Jetzt, wo bei uns im schönen Deutschland langsam wieder die Temperaturen fallen und die infektiösen Krankheiten vermehrt auftreten bzw. wir anfälliger für solche sind, denken viele, es wäre das Richtige, so wenig wie möglich rauszugehen. Ist ja auch ganz einfach; wer weniger rausgeht, trifft weniger Leute, wodurch die Gefahr, sich anzustecken, sinkt. Dieser Gedanke stimmt aber leider nicht ganz und wurde – wie so oft – auch nicht zu Ende gedacht. Denn dass dadurch auch unser Immunsystem schwächer und anfälliger wird, bedenken die meisten nicht.

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Frische Luft für ein starkes Immunsystem

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Artikel darüber, wie wichtig es ist, sein Immunsystem zu stärken, um Krankheiten einfacher wegzustecken bzw. gar nicht erst zu bekommen, sehen wir mittlerweile wie Sand am Meer. Vor allem, wenn wir auf die kälteren Monate zusteuern. Dazu kommen zahlreiche Unternehmen, die uns vermitteln, dass genau ihr Produkt der 6er im Lotto ist, wenn man seine Abwehrkräfte stärken will. Nahrungsergänzungsmittel brauchen wir aber gar nicht, um unser Immunsystem auf Vordermann zu bringen. 20-30 Minuten an der frischen Luft täglich könnten völlig ausreichen. Ein Spaziergang im Wald, und schon sieht die Welt wieder ein bisschen anders aus.

Der absolut falsche Weg ist es, sich zu Hause einzusperren, damit die Gefahr infiziert zu werden, sinkt. Natürlich kann diese Aussage nicht verallgemeinert werden. Wir reden hier aber von Menschen, die grundsätzlich gesund sind und weder ein Risiko für sich selbst noch für andere darstellen. Mangelnde Sozialkontakte, Angst, zu wenig Schlaf, keine Bewegung und eine mangelnde Frischluftzufuhr sorgen auf lange Sicht dafür, dass unser Immunsystem in sich zusammenfällt und nicht mehr so arbeitet, wie es arbeiten soll.

Auch Ermüdungserscheinungen, Kopfschmerzen und träge Augen werden oft einem Sauerstoffmangel in geschlossenen Räumen zugeschrieben. Wenn wir es aber genau nehmen wollen, ist es in erster Linie nicht der fehlende Sauerstoff, der uns lahmlegt, sondern vor allem der erhöhte Anteil an Kohlendioxid (CO2). Und dieser macht uns bereits ab einer geringen Menge Müde, er gilt als Abfallprodukt unserer Atmung.

Was passiert, wenn wir unseren Körper einer höheren Kohlendioxidkonzentration aussetzen?

Unser Organismus benötigt Sauerstoff, um aus Kohlenhydraten, Proteinen und Fetten Energie zu gewinnen. Sinkt der Sauerstoffgehalt in der Luft muss unser Körper mehr Energie aufwenden, um die volle Leistung zu erbringen, die benötigt wird. Die Folgen: Müdigkeit, Trägheit, Kopfschmerzen und eine Schwächung des Immunsystems. Das wichtigste insbesondere auch in den kalten Monaten, in denen wir eigentlich lieber drinnen im warmen vorm Kamin sitzen, ist also rausgehen und bewegen. Diesbezüglich spielt es auch keine Rolle, ob wir uns unsere Sauerstoffdusche nun bei schönem oder schlechtem Wetter gönnen. Die frische Luft fördert die Durchblutung und pusht somit unser Immunsystem.

Der Zustand unseres Immunsystems beeinflusst den Verlauf einer Covid-19 Erkrankung

Wir können es ja langsam selbst nicht mehr hören… Dennoch wollen wir euch eines der neuesten Forschungsergebnisse bezüglich Corona vom September 2020 nicht vorenthalten. Was Wolf Dieter Storl zum Beispiel bereits seit Jahren kundgibt, will ein Forschungsteam um den Mathematiker Professor Roland Eils vom Berlin Institute of Health nun bestätigen. Die stärkste Waffe gegen Viren ist das körpereigene Abwehrsystem. Das Forschungsteam möchte im Zuge dessen anhand aufwendiger bioinformatischer Analysen die Rolle des Immunsystems untersuchen.

