1905 wurde Albert Einstein, Prüfer beim Berner Patentamt, zum Revolutionär der Physik. Er stellte seine berühmte Gleichung E=mc² auf, nach der Masse in Energie umgewandelt werden kann. Verblüffend und vor allem gewinnträchtig.

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Radikal neues Konzept von Raum und Zeit

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Die geheimnisvolle Ordnung hinter den Dingen
Frank Höfer

Ein Kilo Wasser oder Stein würde ausreichen, um einen Ozeandampfer 75 Jahre lang nonstop mit voller Kraft fahren zu lassen. Im selben „Wunderjahr“ 1905 entwickelte Einstein ein radikal neues Konzept von Raum und Zeit, wies die Existenz der Atome nach und gab den Anstoß zur Quantenmechanik.

Heute erscheint diese ungeheure Leistung eines Einzelnen, noch dazu eines jungen Außenseiters, der keinerlei Kontakt zu den großen Physikern seiner Zeit hatte, geradezu übermenschlich. „Er scheint einen direkten Draht zum Herrgott gehabt zu haben“ meinte der Physiker Jeremy Bernstein. Kein anderer Wissenschaftler des 20. Jahrhunderts wurde so verehrt und so sehr zur „Pop-Ikone“ wie Einstein. Er selbst beklagte schon 1920: „Mit mir hat man einen Kultus betrieben, dass ich mir vorkomme wie ein Götzenbild.“ Zu den vielen Ehrendoktortiteln, die ihm fast aufgedrängt wurden, meinte er nur: „Der Teufel scheißt stets auf den größten Haufen.“

Wer war Einstein?

Biografen, Historiker, Psychologen, Gehirnforscher und Physiker haben versucht, das Geheimnis hinter Einsteins Genie zu lüften.

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Das konservierte Gehirn geistert seit 50 Jahren scheibchenweise durch die Labors. Es wurde zu einer Reliquie, doch wissenschaftlich Bedeutsames haben die Untersuchungen nicht ergeben.

Peter Galison von der Harvard University sieht die Lösung der Frage in einem technischen Problem: 1905 gab es noch keine gleichgestellten Uhren. Jede Bahnhofsuhr zeigte eine andere Zeit an.

Einstein prüfte sicher etliche Patente, die sich mit diesem Problem befassten. Das inspirierte ihn zur Kernfrage in seiner Relativitätstheorie: Was ist Gleichzeitigkeit? Er fand heraus, dass sich die Zeit mit der Geschwindigkeit ändert. Ein Astronaut, der mit nahezu Lichtgeschwindigkeit reiste und wieder auf die Erde zurückkehrte, würde sich wundern. Was für ihn eine Woche dauerte, könnten auf der Erde Jahrhunderte gewesen sein. Guter Science-Fiction-Stoff.

Manche bestreiten auch einfach, dass es sich bei Einsteins Entdeckungen um Geniestreiche handele. Er habe nur aufgegriffen, was bereits an Erkenntnissen vorhanden war. Tatsächlich waren der niederländische Physiker H. A. Lorentz und der französische Mathematiker Henri Poincaré schon dicht an der Relativitätstheorie dran gewesen. Einstein kannte deren Werke. Er habe, so der Berliner Historiker Renn, reife Früchte gepflückt.

Einstein sei stets Kind geblieben, erklärt wiederum Harvard-Forscher Howard Gardner das „Wunder von Bern“ (Der Spiegel). Und Einstein gibt ihm Recht:

„Der Erwachsene denkt nicht über die Raum-Zeit-Probleme nach. Ich dagegen habe mich so langsam entwickelt, dass ich erst anfing, mich über Raum und Zeit zu wundern, als ich erwachsen war.“

Das Unsichtbare sehen

Ein buddhistischer Gelehrter würde wohl zusammenfassend sagen, dass jedes Ereignis in jedem Moment durch unzählige Faktoren bedingt ist und so auch Einsteins Entdeckungen. Ich möchte hier dennoch einen Aspekt, einen Wesenszug Einsteins beleuchten, der uns allen als Vorbild dienen kann.

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Fragen wir uns doch einmal ganz naiv:

Was ist Raum? Wir können uns in ihm bewegen und weit entfernte Sterne sehen.

Was ist Zeit? Wir können sie ticken hören. Sie läuft ab, bis...

Was ist Materie? Wir können Dinge sehen, anfassen, formen oder kaputtmachen.

Aber ist das die Wirklichkeit? Haben wir damit schon das Wesen von Raum, Zeit oder Materie erfasst? Wir beschreiben, was wir mit den Sinnen erleben. Aber gibt es vielleicht – gleichsam dahinter – noch etwas „Unsichtbares“, etwas, das uns stets zu entgehen scheint, obwohl wir es eigentlich schon wissen?

Einstein schwärmte von einem

„herrlichen Gefühl, die Einheitlichkeit eines Komplexes von Erscheinungen zu erkennen, die der direkten sinnlichen Wahrnehmung als ganz getrennte Dinge erscheinen.“

Was wir sehen, hören und fühlen, ist nicht so wirklich, wie wir glauben. Was ist das Eine in allem? Diese Frage, dieses Hinspüren zur Einheit wird in der spirituellen Tradition als Merkmal eines Mystikers gewertet.

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In Einstein verbanden sich kindliche Naivität, Intuition, Forscherdrang und ein durchaus trotziges Selbstbewusstsein mit der Fachbegabung für Physik und Mathematik. Wir brauchen nur die Fachbegabung wegzunehmen und kommen auf ein Erfolgsrezept zur Entwicklung unseres „eigenen“ Potenzials. Am besten streichen wir das „eigen“ auch weg. Einstein war sich bewusst, dass er nicht als Person (Ego) erkannt und gewirkt hat: Er sah seine Forschung als das „unpersönliche Produkt einer Generation“. Doch er wagte in Frage zu stellen, was alle Vorgänger für selbstverständlich hielten. Er hasste „Autoritätsduselei“, konnte auf Anerkennung und Bestätigung von außen verzichten, ja, er liebte die „köstliche Einsamkeit“.

Womöglich sind es eben solche Eigenschaften, die das Kind in dem berühmten Märchen von Hans Christian Andersen sagen lassen: „Der Kaiser ist ja nackt!“ Das Kind durchschaut die „unsichtbaren Kleider“. Alle Gedanken sind unsichtbar. Eine andere Art von Unsichtbarkeit umhüllt die Atome und kleinsten Teilchen. Wieder eine andere die Welt der Töne. Und letztlich: Der Beobachter, das Auge Gottes, das, was alles wahrnimmt, ist absolut unsichtbar.

Einsteins Lebenslauf

14. 3. 1879 geboren in Ulm

1896 Beginn des Studiums in Zürich

1902 Geburt von Tochter Lieserl, Anstellung am Patentamt in Bern

1903 Hochzeit mit Mileva

1905 Das „Wunderjahr“ mit fünf epochalen Veröffentlichungen

1909 Professor in Zürich

1914 Antrittsrede an der Königlich Preußischen Akademie der Wissenschaften, Berlin,

1921 Nobelpreis für Physik

1933 Emigration in die USA

18. 4. 1955 gestorben in Princeton, USA

Autor: Christian Salvesen

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