Ein Blick hinter das Offensichtliche. Worte, die dich bis ins Mark erschüttern, Fragen, die etwas tief in dir berühren, in Stein gemeißelte über 2000 Jahre alte Überzeugungen sprengen. Ben Becker vereint im Film Ich, Judas herausragende Schauspielkunst mit dramatischen Ereignissen rund um den Verrat, den Judas beging – so als wärst du mittendrin. Licht und Schatten – die Liebe zieht vielerlei Kleider an – sind wir gewillt, sie zu erkennen?

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Schauspieler Ben Becker wird zu Judas

Einer unter Euch wird mich verraten Einer unter Euch wird mich verraten

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Ben Beckers schauspielerische Leistung war eine Offenbarung. Eine Offenbarung dessen, was in diesem Genre machbar ist. Damit legt er die Messlatte für alle Kollegen der Weltbühnen mehr als hoch, denn was Becker zeigte, war kein »Spiel«. Es war echt, war in genau diesem Moment erlebt, gelebt, entstanden und tief empfunden, sodass sich das dem Alltag entrückte Publikum als Zeuge der hoch dramatischen Ereignisse fühlen musste und sich mit Haut und Haar dem empathischen Sog hingab.“ – Traunsteiner Tagblatt

Der durchdringende Bass Ben Beckers erfüllt den Raum, dringt in jede einzelne Zelle unseres Körpers und bringt die Seele in Wallung. Nimm dir deine Kopfhörer, schließe deine Augen und du bekommst eine Ahnung davon, wie eindrucksvoll es gewesen sein muss, Ben Beckers Darstellung des Judas Live zu erleben. Und dann öffne deine Augen wieder, denn sonst entgeht dir die brillante schauspielerische Darstellung Ben Beckers. Ben Becker zieht dich in seinen Bann und nimmt dich mit auf eine Zeitreise in eine Vergangenheit vor rund 2000 Jahren – dorthin, wo Judas scheinbar zum Verräter wurde. Leidenschaftlich, zynisch, verzweifelt, sarkastisch, zornig, verbittert und stets eingebettet in die Liebe zu Gottes Sohn Jesus stellt Ben Becker Judas nicht dar – er wird zu Judas. Die Worte, welche Ben Becker mit seiner leidenschaftlichen Inbrunst spricht und darstellt, stellen den Verrat Judas nicht nur infrage, sie verteidigen Judas Verhalten. Und während des gesamten Monologs, der an keiner Stelle langweilig wird, schwingen lautlose Fragen mit:

  • Wer ist hier tatsächlich der Verräter?
  • Wie rasch urteilen wir, aufgrund sichtbarer Verhaltensweisen, ohne die tieferen Beweggründe zu kennen?
  • Was bedeutet es, zu lieben?
  • Welches Bildnis hätten wir heute von Jesus, wäre Judas nicht gewesen?
  • Hat Judas Jesus so sehr geliebt, dass sein höchster Liebesbeweis darin bestand ihn „zu verraten“?

Eine Übertragung der Ereignisse vor 2000 Jahren auf unsere heutige Realität geschieht von selbst – und am Ende darf sich jeder von uns fragen, ob wir die Größe Judas gehabt hätten, die Jens Walter durch seine Sicht auf Judas offenbart. Wenn du möchtest schau dir jetzt gleich den Film Ich, Judas mit Ben Becker auf maonat.tv – der TV-Sender mit Sinn! an.

Judas, der Anti-Christ?

Zum Glaubensfundament der Katholiken gehört die Geschichte, dass Judas Iskariot für 30 Silbermünzen Jesus im Garten Gethsemane an die Hohepriester verriet, die ihn den Römern übergaben, welche ihn ihrerseits ans Kreuz nagelten. Schließlich behaupten dies alle vier Evangelien.