Die Wissenschaftler sind sich einig, dass beim Großteil der mit dem neuen Corona-Virus infizierten Personen, die Krankheit nicht viel schlimmer als eine herkömmliche Erkältung verläuft, wenn überhaupt Symptome wahrgenommen werden. Bei einem kleineren Anteil dieser Personen (etwa 15 %) verläuft die Erkrankung allerdings dramatisch, wodurch es zu lebensbedrohlichen Situationen kommen kann. Was genau diese beiden Gruppen voneinander unterscheidet und welche Rolle unser Immunsystem dabei spielt, wollen die Forscher vom Berlin Institute of Health nun herausfinden. Unterstützt werden die Wissenschaftler dabei vom Bundesforschungsministerium im Rahmen des Deutschen Netzwerks für Bioinformatik de.NBI.

„Wir haben frühzeitig vermutet, dass das Immunsystem der Infizierten über den Verlauf der Krankheit entscheidet,“

so Roland Eils. Um dieser Vermutung allerdings genauer auf den Grund zu gehen, setzten die Wissenschaftler auf sogenannte Einzelzellanalysen, da wichtig ist, zu beachten, dass nicht nur jeder Mensch verschieden ist, sondern auch jede einzelne Zelle. Somit reagiert jeder Organismus, aber auch jede einzelne Zelle unterschiedlich auf eine Infektion.

Wie die Zellen auf eine Infektion ansprechen, untersuchen die Forscher, indem sie sich die Regulation der einzelnen Gene genauer ansehen. Die Genregulation ist dafür da, dass Zellen auf äußere Einflüsse reagieren können. Vereinzelte Zellen können somit zum Beispiel einzelne Gene besser ablesen und somit eine entsprechende Anzahl an Rezeptoren für die Interaktion mit den Zellen bilden. Für die Forschung sind diese Untersuchungen extrem aufwendig, da aus den Nasen-Rachen-Abstrichen der Testpersonen zunächst Tausende Zellen isoliert werden müssen, um für jede Einzelne dieser Zellen im Anschluss die Aktivität Tausender Gene zu bestimmen.

ACE-2-Rezeptor nur in einem Bruchteil unserer Zellen vorhanden

Weithin bekannt ist mittlerweile, dass das SARS-CoV-2 Virus über die sogenannten ACE-2-Rezeptoren in unseren Organismus gelangt, um die Zellen der Nasen- und Rachenschleimhaut zu infizieren. Laut Eils kommen diese Rezeptoren allerdings nur in einem Bruchteil unserer Zellen vor. Wunderlich ist daher, wie das Virus sich so erfolgreich ausbreiten kann, wenn es doch zunächst nur einen Bruchteil an Zellen befallen kann.

Die Erklärung ist folgende: Nach dem Eintritt des Virus in die Zellen rufen diese das körpereigene Abwehrsystem zu Hilfe. Daraufhin schütten unsere Immunzellen einen bestimmten Faktor des sogenannten Interferon Gamma aus. Dieses ist auf der einen Seite verantwortlich, das Immunsystem zu verstärken, auf der anderen Seite führt dieser Faktor allerdings auch dazu, dass die Gewebezellen vermehrt den ACE-2-Rezeptor bilden.

 
 

„Das Immunsystem geht hier eine unheilvolle Allianz mit dem Virus ein“

Sagt Roland Eils. Untersuchungen haben letztendlich ergeben, dass der ACE-2-Rezeptor bei erkrankten Personen zwei bis dreimal häufiger vorkommt als bei gesunden Personen. Somit gibt es viel mehr Eingänge für das Virus, wodurch die Viren im weiteren Verlauf mehr Zellen infizieren können.

 

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 Quellen:

https://www.bmbf.de/de/gefaehrliche-doppelrolle-des-immunsystems-12604.html

https://www.visana.ch/de/blog/2018/frische-luft

https://www.t-online.de/gesundheit/krankheiten-symptome/id_87588542/coronavirus-so-bleiben-sie-moeglichst-gesund-und-abwehrstark.html

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