dann-Falle’?

Es gibt zwei Möglichkeiten:

Das Wenn erfüllen

Dabei ist es gut zu wissen, dass ein ‚Wenn’ nie (sehr, sehr selten) alleine kommt. Wenn ich genug Geld habe, dann... Wenn ich wieder fit bin, dann... Wenn meine Kinder größer sind, dann... Wenn ich in Rente bin, dann... Wenn ich einen guten Platz für mein Hündchen gefunden habe, dann... Wenn ich es fühle, dass jetzt wirklich der richtige Zeitpunkt ist, dann... Wenn mein Ehemann/Ehefrau damit einverstanden ist, dann... Wenn ich Urlaub bekomme, dann... Wenn ich mehr Lohn bekomme, dann... Wenn das Haus fertig gebaut oder bezahlt ist, dann... Wenn mein Leben etwas ruhiger ist, dann... Wenn es nicht so teuer wäre, dann... Wenn es nicht so weit weg wäre, dann... Wenn er oder sie anders wäre, dann... Wenn dann nicht gerade dies oder jenes wäre, dann...

Unabhängiges Handeln

Diese Variante schlage ich vor. Einfach wahrnehmen, dass da ein Teil in mir ist, der nicht nach Möglichkeiten sondern, nach Gründen sucht und es trotzdem zu tun.

Es ist klar, dass das ‚Wenn-Dann-Prinzip’ nicht funktioniert. Denn wenn dies oder jenes dann wirklich geändert hat, dann steht schon das nächste Wenn-Dann vor der Türe. Es ist immer etwas! Es könnte immer noch irgend etwas besser sein und gemütlicher. Aber große Ideen wie ein glückliches, erfülltes und erfolgreiches Leben, werden nicht aus Gemütlichkeit geboren. Sie bedürfen auch eines kräftigen Treibstoffs. Und die Hindernisse sind dieser Treibstoff! Wenn wir erst dann mit unseren Träumen  starten, wenn alles in Ordnung ist, dann starten wir nie! Wer nie startet, der wird auch nie die Ziellinie überqueren. Wer gar nicht erst anfängt sondern nur darüber nachdenkt ob er anfangen sollte, der wird im besten Falle ein philosophisches Leben führen. Im schlechteren Fall wird er sein Leben völlig zerrissen und von Zweifeln überflutet als eine Art Lebenskampf verbringen.

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Wir haben uns beigebracht, immer in Problemform zu denken. Überall lauern schließlich Gefahren. Allerdings wird nicht gelehrt, dass die einzig wirkliche Gefahr in unserem Bewusstsein lauert! Es wäre also nicht verkehrt, unser Bewusstsein vom Opfer wieder zum Schöpfer zu verschieben. In Richtung Möglichkeiten für mich anstatt Begründungen gegen mich. Zu zweifeln ist nicht grundsätzlich ein Problem und nicht in jedem Falle gegen uns oder destruktiv. Das wirkliche Problem liegt darin, dem Zweifel und somit seiner Angst zu folgen.

Eine Idee, ein Wunsch oder eine Vision taucht nicht einfach im Bewusstsein auf, ohne auch die Möglichkeit zu deren Verwirklichung zu sehen. Da sollten wir viel mehr auf unser Bewusstsein vertrauen! Aber eben, man sieht nicht mit jeder Einstellung dasselbe! Sind wir negativ und mit mangelndem Selbstvertrauen, das ist Vertrauen in das Selbst, dann sind wir nicht in der Lage, die Möglichkeiten zu sehen. Wenn mein Bewusstsein problemorientiert ist, dann finde ich keine Lösungen sondern, immer mehr Probleme. Das ist nicht unwichtig zu wissen.

