Käfigeier, Tierknochen, Erdöl, Palmöl, Sägemehl, Gentechnik, Antibiotika, Pestizide, Tierversuche – all das kann unser Essen auf versteckte Art und Weise beinhalten. Da lohnt sich nicht nur ein genauer

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Blick auf die Verpackung sondern vor allem auf die gesetzlichen Vorschriften, was alles in unser täglich „Brot“ hinein gemogelt werden darf! Die Internetplattform www.utopia.de hat erst vor kurzem über die „9 versteckten Stoffe im Essen“ berichtet. Hier ein Überblick:

 

Käfig-Eier:
Jedes Ei hat mittlerweile einen Aufdruck, womit nachvollzogen werden kann, ob es vom glücklichen Biohuhn oder nur vom Freilandhuhn stammt. Allerdings muss bei Eibestandteilen in Nudeln, Gebäck oder Fertigsaucen nicht gekennzeichnet werden, woher das Ei kommt. Käfigeier machen aber  tatsächlich den größten Anteil aus! Nur wer Biolebensmittel einkauft, kann sich sicher sein, kein Käfigei essen zu müssen!

Antibiotika:
Rückstände finden sich in Eiern, Fleisch und Milchprodukten. Antibiotika wird meist präventiv eingesetzt und leider viel zu häufig. Die Berichte über Antibiotika-Resistenzen häufigen sich immer mehr. Auch hier sind Sie beim Einkauf von Ökofleisch auf der sicheren Seite.

Tierknochen:
Säfte und Wein sind von Natur aus trüb! Damit sie für den Verbraucher schön klar werden, wird Gelatine als Klärungsmittel eingesetzt. Und die stammt von Tierknochen, meist vom Schwein. Manche (Öko-)Weinhersteller zeichnen ihre Produkte mit „vegan“ aus – dann kann man sicher sein. Also lieber naturtrüben Saft trinken!

Pestizide:
Eine neue Studie brachte zum Vorschein, dass das leider immer häufigere eingesetzte Pestizid „Glyphosat“ bei der Hälfte der Europäer im Urin nachzuweisen ist! In Deutschland fand man es sogar in 70 Prozent der Proben! Und das Unkrautvernichtungsmittel ist extrem gesundheitsgefährdend! Obst und Gemüse sind besonders davon getroffen – dabei gibt es noch viel mehr Mittel, die gesetzlich erlaubt sind. Also auch hier gilt: Regional und saisonal einzukaufen – und mit „bio“ ist man ziemlich gut vor Pestiziden geschützt!

Brandneu: Eine ZDF-Reportage (besonders über das umstrittene Glyphosat) mit dem Titel:
„Das tägliche Gift – Risiko Pestizide“!

Erdöl:
Der wohlschmeckende- und riechende Aromastoff der echten Vanille ist kostbar. Heute kann er kostengünstig und künstlich aus Erdöl hergestellt werden! Und das so gekennzeichnete „Vanillin“ steckt in vielen Lebensmitteln: Schokolade, Kekse, Frühstücksflocken, Kuchen, Eis, Milchprodukte, Babynahrung. Auch hier erweist sich die Bioversion als die sichere Seite – laut Ökoverordnung ist hier künstliches Vanillin strengstens verboten!

Palmöl:
Wer den bedrohten Regenwald schützen möchte, sollte ganz auf Produkte mit Palmöl verzichten! Es gibt zwar nachhaltige Projekte, die regenerativ Palmöl erzeugen, aber die Menge an Palmöl  in Lebensmittel ist nicht zu unterschätzen. In Schokolade(nprodukten) und Margarine wird sie hauptsächlich verwendet, aber auch für Kosmetika und Waschmittel! Hier lohnt es sich, genau hinzuschauen und Alternativen zu suchen.

Sägemehl:
Das hat sich schon längst herumgesprochen, dass bei der Menge an Erdbeer- oder Himbeerjoghurt in den Supermarkt-Kühlregalen kein echten Früchte drin stecken können. Die naturidentischen Aromen werden auf Sägespänen als Trägersubstanz gezüchtet. Sogar die Ökoverordnung erlauben solche Aromen – außer der Demeterverband. Das Problem ist, dass im Sommer die echten Früchte gar nicht mehr schmecken, weil der Gaumen andere Aromen gewohnt ist.

Tierversuche für Zusatzstoffe:
Die so genannten Zusatzstoffe wie Konservierungsmittel, Geschmacksverstärker, Verdickungsmittel und andere E-Nummern in den Lebensmitteln müssen vor dem Einsatz (am Menschen) einige Genehmigungsverfahren und Testverfahren durchlaufen. Diese finden fast aber immer am Tier statt! Wer also aus ethischen Gründen generell auf Tierversuche verzichten möchte, sollte hier besonders hinschauen. Dazu kommt, dass diese o.g. Zusatzstoffe sowieso gesundheitsgefährdend sind!

Gentechnik:
Ein umstrittenes Thema! Die Tiere, die mit Gen-Futter gemästet werden, werden als Endprodukt  im Handel nicht extra gekennzeichnet!  Bei pflanzlichen Produkte wird  in der EU ab einem Anteil von 0,9 % gentechnisch veränderter Substanzen eine Darstellung notwendig. Fazit: Nur bestimmte Ökoverbände verzichten konsequent auf gentechnisches Futter. Aber viele Produkte tragen zum Glück ein Label „gentechnikfrei“! Somit Fleisch- und Milchprodukte einfach bewusster konsumieren... dies kommt dem Trend zur veganen und gesunden Ernährung näher!

 

Da heisst es also „Augen auf“, was in den Einkaufswagen kommt. Das Kleingedruckte hilft aber nicht immer weiter, weil nicht alles deklariert werden muss.

Folgende Portale helfen bei der Auswahl:

www.das-ist-drin.de
www.lebensmittelklarheit.de
www.schrotundkorn.de
www.bund.net
www.bioland.de
www.foodwatch.org

 

Quelle:
www.utopia.de

 

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ISBN 9783426785614
Grimm, Hans-Ulrich & Ubbenhorst, Bernhard
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