Großmutter Tsering Dolma Gyaltong, Mitglied des „Internationalen Rats der 13 indigenen Großmütter“, über deren Wirken wir den Film „For the next 7 Generations“ verbreiten und die wir nach Deutschland holten, ist im Alter von 89 Jahren gestorben. Wir erinnern uns an ihr bedeutungsvolles Leben. Ein Leben voller Hingabe und Leidenschaft zur Heilung unseres Planeten Erde und der menschlichen Gemeinschaft.

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Die Botschaft der 13 indigenen Großmütter
Filmtipp:  For the next 7 Generations – Dies ist ihre Story!

Grandmother Tsering Dolma

Jeden Morgen stehe ich auf und ich bete für alle Lebewesen. …Menschen, Tiere, sogar Vögel… sie alle brauchen Glück. Grandmother Tsering Dolma Gyaltong

Grandmother Tsering wurde in Lhasa, Tibet, geboren. Sie ist am Montag, dem 5. März 2018, im Alter von 89 Jahren friedlich, umgeben von all ihren Kindern und nahen Verwandten, verstorben. Sie hinterlässt vier erwachsene Kinder, sechs Enkelkinder und sieben Urenkel. Sie und ihre Familie flohen 1958 nach Indien und ließen sich bis 1972 in Kalimpong und Dharamsala nieder, als die Familie nach Kanada auswanderte.

Während dieser Zeit, die ihren Tod markiert, schließen wir uns den Gedanken, Wünschen und Gebeten des International Councils of Thirteen Indigenous Grandmothers an und erinnern an ihr Leben und ihre vielen Erfolge. Video am Ende des Beitrags

„Wir werden sie sehr vermissen und für ihre schnelle und günstige Wiedergeburt beten.“ Die Großmütter des Internationen Rates

Großmutter Tsering: Kraftvoll, mutig und leidenschaftlich

Im Alter von sechs Jahren wurde Grandmother Tsering in Lhasa an der Shol Tatong Schule ausgebildet und schloss mit 14 Jahren ab. Sie führte ein langes und bedeutungsvolles Leben und erreichte viel von dem, was sie vorhatte. Sie war die Matriarchin der Familie und war seiner Heiligkeit, dem Dalai Lama, ergeben. Grandmother Tsering diente ihrem Land und der menschlichen Gemeinschaft mit all ihrer Kraft und stets voller Leidenschaft.

Am 17. März 1959, dem Tag der Flucht des Dalai Lama aus dem Norbulingka-Palast, führte der tibetische Frauenverband, dessen Gründungsmitglied Grandmother Tsering war, eine Straßendemonstration mit 500 seiner Mitglieder durch. Aus diesem Grund soll Grandmother Tsering „maßgeblich“ dazu beigetragen haben, die Ablenkung zu schaffen, um den Dalai Lama 1959 aus Tibet herauszuholen. Grandmother Tserings Ehemann spielte eine wichtige Rolle im Rahmen der Lobbyarbeit für die Unterstützung Tibets durch anderen Regierungen. Aus diesem Grund mussten sie und ihre Familie das von Chinesen besetzte Tibet verlassen. Grandmother Tsering folgte dem Dalai Lama ins Exil nach Indien.

In den sechziger Jahren, als ihr Ehemann Amdo Tsering Gyaltong der tibetischen Exilregierung als stellvertretender Innenminister diente und später die Finanzabteilung leitete, gründete Grandmother Tsering auf eigene Initiative ein kleines Restaurant in Kalimpong und verkaufte Pullover in Kalkutta, um die Familie zu unterstützen.

Grandmother Tsering war eine starke Verfechterin der Stärkung der tibetischen Frauen und war damit eines der wichtigsten Gründungsmitglieder der Tibetan Women’s Association (TWA). Sie war maßgeblich an der Gründung von TWA-Niederlassungen in der ganzen Welt beteiligt. 1995 nahm Grandmother Tsering an der vierten Weltfrauenkonferenz in Peking teil. Gemeinsam mit anderen tibetischen Delegierten aus den Vereinigten Staaten, Kanada, Norwegen, Großbritannien und Australien demonstrierte sie offen und mutig Kritik an Chinas ungerechter Behandlung von Tibetern, insbesondere tibetischer Frauen. Eine beispiellos, mutige Konfrontation mit der Tibet-Frage im Herzen Chinas.

