Statistiken belegen, dass mittlerweile jeder zweite Patient Hilfe in alternativen medizinischen Konzepten sucht. Dem wird jetzt in der Universitätsklinik Hamburg Rechnung getragen. Die Schulmedizin soll um 

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eine neue Dimension ergänzt werden. Sie gilt nicht mehr als die einzige Wahrheit, die Mediziner öffnen sich jetzt auch alternativen Methoden: Das erste „Zentrum für Traditionelle Chinesische Medizin“ (TCM) wurde eröffnet.

Mit dem „HanseMerkur Zentrum für Traditionelle Chinesische Medizin“ am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf wurde die bundesweit erste wissenschaftliche Einrichtung geschaffen, die sich ausschließlich auf die immer stärker nachgefragte Heilkunst aus dem Reich der Mitte konzentriert. Forschung, Lehre und Therapie sind unter einem Dach vereint. In der Labor-, klinischen und Versorgungsforschung wird durch Verfahren der Systembiologie und der Informatik der Anschluss an die Naturwissenschaften sichergestellt. Das TCM-Zentrum besteht aus einer gemeinnützigen Forschungs-GmbH und einer selbstständigen Behandlungspraxis.

Gesellschafter der gemeinnützigen Forschungseinrichtung sind die HanseMerkur Versicherungsgruppe (52 Prozent), das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (24 Prozent) und die Freie und Hansestadt Hamburg (24 Prozent). Fritz Horst Melsheimer, Vorstandsvorsitzender der HanseMerkur, erklärte zum Engagement seines Unternehmens: „Als innovativer privater Krankenversicherer bieten wir bereits seit 1992 marktführende Tarife im Rahmen der Erstattung von Komplementärmedizin an. Dazu zählen auch alle Therapieverfahren der Traditionellen Chinesischen Medizin. Wir erwarten, dass die wissenschaftliche Untersuchung dieser fernöstlichen Heilkunst dazu beitragen wird, transparente Qualitätsstandards für die TCM in Deutschland zu definieren.“ Patienten können dann neben hochwertigen schulmedizinischen auch Zugang zu optimalen und damit effizienten naturheilkundlichen Leistungen erhalten.

TCM im Spiegel der Wissenschaft

Die Gesellschafter erwarten von der gemeinsamen Einrichtung, dass hier Nachweise der Wirksamkeit der Traditionellen Chinesischen Medizin durch klinische und Laborforschung erbracht werden. Die Laborforschung wird etwa neurobiologische Mechanismen der Akupunktur sowie Wirkungen von Kräutern auf das Nervensystem, die Immunologie und das Hormonsystem testen. Die ganzheitliche Wirkung der TCM-Behandlungen wird zudem mit physikalischen Methoden der Gas-, Flüssig- und Massenspektrometrie untersucht. Dazu fließen Verfahren der Systembiologie ein. Zur Auswertung der Daten kommt Bioinformatik zum Einsatz.

Dank der langjährigen Verbindungen zwischen Hamburg und China wurde eine enge Zusammenarbeit zur Stärkung der Kooperation in Wissenschaft und Lehre mit der TCM- und der Fudan University in der Partnerstadt Shanghai vereinbart. Auch Forschungskooperationen mit dem UKE, der Johannes Gutenberg Universität Mainz und der niederländischen Forschungseinrichtung TNO in Utrecht wurden verabredet.

Geschäftsführer des HanseMerkur Zentrums für Traditionelle Chinesische Medizin am Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf, in dem deutsche und chinesische Mediziner arbeiten werden, sind der frühere Hamburger Wissenschaftsstaatsrat Dr. Roland Salchow und der Arzt Dr. Sven Schröder. Der Neurologe und langjährige TCM-Mediziner leitet im Zentrum auch eine selbstständige privatärztliche Praxis für chinesische Medizin und freut sich auf die wissenschaftlichen Erkenntnisse: „Die positiven Wirkungen aller chinesischen Behandlungsmethoden sehe ich täglich in der Praxis. Jetzt besteht die Möglichkeit, den Erfolg auch durch Forschung zu belegen“.

 

Mehr Informationen:

HanseMerkurZentrum für Traditionelle Chinesische Medizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
www.tcm-am-uke.de

 

Quelle: www.humannews.de

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