Tag 4 – Schau deiner Angst ins Gesicht

Der psychische Angst-Zustand steht mit keiner echten, konkreten, unmittelbaren Gefahr in Zusammenhang. Er zeigt sich als Unbehagen, Sorge, Schrecken, Nervosität, Anspannung und Phobie. Begründet ist die Angst nicht durch etwas, was geschieht, sondern durch eine Vermutung, was geschehen könnte. Die aus Erfahrungen und Erlebnissen von einem selbst oder anderer aus der Vergangenheit herrühren. In diesem Zustand verweilst du mit deinen Gedanken in der Zukunft. Während du mit der augenblicklichen Gegenwart immer gut zurechtkommen kannst, ist es mit einer reinen Projektion meist etwas anderes – mit der Zukunfts-Projektion wirst du in dem Fall nicht fertig. Solange du dich also mit deinen Gedanken solcher Projektionen identifizierst, beherrscht das Ego dein Leben.

Es ist seinem Wesen nach lediglich ein Phantom, was trotz ausgeklügelter und phantasiereicher Abwehrmechanismen sehr unsicher und verletzlich ist. Dadurch fühlt es sich ständig bedroht, selbst wenn es nach außen vollkommen selbstsicher wirkt. Stetig bekommt der Körper vom Ego vermittelt: Gefahr im Verzug – ich werde bedroht! Welche Emotion löst diese Dauerbotschaft wohl aus? Angst, natürlich. Ursachen für Angst scheinen vielfältig zu sein: Angst vor Verletzungen, Verlusten, zu versagen. Auf eines führt dies immer wieder hinaus – es ist immer die Angst des Egos vor dem Tod, vor der Vernichtung. Selbst ein einfaches Bsp. wie das Bedürfnis im Zuge eines Streits Recht zu behalten, also die Verteidigung der Geisteshaltung, mit der du dich identifizierst, ist mit dieser Angst vor dem Tod begründet. Denn das Selbstwertgefühl erleidet einen vernichtenden Schlag, wenn du feststellst, dass du im Unrecht bist.

In diesem Fall jedoch kannst du deutlich und klar sagen, was in dir vorgeht. Ohne dabei aggressiv zu werden oder eine Abwehrhaltung einzunehmen. Denn dein Selbstwertgefühl entspringt nun einer tieferen Wahrheit in deinem Inneren. Achte also auf jede Form von Abwehrhaltung. Frage dich: Was verteidige ich eigentlich? Je mehr du dich mit deinem Denken identifizierst, desto mehr leidest du. Je besser es dir gelingt das JETZT anzunehmen und es zu würdigen, umso weniger wirst du Schmerz und Leid erfahren. Um so freier bist du von deinem Ego-Denken.

Auf der nächsten Seite findest du „Tag 5 – Die Illusion von Zeit“...

Teile den Bericht, wenn er Dir gefallen hat.

Auf Facebook teilen Twitter Jetzt abonnieren 
Das hilft diese Themen zu verbreiten. Vielleicht bist Du das  "Zünglein an der Waage"

Kommentare