„Judas“ steht weltweit als der schlimmste Verräter der Geschichte dar, sein Name ist Synonym für den Verrat schlechthin. Die Verdammnis der Kirche ist ihm gewiss – 2015 zum Beispiel setzte Papst Franziskus ihn mit den Terroristen gleich, die kurz zuvor einen Bombenanschlag in Brüssel verübt hatten, bei dem zahlreiche Menschen getötet oder verletzt wurden.

Doch stimmt die Behauptung vom Judas-Verrat tatsächlich? Hat Judas wirklich Jesus verraten und sich damit schuldig gemacht? Nein, behauptete schon 1975 der berühmte Literaturhistoriker Walter Jens.

Tatsächlich sei der vermeintliche Verrat auf Gottes Befehl geschehen. Dessen Ziel sei es gewesen, das Böse im Menschen zu entlarven.

Der Fall Judas muss neu aufgerollt werden. Eine Geschichte wurde überliefert, ein Urteil gefällt, ein Sündenbock gebrandmarkt für die Ewigkeit. Doch die Geschichte stimmt so nicht, das Urteil ist falsch.

„Was war denn zu verraten“, fragt Judas in seiner, von Walter Jens verfassten, Verteidigungsrede, „Jesus‘ Aufenthaltsort? Den kannten Tausende. Sein großes Geheimnis, dass er Gottes Sohn sei? Das hat er selbst gesagt, vor allen Leuten!“

Und das ist nur der Anfang von vielen Unstimmigkeiten einer Geschichte, die mehr geglaubt als befragt wurde.

Das Bild von Judas, dem Verräter, ist ein Vorurteil mit den fatalsten Folgen: Antisemitismus, Judenverfolgung, Glaubenskriege. Ben Becker erhebt seine Stimme für einen, der auserwählt war, den Anti-Christen zu spielen, um Jesus zum Messias zu machen.

„Judas ist nichts ohne Jesus … Aber Jesus ist auch nichts ohne Judas“, so die radikale Erkenntnis von Walter Jens, der in seinem Judas-Monolog die moralischen Gewissheiten jahrtausenderlanger Frömmigkeit erschüttert.

Eine gigantische Aufgabe für einen Schauspieler: Hier steht einer auf gegen alle in einem verzweifelten Kampf um späte Gerechtigkeit. „Ich, Judas“ ist das existentielle Plädoyer für einen Verdammten, die Korrektur des größten Fehlurteils der Glaubensgeschichte und der Widerruf eines Irrtums, der die Welt gespalten hat.

Ich, Judas – Einer unter Euch wird mich verraten!

Ben Becker übernimmt die Rolle des Judas. Er begibt sich in den Bannstrahl eines zweitausend Jahre alten Fluchs und verteidigt Judas mit einem Text von Walter Jens, nach dem nichts mehr ist, wie es schien.

Hier der offizielle Trailer auf unserem YouTube Channel maona.tv – der TV-Sender mit Sinn!

Einer unter Euch wird mich verraten Einer unter Euch wird mich verraten

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„Sein tiefer Bass erklingt und sofort sind die Zuschauer (...) ergriffen. Mit seiner Interpretation des als Jesus-Verräter geschmähten Jüngers begeistert Ben Becker in Hamburg. Und er regt dazu an, das Judas Bild zu überdenken. (...) 1300 Zuschauer in der ausverkauften Hauptkirche Sankt Michaelis (feiern) seine beeindrucke Darstellung am Freitagabend mit stehenden Ovationen.“ – Hamburger Abendblatt.

Schattenarbeit: Der Judas in uns

Wenn wir sagen, wir haben keine Sünde, so betrügen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns“ (1.Joh. 1, 8).

Judas, sein Name steht für Verrat. Seine Geschichte ist eine der Schuld ohne Vergebung. Er ist der einzige Feind, für den es keine Liebe gibt, der Meistgehasste, Meistverfolgte und Verteufelte: Judas, der Jünger Jesu, der Gottes Sohn mit seinem Kuss verrät und ans Kreuz liefert – und dies für nur 30 Silberlinge. Kennen wir ihn nicht alle ein wenig, diesen „Judas“ in uns? So wir wir auch alle ein wenig „Jesus“ in uns erkennen können.

