Armut und Hunger bekämpfen, die Zerstörung der Natur aufhalten, die Meeresbewohner schützen…du willst die Welt retten? Dann rette dich selbst…paradox? Nein gar nicht, denn...

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Die unendliche Geschichte Die unendliche Geschichte

Phantasien scheint verloren, als Bastian begreift, welche Rolle er in der unendlichen Geschichte spielen kann.
Michael Ende

„Traust du dich denn nicht, uns zu retten?!“ erklang eine engelsklare, hilfesuchende Stimme. „Ich wünschte ich könnte es!“ rief Bastian verzweifelt. „Warum tust du dann nicht, was du willst, Bastian?“ entgegnete die Kindliche Kaiserin voller Tränen. „Weil ich`s nicht kann. Ich soll mit meinen beiden Beinen fest auf der Erde stehen.“ schallte es wütend aus Bastian mit geballten Fäusten. Und die Kindliche Kaiserin flehte weiter mit letzter Kraft um seine Hilfe, während der Elfenbeinturm als letztes Überbleibsel von Phantásien über ihr in Stücke durch das Nichts zerbrach, dass Bastian doch seiner Bestimmung endlich nachkommen und seine Fähigkeiten einsetzen möge, da sonst alles verloren sei. Das ermutigte den kleinen Jungen nach all seinem zögerlichen Innehalten und ratlosem Zusehen gegenüber der Zerstörung Phantásien, die das Nichts mit sich brachte, so sehr, dass er all seinen Mut und sein Selbstvertrauen zusammen nahm und endlich zur Tat schritt. „Ok, ok. Ich tue es. Ich werde euch helfen. Ich werde tun, was ich will!“

„Die unendliche Geschichte“ ein Klassiker von Michael Ende erzählt vom traumhaft schönen Land Phantásien, dass durch das Nichts droht verschlungen zu werden und nur mit Hilfe eines kleinen Jungen bewahrt und errettet werden kann. Wie in vielen seiner wundervollen Geschichten, die sowohl von Kindern als auch von Erwachsenen gleichermaßen gern gelesen und gehört werden, gelingt es Michael Ende auch hier wieder eine gute Botschaft fürs Leben zu transportieren.

Der kleine Bastian wird regelmäßig von seinen Klassenkameraden schikaniert. Auf der Flucht vor ihnen rettet er sich eines Tages in ein Antiquariat, wo er einem alten Buchhändler begegnet, der ihn vor einem geheimnisvollen Buch warnt – „Die unendliche Geschichte“.

Ein kleiner Halbweise namens Bastian, voll mit Fantasie und Herz gefüllt und so mit reichlich Rüstzeug ausgestattet, um kreativ seine Umwelt zu gestalten und das Leben zu erfüllen, findet erst durch den drohenden Verlust der ihm lieb gewonnenen Traumwelt Phantásien, die, ohne dass er es bewusst wahrnahm, eng verknüpft mit seiner Realität ist, zu Selbstwertgefühl, Selbstvertrauen, eigener Stärke und seinen Fähigkeiten.

Momo Momo

Bastian gerät in eine abenteuerliche Reise durch Phantasiens Welt der Winzlinge, Rennschnecken, Felsenbeißer und Glücksdrachen, die vom Untergang bedroht ist und verzweifelt nach einem Retter sucht.
Michael Ende

Von seiner Umgebung, wie z.B. der Schule, den Schulkameraden und seinem alleinerziehenden, besorgten und teils überforderten Vater immer wieder dazu aufgefordert, seinen Fantasien und Träumereien nicht so hinterher zu hängen – ausgerechnet die Dinge, die Bastian so sehr Freude bereiten und seinen Fähigkeiten entsprechen – sondern „mit beiden Beinen fest auf dem Boden“ der Realität zu bleiben, um etwas ordentliches im Leben zu erreichen, wird Bastian wenig ermutigt und leider nicht unterstützt seinen wahrhaftigen und für ihn bestimmten Weg zu finden.

Doch genau diese Gegensätzlichkeit zu Bastian’s innerem Empfinden und Drängen gibt ihn Hinweise auf seine wahre Bestimmung. Nur wenn du herausfindest, wer du wirklich, wirklich bist, ganz gleich, was andere über dich besser zu wissen scheinen – wenn du deine Zwiebelschalen um dich herum abschälst, dadurch in deiner Wahrhaftigkeit anwesend bist und entdeckt hast, welche Fähigkeiten in dir wohnen, die du mit Freude als Beitrag der Gemeinschaft gibst, kannst du aus deiner vollen Kraft Schöpfer sein und dich und deine Umwelt in Fülle bringen. Dies erfordert Ehrlichkeit von dir selbst zu dir selbst. Sei ein Licht und mach dich anderen zu liebe nicht klein. Bleib in deiner vollen Größe ohne Überheblichkeit. So kannst du anderen eine Inspiration sein und ihnen dadurch helfen, dass auch sie in ihre eigene Kraft kommen und ihre Bestimmung finden. Dies lässt eine starke, nachhaltige und zukunftsträchtige Gemeinschaft entstehen. Auf diese Weise gelingt dir von dir selbst ausgehend, die Welt wie durch eine Kettenreaktion zu retten.

