Ein ganz einfacher Einkauf im Supermarkt hinterlässt seine gefährlichen Spuren: Plastik als Verpackungsmaterial ist heute unausweichlich. Selbst wer Obst und Gemüse auf dem Wochenmarkt holt, hat immer noch jede Menge

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Plastikmüll übrig. Im Plastik oder Kunststoff selbst befinden sich gesundheitsschädliche Weichmacher, damit die Verpackung oder der Gummistiefel oder das Spielzeug schön elastisch und eben „weicher“ ist.

Weichmacher sind heute in jeder Urinprobe nachzuweisen

Man kennt heute über zwölf verschiedene „Phthalate“ – so der Fachbegriff. Der bekannteste Stoff ist „DEHP“ (Diethylhexylphthalat). Das allseits bekannte Bisphenol A (abgekürzt BPA) ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Diphenylmethan-Derivate.

Und dieser Stoff ist inzwischen bei Lebensmittel verboten. Denn die Studien und Untersuchungen des chemischen Mittels zeigten erschreckende Auswirkungen auf unsere Gesundheit. Im Urin ist quasi bei jedem Menschen hierzulande der Cocktail der Weichmacher nachzuweisen – und DEHP im Speziellen kann die Leber schädigen, Diabetes und Fettleibigkeit verursachen und vor allem hormonell wirken, indem die Herren der Schöpfung weniger Samenzellen produzieren.

Die Folie oder das Plastik bei einem Stück Fleisch oder Käse zum Beispiel dünstet den Weichmacher aus – und besonders fetthaltige Lebensmittel verstärken diese fatale Wirkung.

Dennoch gibt es weiterhin in Massen die in Folien verpackten Nahrungsmittel . Und was noch erschwerend hinzukommt: in der Lebensmittelproduktion bekommt das Essen noch einen zusätzlichen „Kick“, weil auch Plastikschläuche und Rohre aus Plastik sind!

Weichmacher sind also immer noch omnipräsent!

Bei Kindern ist die Belastung besonders hoch und liegt laut Forschern bei 20 bis 30 Prozent über den tolerierbaren Grenzwerten!

Ein weiteres Problem ist, dass in der EU nur einzelne Stoffe geprüft und zugelassen werden. Bei einer einzigen Plastikfolie aber kommen ganze Stoffgruppen zusammen. Und die tatsächliche Wirkung einer solchen Gruppe von Weichmachern ist noch ganz und gar nicht erforscht.

Hier geht es zum Mediathekbeitrag und zur kurzen Dokumentation vom Sendeformat „3 sat nano“ mit dem Titel „Weichmacher begegnen uns fast überall“.

 

Was kann der Verbraucher tun?

 

1. Möglichst frisch und unverpackt einkaufen: Bei Brot, Obst und Gemüse leicht umzusetzen!

2. Fast-Food und stark verarbeitete Lebensmittel meiden!

3. Bio-Lebensmittel bevorzugen!

4. Aus Glasflaschen oder bpa-freien Flaschen trinken!

5. Mit offenen Augen durch den Supermarkt gehen und bewusster einkaufen!

6. Sich informieren: www.love-green.de oder www.in.gredients.com oder www.beunpackaged.com oder www.ajaa.de

 

Siehe hierzu auch die Pressemitteilung der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit ((EFSA)  vom 17.01.2014 zum Thema „Bisphenol A“.

Quelle:
www.wikipedia.de
www.3sat.de/nano

 

Mehr ökologische Themen gibt es hier.

Unbedingt lesen: Zero Waste: Lebensmittel ohne Verpackung einkaufen
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