Jesus und Judas stellen ein Gegensatzpaar dar, welches in uns allen wirkt. Wir alle haben eine lichte und eine dunkle Seite. Der Schweizer Psychoanalytiker C. G. Jung nannte diese dunkle Seite unseren Schatten. Er ist das Wesen, das wir lieber nicht wären, letztendlich aber doch werden müssen, um zur Ganzheit zu gelangen.

Mittlerweile bezieht sich die Schattenarbeit nicht mehr ausschließlich auf unsere „dunklen“ Persönlichkeitsanteile, sondern all das, was uns am Verhalten anderer Menschen stört oder besonders fasziniert, weist auf einen Schatten hin, den wir in uns tragen und noch nicht integriert haben. Um seine Schatten zu entdecken gibt es verschiedene Möglichkeiten und Werkzeuge. Eine der bekanntesten Methoden der Schattenarbeit ist wohl THE WORK von Byron Katie, doch auch das Buch Schattenprinzip von Rüdiger Dahlke indem er zeigt, wie es durch Schattenarbeit gelingt, den eigenen Schatten aufzuspüren und zu konfrontieren, um ihn schließlich annehmen und integrieren zu können.

Schattenarbeit hilft uns, unsere Schattenseite anzunehmen und zu integrieren, befreit uns und lässt uns ganz und heil werden.

Ben Becker

Der deutsche Schauspieler zählt zur Elite der europäischen Schauspielkunst. In zahlreichen Rollen verkörperte er einzigartig den starken Charaktertypen. Der Wahl-Berliner mit der markant rauchigen Stimme konnte die renommiertesten Preise des deutschen Films entgegennehmen. Populär wurde Ben Becker mit Filmen wie „Landschaft mit Dornen“, „Schlafes Bruder“ oder „Comedian Harmonists“. Zu seinem Engagement zählen, neben der Schauspielerei und der Musik, auch ausgefallene, poetische Interpretationen.

Der Schauspieler („Comedian Harmonists“, „Schlafes Bruder“) hatte mit seinem Absturz im Jahr 2007 für viele Schlagzeilen gesorgt. Zunächst war offiziell von Überarbeitung und Alkohol die Rede. Nach dem Zusammenbruch und seinem Klinikaufenthalt wurde Ben Becker vier Wochen in einer Brandenburger Reha-Klinik behandelt.

„Am Anfang dachte ich, die haben alle eine Meise“, erzählt Becker. „Ich war mir sicher, ich bin da vollkommen falsch.“

Die Ursachen für sein Verhalten hätten die Therapeuten auch in Beckers Kindheit gesucht:

„Das eigene Leben liegt dann vor einem wie Bausteine. Man kann sie hierhin und dorthin schieben.“

Besonders dankbar war Becker für die Gruppentherapie.

„Die hat mir am meisten gegeben“, erzählt er. „Da sitzt man mit neun Leuten – Manager, Lehrer, Polizisten, ein Augenarzt – und dann finden da ganz absurde Annäherungen statt. Das Harte daran ist die ständige Konfrontation mit den anderen, was dazu führt, dass man sein eigenes Ich sehr genau untersucht.“

Lass dir Ben Becker in Ich, Judas nicht entgehen! Auf maona.tv – der TV-Sender mit Sinn! kannst du ihn sofort anschauen!

 

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Quellen:

http://www.whoswho.de/bio/walter-jens.html

https://www.welt.de/regionales/berlin/article1250284/Ben-Becker-spricht-ueber-seinen-Drogen-Kollaps.html

https://www.focus.de/wissen/mensch/religion/zweifel-an-bibel-botschaft-war-judas-wirklich-der-verraeter-oder-war-er-jesus-komplize_id_10611455.html

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