Die Botschaft der 13 indigenen Großmütter
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Ihr Dienst im Internationalen Rat der 13 indigenen Großmütter

Im Jahr 2004 trat Grandmother Tsering dem Internationalen Rat der 13 indigenen Großmütter bei. Ihre Verbindung ist eine des Gebens, der Bildung und der Heilung von Mutter Erde und all ihren Bewohnern für die nächsten 7 Generationen – und darüber hinaus. Zusammengeführt hat sie die tiefe Beunruhigung über die Zerstörung unserer Welt, wie die Vergiftung von Luft, Gewässer und Erde, die Bedrohung nuklearer Waffen und Abfälle, die vorherrschende Kultur des Materialismus, Epidemien, die die Menschheit bedrohen, die Ausbeutung der Urvölker, und die Zerstörung ursprünglicher Lebensformen.

Wie alle Großmütter trat auch Großmutter Tsering dem Rat der 13 indigenen Großmütter bei, um in ihrer ursprünglichen Art, die Schöpfung zu ehren, zu beten, zu heilen und Frieden zu stiften. Großmutter Tsering setzte ihre Kraft und ihr Wissen für Frieden, Nachhaltigkeit, traditioneller Heilmethoden und Erziehung unserer Kinder ein. In ihrem hohen Alter reisen die Großmütter um die ganze Welt, führen Rituale durch, suchen das Gespräch und halten Zeremonien ab, um die Welt zu einem besseren Ort zu machen; wobei wir sie unterstützten, sie nach Deutschland holten und den Film For the next 7 Generations über Ihr Wirken verbreiten.

For the next 7 Generations: Die Arbeit der 13 indigenen Großmütter

Ein bewegender, mitfühlender Film, der uns inspiriert, die Erde zu einem Ort der Liebe, des Respekts und des Friedens zu machen. Zu einem Ort, an dem Selbstverwirklichung und faire Lebensbedingungen für alle Lebewesen möglich sind.

Trailer zum Film auf YouTube:

 

 

Die Zahl 13 ist kein Zufall, denn 13 Monde hat das Jahr. Die große Aufgabe des Rates der 13 indigenen Großmütter wurde in den letzten Jahren immer klarer, denn viele Prophezeiungen sagen, dass Frauen, den letzten Teil des Wandlungsprozesses in dieser Zeit leiten werden.

Die Botschaft der weisen Großmütter

„Wir, der Internationale Rat der Großmütter, glauben, dass die ursprüngliche Art zu beten, zu heilen und Frieden zu stiften heutzutage von größter Notwendigkeit ist. Wir versammeln uns, um unsere Kinder zu umsorgen, sie auszubilden und zu erziehen. Wir versammeln uns, um die Traditionen am Leben zu erhalten und das Recht, pflanzliche Medizin einsetzen zu dürfen, einzufordern. Wir versammeln uns, um das Land unserer Völker, worauf ganze Kulturen angewiesen sind, zu beschützen. Wir versammeln uns, um das kollektive Erbe traditioneller Heilmethoden zu erhalten und die Erde an sich zu verteidigen. Wir glauben, dass die Lehren unserer Vorfahren uns den Weg durch eine unsichere Zukunft weisen werden.
Wir schließen uns all jenen an, die die Schöpfung ehren und die für unsere Kinder, den Weltfrieden und die Heilung der Mutter Erde arbeiten und beten.“

Im Juli 2013 waren die 13 weisen Großmütter zu Gast in Deutschland. Udo Grube über die bewegenden Moment bei den 13 Großmüttern.

Weitere wertvolle und bewegende Beiträge zum Film und den weisen Großmüttern:

Das Gebet der 13 Großmütter zum World Water Day

For the next 7 Generations: Großmuter Beatrice verstorben

1.Weltkongress: Bewusstsein und Heilung der Erde

Filmtipp: For the next 7 Generations

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