Ein nächster großer Schritt für den Tierschutz: Sämtliche Pelzfarmen in Tschechien müssen bis 2019 schließen. So der jüngste Gesetzesbeschluß des hiesigen Senats. Wie sieht es damit in Deutschland und anderen Ländern aus?

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83 % der Bevölkerung stimmten zu

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Nina Messinger

Mit der Zustimmung des Senats am 01.08.2017 und der Unterzeichnung des Gesetzes durch den tschechischen Präsidenten sind sämtliche Pelzfarmen in Tschechien verpflichtet bis 2019 zu schliessen. Zu verdanken ist dies der Kampagne der Tierschutzorganisation Animal Defenders (OBRAZ), die den Anstoß dazu gab, nachdem sich bei einer Volksbefragung 83 % der Bevölkerung dafür ausgesprochen haben.

Jährlich werden auf den neun bekannten Pelzfarmen mehr als 20.000 Füchse, Nerze und Marderhunde auf grausame Weise hingerichtet. Bis zur Schließung ist es immer noch erlaubt die Tiere weiterhin in engen Käfigen zu halten und brutal zu töten – Füchse beispielsweise in Form von analen und genitalen Elektroschocks. Eine grausame Methode der Pelzfarmer, um Beschädigungen des Fells zu verhindern.

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Pelzbranche in großen Teilen Europas auf dem Rückzug

„Immer mehr Regierungen erkennen, dass die Pelztierzucht moralisch nicht zu rechtfertigen ist“,

sagt Frank Schmidt, Fachreferent für Tiere in der Bekleidungsindustrie von Deutschlands größter Tierrechtsorganisation – Peta. Zuvor wurden bereits in anderen Ländern Pelzverbote beschlossen, u.a. in Österreich, den Niederlanden, Slowenien und Kroatien, Mazedonien, Japan, Großbritannien und in der Schweiz.

Zur kompletten Einstellung der Pelzproduktion sind nationale Verbote ein Beginn. Denn solange die Nachfrage nach Pelzprodukten besteht, stillen diverse Länder dieses fragwürdige Verlangen.

Pelzzucht in Deutschland weiter erlaubt

Pelzzucht und -produktion sind auch weiterhin in Deutschland erlaubt. Ein indirekt vorgeschlagenes Verbot durch den Bundestag dieses Jahres soll dies ändern. Durch strengere Haltungsbedingungen mit Zusatzkosten für Kletteranlagen, Schwimmbecken und größere Käfige könnte es möglich sein damit die Pelzzucht unprofitabel zu machen. Sodass Pelz-Unternehmen von alleine schließen.

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Alternative Kunstpelz?

Kunstpelz ist keine wirkliche Alternative.

„Jacken mit Echtpelz vom Marderhund werden in Läden oft schon für 40 bis 50 Euro angeboten. Bei dem Preis erwartet niemand echtes Fell. Für Verbraucher ist der Unterschied zum Kunstpelz oft nicht ersichtlich.“

schildert Peta-Referent Frank Schmidt. Gehäuft tauchen Berichte darüber auf, dass echter Pelz als Kunstpelz in Läden verkauft wird.


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Quellen:

http://www.bento.de/nachhaltigkeit/pelzverbot-in-tschechien-bis-2019-muessen-alle-pelzfarmen-im-land-schliessen-1530985/

https://www.woman.at/a/pelzverbot-tschechien

https://www.tierimrecht.org/de/news/newsmeldungen-2017/2017-08-14-tir-erfreut-tschechien-verbietet-pelzfarmen/

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