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Als die Not am größten ist, braucht es die Hilfe eines Menschenkindes - Momo.
Michael Ende

So wie es „Momo“– das elternlose, kleine Mädchen – im gleichnamigen Buch, ebenfalls von Michael Ende, tut. Vollkommen selbstbewusst und scheinbar den Erwachsenen mit ihrer Fähigkeit gut Zuhören zu können überlegen, schafft sie es damit dem Erzählenden die Möglichkeit zu geben, sich selbst zu reflektieren, dabei zu erkennen und das Problem zu lösen. Nahezu allein kämpft sie friedvoll, mit nichts als einer Blume in der Hand und der befreundeten Schildkröte Kassiopeia unter dem Arm, gegen das riesige Heer der „grauen Herren“ – und siegt auf wunderbare Weise.

Wer die Welt retten will, muss bei sich anfangen.

„Sei selbst die Veränderung, die du in der Welt sehen willst.“ (Mahatma Gandhi)

Es nützt der Welt nichts, sich täglich den schadhaften Nachrichten, die über das Übel in der Welt berichten, hinzugeben, darüber immer wieder zu klagen, was alles in der Welt nicht funktioniert und sich in diesem Schmerz und Leid immer wieder zu suhlen…um dann auf den nächsten Kanal zu wechseln und dem eigenen scheinbar davon abgetrennten Alltag weiter zu folgen. Genau so wenig nützt es der Welt, sich in Bereiche hinein zu begeben, egal ob beruflich oder privat, die dir nicht liegen, dir keinen Spaß machen, dir keinen zufriedenstellenden Mehrwert bringen und einfach nicht deinen Fähigkeiten entsprechen. Denn „beruflich“ leitet sich ab von dem Wort „Berufung“… etwas, wozu du dich berufen fühlst, etwas was dir tatsächlich entspricht – aus deinem Inneren kommend – nicht etwas, was du ohne Freude tust, einfach nur um Geld zu verdienen.

Als die Not am größten ist, braucht es die Hilfe eines Menschenkindes – „Momo“ von Michael Ende.

Die Welt braucht Menschen, die zu ihrer eigenen Stärke finden, die ihre Fähigkeiten erkennen und diese zum Wohle der Gemeinschaft einsetzen, um sich selbst darin Freude zu bereiten – indem ich tue, was mir Spaß macht und was ich gut kann, und dadurch andere anstoße, es ebenso zu tun. Nur so erfülle ich mich selbst mit Kraft. Widme dich den lichtvollen Dingen, dann wird auch die Welt lichtvoll sein. Lichtvoll ist, was dir Freude macht – denn das bringt dich und dein Herz zum Erstrahlen…und jeder wird dieses Licht, diese Freude in dir sehen und sich angeregt fühlen, es auch bei sich zu tun.

Möglicherweise können diese Fragen dir behilflich sein, herauszufinden, was deine Berufung ist:

  • Was hattest du für Kindheitsträume? Gab es da Berufswünsche? Vielleicht sogar solche, die nicht auf der herkömmlichen Berufsliste zu finden sind, und neu kreiert werden wollen?
  • Was machst du in deiner Freizeit am liebsten? Gibt es Hobbys und Interessen, denen du am liebsten nachgehst und wofür du so vieles stehen und liegen lässt?
  • Wenn Geld keine Rolle spielen würde, was würdest du tun?
  • Was macht dir am meisten Spaß?

Bei all dem ist wichtig, dass man nie eine Fähigkeit für zu unwichtig hält, nie sich selbst und einen Beruf als zu unbedeutend…egal ob Bäcker, Weltraumforscherin, Heiler, Obstverkäufer...wenn du dich wirklich erfüllt dabei fühlst, und es GENAU DAS ist, was du wirklich mit voller Überzeugung tun möchtest und es deinen Fähigkeiten entspricht – die du natürlich im Laufe der Zeit entwickelst und verstärkst – dann tu es.

Verwirkliche dich selbst, folge dir selbst, beobachte, fühle, finde heraus…finde deinen Weg und erfülle dich in deiner Berufung mit Freude…so wird alles andere seinen Weg finden und zu dir kommen. Die anderen Menschen werden es erkennen und ebenso Freude daran haben. So wirst du ein Licht sein, das helfen kann andere dunkle Gesichter, Gemüter und düstere Flecken auf der Erde zu erhellen. So wie Momo und Bastian.

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