Wussten Sie, dass es in Europa eine ebenso lange Tradition alten Wissens über die Energien der Erde gibt, wie das Feng Shui, das aus dem fernen China zu uns gekommen ist? Geomantie ist die Kunst,  Lebensräume

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nach den Bedürfnissen der menschlichen Seele im Einklang mit der Ortskraft zu gestalten. Stefan Brönnle zeigt, wie es funktioniert.

Das Wort setzt sich aus “Geo” = Erde und “Mantik” = Interpretationskunst zusammen. Durch die Mantiken (aus griech. mantheia = Wahrsagung) versucht der Mensch auf verschiedenste Art (heute z.B. durch physikalische Messungen, Radiästhesie, Form- und Symbolinterpretation und innerer Wahrnehmung) das innere Wesen eines Raumes, eines Ortes, ja der Erde selbst zu erfahren.

Salopp könnte man die Geomantie mit „Erdwahrsagung“ übersetzen. Doch es ist viel mehr. Es ist eine Sprache oder vielmehr die Kunstfertigkeit der Übersetzung der Sprache der Erde. Ein chinesisches Sprichwort aus dem 2. Jh. v. Chr. sagt: „Könnten Berge und Meere sprechen, wären die Geomanten viel magerer.“ Berge und Meere können sprechen, nur haben die meisten Menschen verlernt zuzuhören.

Die moderne Geomantie nutzt die verschiedensten Werkzeuge und Methoden, um die Qualität eines Ortes zu erfassen. Eine der ältesten Methoden ist sicherlich die Radiästhesie (wörtlich: “Strahlenfühligkeit”), die Kunst mit Rute oder Pendel zu arbeiten. Bereits Tacitus benennt die virgula mercurialis, die „merkurische Rute“, die zu besonderen weissagenden Zwecken benutzt wurde und die später unter dem Namen virgula divinatoria bekannt wurde. Häufigstes Werkzeug der Radiästhesie waren Stäbe oder Ruten der verschiedensten Ausführungen. Der Benediktinermönch und Alchimist Basilius Valentinus, der im späten 14. Jahrhundert in Erfurt gelebt haben soll, beschreibt sechs verschiedene Rutenarten: Die virgula lucente (Feuerrute),die virgula candente (Brandrute),die virgula salia (Springrute), die virgula fucilla (Schlagrute), die virgula trepidante (Heberute) und die virgula cadente (Unterrute). Die Kunst, mittels Stäben zu weissagen, wurde auch als „Rhabdomantie“ bekannt. So ist auch der italienische Ausdruck für die Radiästhesie noch heute rabdomanzia.

Bei der vom Physiker und Radiästheten Reinhard Schneider vertretenen Theorie der »physikalischen Radiästhesie« (im Gegensatz zur sogenannten »mentalen Radiästhesie«) gilt die Wünschelrute als Antenne. Wie bei der Abstimmung der Antenne auf eine spezielle Frequenz (besser: Wellenlänge) wird hier die Wünschelrute mit bestimmten »Grifflängen« abgegriffen und somit in ihrer Wirkungslänge verändert. Dadurch ist wie bei der technischen Antenne die Abstimmung auf bestimmte Frequenzen, bzw Wellenlängen möglich. Bestimmten »Grifflängen«, also abgegriffenen Längen der Rute, können bestimmte Frequenzen und Qualitäten zugeordnet werden. Sämtliche radiästhetischen Methoden sind dennoch keine Messmethoden im wissenschaftlichen Sinne, sondern sogenannte »Mutungsmethoden«. Es ist daher unrealistisch, in diesem Zusammenhang von »Messen« zu sprechen, was leider häufig vorkommt.

