Das Great Barrier Reef ist eines der sieben Weltwunder und Paradies für 14.000 verschiedene Meerestiere und Korallen. Jetzt droht es zu sterben. Über ein Viertel des Weltwunders ist bereits zerstört, doch es kann gerettet werden!

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Empfindliches Ökosystem

Korallenriffe sind empfindliche Ökosysteme und gedeihen nur unter bestimmten Voraussetzungen. Das Great Barrier Reef ist das größte Korallenriff der Erde, aber auch eines der Ökosysteme, die weltweit am meisten vom Klimawandel betroffen sind. Korallen können nur in einem Temperaturbereich von 18 – 30 Grad wachsen und überleben. Mit den Algen-Arten bilden die Korallen eine lebensnotwendige Symbiose, welche für die Versorgung und die Farbgebung der Korallen verantwortlich ist.

Die Klimaerwärmung

Durch die globale Klimaerwärmung und das Wetterphänomen „El Niño“ werden seit Monaten Wassertemperaturen von bis zu 33 Grad erreicht. Dies sorgt dafür, dass der Algenbewuchs abgestoßen wird. Das Resultat ist die sogenannte Korallenbleiche. Die Korallen verlieren im wahrsten Sinne des Wortes ihre Farbe und sterben ab. Hinzu kommen weitere Umwelteinflüsse, wie das nährstoffreiche Abwasser von Farmen in Küstennähe, die Vermutungen nach dafür verantwortlich sind, dass die Dornenkronen (korallenfressende Seesterne) sich gerne dort aufhalten. Und auch der, sehr erwünschte, doch immer wieder auch Schattenseiten zeigende Tourismus trägt seinen Teil zum Absterben des Great Barrier Reefs bei.

Umweltschützer geben vor allem dem Klimawandel Schuld am derzeitigen Zustand des berühmten Korallenriffs:

„Wenn du dir all diese weißen Fotos ansiehst, dann blickst du in das Gesicht des Klimawandels“, sagte der Sprecher von WWF-Australia, Nick Heath.

Great Barrier Reef in Gefahr

Eine Reportage auf YouTube über das einzigartige Naturwunder und die Auswirkungen der globalen Klimaerwärmung und Kohleindustrie an der australischen Küste auf das Great Barrier Reef.

„... doch es ist noch nicht zu spät. Das Riff kann sich erholen! Wir Menschen müssen es nur wollen!“

 

Umweltschützer geben vor allem dem Klimawandel Schuld am derzeitigen Zustand des berühmten Korallenriffs: „Wenn du dir all diese weißen Fotos ansiehst, dann blickst du in das Gesicht des Klimawandels“, sagte der Sprecher von WWF-Australia, Nick Heath.

Bedrohtes Welterbe

Australien konnte 2016 nur knapp verhindern, dass sein Korallenriff auf der Liste des bedrohten Welterbes landete. Ob dies dieses Jahr wieder gelingt steht in den Sternen. Premierminister Turnbull hatte im diesjährigen Wahlkampf mehr Wachstum und Arbeitsplätze versprochen, was ihn davon abhält, die längst überfälligen Schritte einzuleiten, um das Überleben dieses einzigartigen Ökosystems zu sichern. Die Konservativen wollen die wichtige Kohleindustrie nicht mit Auflagen zur Reduzierung der Emissionen belasten, Labor will die mehr als 50.000 Arbeitsplätze in der Industrie nicht gefährden.

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Der Klimawandel geht uns alle an

Im ersten Moment scheint der Beitrag eines Einzelnen zum Schutz unseres Klimas sehr gering, doch wenn Millionen einzelne Menschen ihren Beitrag dazu leisten, sieht das Ergebnis gleich ganz anders aus.

Die Umweltstiftung World Wide Fund for Nature (WWF) gibt Tipps für den persönlichen Beitrag zum Klimaschutz:

GRÜNER STROM aus Sonne, Windkraft, Biomasse und ökologischer Wasserkraft lässt kaum Treibhausgase entstehen. Ein durchschnittlicher Haushalt in der EU könne damit etwa 520 Kilogramm Kohlendioxid (CO2) im Jahr sparen.

KÜHLSCHRÄNKE sollten möglichst die Effizienzklasse „A“ besitzen. Auf Geräte unterhalb von „B“ sollte verzichtet werden. Bei normaler Gerätegröße ließen sich bis zu 210 Kilogramm CO2 pro Jahr sparen.

ELEKTROGERÄTE wie Fernseher oder Stereoanlagen sollten ganz vom Netz genommen werden, statt sie im bequemen Stand-by-Modus zu lassen. Auch Ladegeräte sollten nach dem Gebrauch aus der Steckdose gezogen werden, da sie auch bei Nichtgebrauch Strom aufnehmen.

KORREKTER REIFENDRUCK spart Benzin und Treibhausgase. Der Verbrauch steigt um fünf Prozent, wenn der Reifendruck um 0,5 bar zu niedrig ist.

ENERGIESPARLAMPEN der Effizienzklasse A verbrauchen bei gleicher Helligkeit bis zu 80 Prozent weniger Strom und brennen bis zu acht Mal länger als herkömmliche Glühlampen. Wer statt fünf herkömmlichen Glühbirnen fünf Energiesparlampen fünf Stunden am Tag einschaltet, reduziert den CO2 Ausstoß um rund 250 Kilogramm jährlich.

KOCHEN MIT DECKEL kostet vier Mal weniger Energie als ohne Deckel, da sich die Garzeit erniedrigt. Wer bei fünf Kochvorgängen in der Woche den Deckel nutzt, verbraucht 120 Kilogramm CO2 weniger im Jahr.

WASSERKOCHER benötigen weniger Energie als die Herdplatte, um das Wasser für den Tee zu erhitzen. Wer zwei Mal täglich Wasser kocht, verbraucht jährlich fast mehr als 30 Kilogramm weniger CO2.

SPÜLMASCHINEN sollten voll beladen werden und mit einem Sparprogramm laufen. Dies verbrauche weniger Wasser als das Spülen per Hand. Die CO2 Reduzierung beträgt rund 390 Kilogramm CO2 im Jahr.

HEIMISCHE LEBENSMITTEL kommen ohne lange Transportwege zum Verbraucher, auch der Kauf saisonaler Produkte spart CO2.

Für jede Kilowattstunde verbrauchten Stroms werden etwa 650 Gramm CO2 in die Luft geblasen.

Hier geht’s zum Flyer Klimaschutztipps vom WWF mit weiteren Tipps für Unterwegs und beim Einkaufen.

 

Weitere Beiträge zum Thema auf der HORIZONWORLD:

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Quellen

http://www.sueddeutsche.de/wissen/korallensterben-fehlfarben-1.3019648

http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/korallenbleiche-zerstoert-great-barrier-reef-14372189.html

http://www.pressreader.com/

http://www.spektrum.de/wissen/was-sie-ueber-den-super-el-nino-2015-wissen-muessen/1366158

http://www.wwf.de/aktiv-werden/tipps-fuer-den-alltag/energie-spartipps/strom-sparen/

https://www.welt.de/wissenschaft/umwelt/article153782300/Entsetzen-ueber-wahres-Ausmass-der-Korallenbleiche.html

http://www.sueddeutsche.de/politik/umwelt-australien-leugnet-den-klimawandel-und-leidet-1.2755543

http://www.wwf.de/fileadmin/fm-wwf/Publikationen-PDF/WWF-Klimaschutztipps.pdf

https://www.coralcoe.org.au/media-releases/coral-death-toll-climbs-on-great-barrier-reef#

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