Die ‚Wenn-Dann-Falle’ führt aber in eine weitere Situation mit einer bestimmten Vorgehensweise. Einer Vorgehensweise welche uns nicht unbedingt sympathischer macht, nämlich: Dazu in allem was wir tun, einen persönlichen Vorteil zu verfolgen. Fortan wird durch diese Einstellung, von anderen profitieren zu wollen, unser gesamtes Leben gesteuert. Freiheit ist dann in weiter Ferne. Seine Ziele zu verwirklichen befindet sich dann in einem anderen Universum. Glücklich zu sein ist unerreichbar geworden und Freunde, echte Freunde kennt man bald nur noch vom Hörensagen. Daher entschloss ich mich, diesen Text zu verfassen. Die Tragweite einer solchen Falle ist unkalkulierbar groß! Sie wird uns entweder so sehr an der Oberfläche des Lebens halten, dass Frauentausch, Bachelor u. ä. Seifenopern (Soaps) auf ein beinahe universitäres Niveau angehoben wird oder, es motiviert uns, jetzt endlich mal Vollgas zu geben.

Frage Dich am besten gar nicht, ob auch Du in einer solchen Falle sitzt, gehe davon aus. Stelle besser mutig fest, dass Du Dich bereits darin befindest und steige aus! Achte darauf, was Deine Begründungen sind und erkenne, dass Du Dich gerade in der ‚Wenn-Dann-Falle’ befindest. Aber immerhin weißt Du es jetzt vielleicht? Du kanntest diesen Text vorher ja nicht. Und wenn Du zumindest aufmerksam gelesen hast, dann weißt Du, dass Du Dich gerade jetzt, möglicherweise an einer alles entscheidender Stelle Deines Lebens befindest.

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Sich zu sagen; ‚irgendwann werde ich es tun’, ist ein schlechter Trost! Es ist wie ein schleichendes Gift, welches ich dem kurzen Schmerz der Selbsterkenntnis vorziehe; nämlich, dass ich eigentlich genau weiß, dass ich es nie tun werde. Lieber kurz und schmerz- als lange und leidvoll.

Zuerst alles in Ordnung bringen zu wollen erschafft viel Stress. Und ohne dem nötigen Wissen und den notwendigen Fähigkeiten wird das ein hoffnungsloses Unterfangen. Eine ‚Mission impossible’ anstatt einer ‚Mission possible’, sozusagen. Es könnte alles so viel einfacher sein, wenn unser Vorgehen koordinierter wäre. Zudem muss man wissen, dass jenen, welchen es gelingt eine einigermaßen gute Ordnung in ihrem Leben herzustellen, so eine Art Glücklichsein zuteil wird, dass sie sich sagen, dass sie nichts bräuchten. Das wäre dann gleich auch die nächste Falle: Die ‚mir-geht’s-ja-gut-Falle’. Wenn wir nie etwas Wesentliches in unserem Leben tun, wenn es uns gut geht, was glaubst Du, was man sich dann für eine Zukunft erschafft? Darüber vielleicht ein anderes mal mehr.

Ich wünsche Dir in jedem Fall, dass alle Deine Wünsche in Erfüllung gehen und ich danke Dir für Deine Aufmerksamkeit und Lebenszeit. Schön, dass es Dich gibt! ☺

©Bruno Würtenberger

Weitere inspirierende Beiträge unseres Gastautors Bruno Würtenberger findest du in seinen Autorenblog.

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Über den Autor

Bruno Würtenberger

Bruno Würtenberger geb. 1960 in Zürich ist Bewusstseinsforscher mit Leib und Seele. Er lebt zurückgezogen im Zürcher-Oberland, hat einen Sohn und eine große Vision: Eine friedliche, glückliche und erfolgreiche Gemeinschaft aller Menschen, welche in Harmonie mit der Natur leben.

Er entwickelte das FreeSpirit®-Bewusstseinstraining, schrieb mehrere Bücher, darunter der Bestseller "Klartext – Lustvoll leben in echter Liebe zu sich selbst und anderen".

Bruno Würtenberger ist gefragter Dozent an in- und ausländischen Fachkongressen und besticht mit seiner humorvollen und charismatischen Art. So auch beim 5. Bleepkongress, an dem er als Referent zu Gast war.

Zudem gründete er das Kinderhilfswerk „FreeSpirit®-Compassion“, welches weltweit Kinder in Not unterstützt.

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