Ein Vortrag von Prof. Götz W. Werner in dem er uns an seiner Vision des bedingungslosen Grundeinkommens teilhaben lässt – beeindruckend und informativ.

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Die Freiheit des Einzelnen durch ein bedingungsloses Grundeinkommen

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Das Grundeinkommen kommt erst, wenn es reif ist

Das bedingungslose Grundeinkommen ist eine Idee, kein Modell. Das heißt, alle können einsteigen. Es entwickelt sich weiter mit der Auseinandersetzung und nimmt dabei mit, was sich für ein Grundeinkommen entwickeln muss. Es kommt nicht, bevor es nicht reif ist. Reif wird es im Umgang mit der Idee. Wie es ausgeformt wird, welche Regeln, wie es zu finanzieren ist und dann wirklich sein wird, das ist eine Sache des gemeinsamen Weiterdenkens und Hinschauens. Fragen sind das Medium des Grundeinkommens. Es kommt nicht erst, wenn Geld fließt. Der Weg zum Grundeinkommen ist ein Entwicklungsweg und die Diskussion darum bereits Veränderung und ein Kulturimpuls. Was man vielleicht voraussetzt, was alles anders sein müsste, bevor ein bedingungsloses Grundeinkommen kommen kann, das eben kommt in Bewegung und entsteht mit dem Weiterdenken. Vor allem zeigt sich vieles als längst vorhanden, nur als noch nicht gesehen.

«Was man sich nicht vorstellen kann, das kann man auch nicht wollen. ... Wer will, findet Wege, wer nicht will, findet Gründe.» (Götz W. Werner)

Einkommen ist ein Bürgerrecht

Grundsätzlich ist das bedingungslose Grundeinkommen ein wirtschaftliches Bürgerrecht. Es sichert das Leben auf einem bescheidenen aber tragfähigen Niveau. Es macht die dafür nötige Einkommenshöhe bedingungslos. In einer Gesellschaft, in der die wenigsten Menschen sich selbst versorgen können und alles Lebensnotwendige nur mit Geld zu beziehen ist, da ist das Recht auf Leben gleichbedeutend mit einem Recht auf Einkommen. Dann ist ein freies Bürgereinkommen gleichbedeutend mit dem demokratischen Grundrecht auf Teilnahme an der Gesellschaft.

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Das Grundeinkommen rückt den Sinn der Arbeit in den Vordergrund

Möglich wird das Grundeinkommen durch die steigende Produktivität bei sinkendem menschlichen Arbeitseinsatz. Darum ist das Grundeinkommen auch nötig. Denn die Versorgung der Menschen mit Einkommen kann nicht mehrallein durch Erwerbseinkommen und durch von ihr abgeleitete Sozialleistungen bewältigt werden. Wir bewegen uns in eine neue Zeit. Viele Aufgaben werden nicht ergriffen, weil ihnen kein Erwerbseinkommen winkt. Viel aktueller Bedarf bleibt unbefriedigt. Zeit für Menschen. Der prinzipielle Vorrang des Erwerbseinkommens lähmt die bedarfsgerechte Vielfalt der Arbeit und den Ideenreichtum, beschränkt Initative und untergräbt Selbstverantwortung. Das hemmt die Entwicklung. Eine Trennung von Arbeit und Grundeinkommen rückt den Sinn der Arbeit in den Vordergrund.

Mit dem bedingungslosen Grundeinkommen wird die Gesellschaft:
sozialer – freiheitlicher – wirtschaftlicher – familienfreundlicher – ökologischer – sinnorientierter – angstfreier – krisenfähiger – bewusster – zukunftsfähiger und spannender.

Und auch das Unternehmertum wird sich durch das bedingslose Grundeinkommen zwangsläufig verändern dürfen.

 Menschen führen heißt Bewusstsein führen

„Menschenliebe und Weltinteresse“ sind Voraussetzungen für das Unternehmersein“, so Götz Werner und er lebt es als Geschäftsführer der DM-Kette vor. Menschen führen bedeutet für ihn Bewusstsein führen. Damit meint er nicht, dass er selbstherrlich das Bewusstsein anderer führt, sondern das Führung bei Menschen nur auf das Selbstführen des anderen ausgerichtet sein kann.

Führung ist dann legitim, wenn sie dazu führt, dass der, der geführt wird, sich selbst führen kann. Jeder Führungsansatz, der nicht zum Ziel hat, dass der andere sich selbst führen kann, ist in Wirklichkeit Manipulation oder Machtausübung. Der unantastbare Freiheitspunkt des Menschen, nur dem dient alle Führung. Und von dem geht bei jedem Einzelnen seine Selbstführung aus. Vom eigenen Begreifen. „Kommuniziere ich mit dem anderen, um ihn überzeugen zu wollen? Dann habe ich die Tendenz, einen Druck aufzubauen, einen Überzeugungsdruck. Oder kommuniziere ich mit dem anderen so, dass ein Sog entsteht, und dass er sich dadurch ermuntert fühlt, mit seinem Denken einzusteigen? Dann kommt er zur eigenen Erkenntnis.“ Und kann sich begeistern.

Die Freiheit des Einzelnen

Welche neuen Dimensionen ließen sich durch das bedingungslose Grundeinkommen für eine Gesellschaft ableiten?
Götz Werner ist überzeugt, dass die Menschen mit der gewonnenen  Freiheit Entscheidungen treffen werden, an denen wirklich ihr Herz hängt, wodurch sich das Bewusstsein der Menschen und damit der Gesellschaft ändern und harmonisieren wird.

„Der Mensch ist noch sehr wenig, wenn er warm wohnt und sich satt gegessen hat, aber er muss warm wohnen und satt zu essen haben, wenn sich die bessre Natur in ihm regen soll.“ Friedrich Schiller

Weitere Beiträge zum Thema:

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Quelle:

http://www.unternimm-die-zukunft.de/de/

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