Rezeptfreie Schmerzmittel gehören zur Grundausstattung im heimischen Medizinkasten, weil sie schnell und effektiv wirken. Außerdem ist ihre Anwendung ungefährlich oder die möglichen Nebenwirkungen sind zumindest weniger erschreckend als die Vorstellung, die nächsten Stunden weiterhin mit unangenehmen Schmerzen verbringen zu müssen. Nur leider hat die Sache einen Haken, denn risikofrei sind die freierhältlichen Medikamente bei Weitem nicht und werden zudem noch oft überdosiert eingenommen, was zu schweren Folgeschäden der Gesundheit führen kann.

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Unser unverantwortlicher Umgang mit Medizin

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Notfall! Heute steht das lang vorbereitete Meeting mit den neuen Geschäftspartnern an, aber der Kopf dröhnt so stark, dass jegliche Bewegung eine Tortur ist. Die schnelle Lösung sind Schmerztabletten, die so oder so im Überfluss in jeder Schublade herumliegen.
In diese Lage kann man sich gut hineinversetzen, weil der Großteil von uns die Situation kennt und wahrscheinlich ähnlich agieren würde. So machen es Millionen von Menschen jeden Tag, denn rezeptfreie Schmerzmittel wirken schnell und sind in der Regel gut verträglich. Sogar Kinder bekommen schon Pharmaka, da die Anwendung ab vier Jahren möglich ist. In der Not frisst der Teufel Fliegen, und wir eben Tabletten, was in geringen Maßen auch kein Problem ist, aber die Menge macht das Gift.

Analgetikum blockiert die Schmerzweiterleitung oder setzt an den Rezeptoren an, die für die Schmerzwahrnehmung verantwortlich sind. Das funktioniert reibungslos, gesund ist das Ganze aber nicht. Auch wenn Paracetamol, Ibuprofen, Aspirin, etc. in beinahe jedem deutschen Haushalt zu finden sind, sind sie keinesfalls harmlos. Auf den Packungsbeilagen werden zwar die Anwendung sowie die Dosierung erklärt, außerdem wird auf die Risiken und Nebenwirkungen hingewiesen. Allerdings werden die wichtigen Hinweise nur selten gelesen und noch seltener beachtet.

Das führt dazu, dass Schmerzmittel ohne Scheu und Bedacht zum Einsatz kommen. Nur wenige Konsumenten wissen beispielsweise, dass man 500 mg Paracetamol-Tabletten ohne ärztlichen Rat nicht mehr als drei Tage einnehmen sollte. Der Grund ist, dass eine längere Einnahme einer erhöhten Dosis zu hormonellen Veränderungen führen kann und das Herzinfarktrisiko verdoppelt wird. Seit einigen Jahren häufen sich die Berichte über schwere Neben- und Wechselwirkungen, gesundheitliche Folgeschäden, Depressionen, Impotenz und Todesfälle. Mit dabei sind auch Berichte von Patienten, die weder unter einer Vorerkrankung litten oder Teil einer Risikogruppe waren.

 

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Mit gesunden Menschen verdient man kein Geld

Hier kommt es zu einem Punkt, an dem verschiedene Fragen aufkommen. Warum greifen wir überhaupt zu solchen Mitteln und warum setzen wir uns nicht mehr mit der richtigen Anwendung oder noch besser mit natürlichen Alternativen auseinander? Warum werden pharmazeutische Produkte in Massen angeboten und auf allen Kanälen beworben, alternative Heilmittel im Vergleich aber nur wenig. Das große Fragezeichen steht aber über der Thematik, warum die gesundheitlichen Schäden durch Neben- und Wechselwirkungen von Arzneimitteln mehr oder weniger toleriert werden?

Alle diese Fragen führen auf ein ethnisches Problem zurück, einem Interessenkonflikt, in dem es um nichts Geringeres als unsere Gesundheit geht. Menschen, die sich gesund ernähren, auf ausreichend Schlaf und Fitness achten, haben ein deutlich geringeres Risiko, krank zu werden. Dieser aufwendige Lebensstil wäre zwar ideal, ist allerdings für viele nicht realisierbar. Ungesundes Essen und Fast Food schmecken einfach lecker und berauschende Partys machen Spaß, auf der anderen Seite erscheint der Verzicht anstrengend und langweilig. Dem ist vielleicht so, aber ein ungesunder Lebensstil schadet dem Organismus, was früher oder später zu zahlreichen Beschwerden und Krankheiten führen kann.

Fragwürdige Methoden und unnötige Eingriffe

Gut, dass der Hausarzt gleich um die Ecke ist, wo man sich gut aufgehoben fühlt und mit Sicherheit ein Mittel verschrieben bekommt, dass die Lebensgeister wieder weckt. Immerhin ist das dessen Pflicht, hier möchte man als Patienten gut beraten und bei der Genesung unterstützt werden. Aber Ärzte sind nicht nur Mediziner, sondern ein Teil von einem Gesundheitssystem, hinter dem eine mächtige Lobby steht. Ein System, in dem Fachärzte auf Profit getrimmt werden und das Wohl des Patienten nicht mehr an erster Stelle steht.

Gesundheit ist zu einer Ware geworden, wodurch das Problem entsteht, dass Kranke zu einem wertvollen Produkt werden. Das bedeutet im Gegenzug aber auch, dass gesunde Menschen eine noch zu erschließende Zielgruppe sind. Wahrscheinlich kann man die gesunde Gruppe nicht davon überzeugen, massenhaft Arznei- und Nahrungsergänzungsmittel zu horten und täglich einzunehmen. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen, die nicht selten mit unnötigen Operationen enden, sind aber eine vielversprechende Methode, um aus gesunden Menschen lukrativen Patienten zu machen.

Medizin ist für den Notfall gedacht

Natürlich darf man nicht nur Schwarz und Weiß sehen, Vorsorgeuntersuchungen haben ihren Sinn und pharmazeutische Mittel sind kein reines Teufelswerk. Des Weiteren gibt es hierzulande viele ausgezeichnete Mediziner, die einen überaus guten Job machen und ihre Patienten keinesfalls als eine Ware sehen. Kritik an der Pharmaindustrie, unserem Gesundheitswesen sowie dem Umgang mit den Patienten ist dennoch mehr als berechtigt.

Ein gesunder Organismus samt einem starken Immunsystem nimmt mehr Aufwand in Anspruch, ist dafür aber weniger auf irgendwelche Mittel vom Arzt angewiesen. Die beste Medizin ist eine ausgewogene Ernährung mit gesunden Inhaltsstoffen und wenig Fett, außerdem sollte Stress reduziert und ausreichend Bewegung im Alltag integriert werden. In unserer modernen Leistungsgesellschaft sind diese wenigen Voraussetzung aber leider nicht immer machbar, sollten aber nie ganz außer Acht gelassen werden. Außerdem werden wir alle mal krank, dann sollte man sich aber überlegen, ob und wie oft man mit der Chemiekeule ausholen möchte, nur um die Symptome zu lindern. Oder, ob natürliche Heilmittel nicht die bessere Wahl sind, mit denen auch die Ursache behandelt werden kann.

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Quellen:

Ibuprofen, Aspirin & Co. – Mediziner klärt auf, wie krank Schmerzmittel machen

Interview mit Eckart von Hirschhausen „An gesunden Menschen verdient man nichts“

Wenn Medizin uns krank macht

Die Wirkung von Analgetikum

Tödliche Nebenwirkungen – 20.000 Opfer durch Medikamente

Initiative gegen überflüssige Operationen

66 Tipps für ein genussvolles und aktives Leben

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