Ein weiteres Arbeitswerkzeug sind Analogiesysteme. Analogiesysteme denken synchron: Dinge, die kausal nicht mit einander in Bezug stehen werden nach Ihrer wirkweise einander zugeordnet. Eines der bekanntesten Analogiesysteme ist sicherlich die Astrologie, die u.a. Fixsterne, die oft viele Lichtjahre von einander entfernt sind zu Bildern zusammenfasst und diesen qualitative Wirkungen zuweist. Auch die Geomantie kennt mit der Standortastrologie, dem Raumhoroskop, den 4 Elementen, u.a. Analogiesysteme, mit Hilfe derer z.B. die Wirkung von Richtungsqualitäten, Farb- und Formensprache von Architektur und Landschaft beurteilt werden.

Ein meist eher unangenehmes Kapitel moderner Geomantie stellt die anthropogene, menschengemachte, Strahlung dar, die seit gut 100 Jahren auf und die Erde einwirkt. Hochspannungs-Überlandleitungen sind nicht nur landschaftsästhetisch ein Problem. Bewegt sich ein Mensch unter einer solchen Überlandleitung hindurch, durchströmen ihn die elektrischen Felder. Selbst in 2 Km Abstand von einer Überlandleitung kann so das elektrische Feld eines Ortes um das 50000 fache der natürlichen Feldstärke erhöht sein. Und natürlich betrifft das nicht nur den Menschen, sondern auch alle Tiere und Pflanzen, die sich in der Nähe der Masten bewegen oder hier wachsen. Was hier fließt, ist Wechselstrom, der in einem Takt von 50 Hz hin und her schwingt. Oktaviert man diese Frequenz, so gelangt man zu Frequenzspektren, die für biologische Organismen besonders wirksam sind und u.a. ihre Lebenskraft und ihre biologische Reproduktion negativ beeinflussen können. Leider hindert dies die Stromkonzerne nicht, solche Leitungen über Häuser, ja sogar wie im Falle der Wallfahrtstätte “Maria im Hollerbusch” sogar über den heiligen Ort zu führen. Fast scheint es Absicht zu sein.

Elektrische und magnetische Felder wirken aber auch aus den Haustromleitungen oder von nahen Bahnlinien auf uns ein. Interessanterweise liegt auch die Frequenz des Bahnstroms nahe bei einer der Eigenfrequenzen der Erde. Wir umgeben uns durch den elektrischen Strom mit einem künstlichen Kraftfeld, das uns mehr und mehr von den Kräften der Erde abkoppelt. Untersuchungen haben dabei gezeigt, dass z.B. außersinnliche Wahrnehmungen bei Menschen in dem Maße nachlassen, wie das sie umgebende Magnetfeld zunimmt. Wir stumpfen ab, “machen dicht”.

Auch die viel jüngeren Einflüsse der Hochfrequenz sind spätestens seit den 1990er Jahren durch Mobilfunk, schnurlose Haustelefone, W-LAN , und andere Strahlungsemittenten rasant angestiegen. Die Hochfrequenz wirkt dabei ebenso wie die Niederfrequenz nicht nur auf der körperlichen Ebene (Nervosität, Schlafstörungen, Unwohlsein,...), sondern auch auf der geistigen. Von Gedächtnisstörungen wird ebenso berichtet wie von emotionaler Erregbarkeit, Aggressionsschüben und Depressionen. Elektrosmog ist daher nicht nur ein Umweltschutzproblem. Er muß in einer ganzheitlichen geomantischen Untersuchung unbedingt berücksichtigt werden. Wie ich mit meinem Kollegen Ulrich Dierssen in dem Buch “Der Mensch im Kraftfeld der Technik” (Neue Erde) aufzeigen konnte, betrifft Elektrosmog unser ganzes Wesen: Den Körper, die Seele und den Geist!

Insofern ist die moderne Geomantie ein interdisziplinäres Arbeitsfeld. Es umfasst die verschiedensten Fachgebiete wie Physik, Geometrie, Harmonik, Astronomie, Radiästhesie, Medizin, Analogiesysteme, sowie Intuition und erweiterte Wahrnehmung.

 

Stefan Brönnle berät Privatpersonen, Gewerbebetriebe und Gemeinden in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Mehr dazu unter www.stefan-broennle.de

 

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