JOAN BAEZ - How Sweet the Sound JOAN BAEZ - How Sweet the Sound

Eine beeindruckende Filmdokumentation über eine außergewöhnliche Musikerin unserer Zeit - und vor allem über eine unermüdliche Friedensaktivistin!
Mary Wharton
Die begnadete Folk-Musikerin Joan Baez, die mit ihrer klaren Stimme und ihrem filigranen Gitarrenspiel ein außergewöhnlicher Weltstar ist,  sieht sich selbst vor allem als politisch engagierter Mensch.
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Ihre Songtexte sind tief- und feinsinnig. So sagt sie selbst in der aktuellen Filmdokumentation „Joan Baez“ von  Mary Wharton, dass ein neuer Song sie aussuchen würde – und nicht sie den Song. Auch wenn sie trotzdem die Titel anderer Musiker in ihren Bühnenprogrammen spielt.

joan baez

(c) Dana Tynan 2003

Joan Baez ist Jahrgang 1941 und immer noch auf Tour. Mit einer musikalischen Truppe auf der Bühne, die aus ihrer Sicht zur besten ihres Lebens gehört. Mit einem Ausdruck in der Stimme und einer Performance, die authentisch und integer ist und die unter die Haut geht.

In der neuen und nach ihr benannten Filmdokumentation werden mit noch nie veröffentlichten Archivaufnahmen bewegende und private Momente aufgezeigt. Ihre Wegbegleiter wie Bob Dylan, Jesse Jackson, David Crosby und Roger McGuinn erzählen über ihre ganz persönlichen musikalischen und politischen und auch intimen Meilensteine mit der Sängerin und Bürgerrechtlerin.

In einer Zeit, in der „Sex & Drugs & Rock`n Roll“ normal waren, ist die junge Joan Baez einen ganz anderen Weg gegangen – den Weg der Gewaltlosigkeit, Gerechtigkeit und Gleichberechtigung. Drogen- und suchtfrei beschritt sie einfach ihren Weg. Ausgeflippt war sie somit im klassischen Sinne nie. Höchstens in einem anderen Zusammenhang: Wurde sie bei Demonstrationen zur Kriegsdienstverweigerung verhaftet und wieder freigelassen, hat sie einfach an der gleichen Stelle wieder weitergemacht. Und wurde wieder verhaftet...

„Mrs. Frieden“ wurde so ihr Beinamen. Unermüdlich, unerschrocken und mutig. Mitten in die Krisengebiete in der Bürgerrechtsbewegung mit Martin Luther King, in Vietnam, Kambodscha, Chile... (die Liste ist lang!) überall hat sie sich gewaltlos und solidarisch hineingestellt, die Menschen seelisch und moralisch unterstützt und ihre Lieder gesungen.

Die Musik ist ihr Friedenswerkzeug

Ihre Intention ist der unbedingte Willen nach gelebtem Frieden in der Welt. Geprägt durch das Elternhaus  – besonders durch ihren pazifistischen Vater – war so ihr Weg schon absehbar. Doch mit welcher Konsequenz das auch durchgesetzt hat, ist einfach nur beeindruckend.

Von ihrer Stärke und ihrem Mut können wir uns nicht nur eine, sondern ganz viele Scheiben abschneiden...

Die Szene, in der sie mitten im Bürgerkriegs in Sarajevo auf der Straße auf dem Stuhl des berühmten Cellisten Vedran Smailovi mit einer kugelsicheren Weste sitzt und „Amazing Grace“ singt, das geht durch und durch. Da kann man nicht mehr von Herzen „un“berührt bleiben.

 

Joan Baez ist der personifizierte Frieden,
den sie in der Welt sehen will!*

 

Mit diesem Film und Portrait von Joan Baez wird wieder einmal mehr klar, dass wir noch lange nicht in friedlichen Zeiten leben. Ihre Friedensaktivittät reichen nun schon mehr als 50 Jahre zurück – und wo stehen wir in der Welt heute?

Brennpunkte und Kriege sind immer noch und immer wieder an der Tagesordnung. Wir sehen die Bilder in den Medien und schauen gleichzeitig hin und wieder weg. Denn wir fühlen uns schlecht und machtlos dabei. Schütteln fassungslos den Kopf.

Was kann schon der Einzelne tun?

Welche Verantwortung tragen wir?

Wie lange wollen wir unsere Verantwortung ignorieren oder sie der Politik in die Schuhe schieben?

Wann erkennen wir die Notwendigkeit, den Frieden in uns zu kultivieren?

 

 

Hier der offizielle Trailer zum Film:

 

 

 

* Das weltberühmte Zitat von Mahatma Gandhi passt so wunderbar zu Joan Baez : „Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt”. Oft gelesen und gehört, aber mit welcher Konsequenz auch angewandt?

Ein wenig erinnert die Biografie und der Film an Konstatin Wecker, der mit ebenso klarer Sprache und seiner unvergleichlichen Musik seine Zuhörerschaft zum Denken auffordert und durchaus auch mal gerne mitten in ein Wespennest sticht. Er sagt klar, dass jedwede Religion oder Partei niemals Frieden und echten Wohlstand für die Menschheit erreichen werden – aber eine spirituelle Sicht- und Denkweise durchaus den Menschen zugute kommen. Also auch ein moderner Krieger! ;)

 

Liebe Leserin und lieber Leser!

◊ Was ist dein persönlicher Beitrag zum Frieden?

◊ Was sind deine Erfahrungen?

◊ Welche Friedens-Projekte gibt es, die Sinn machen?

Wir sind neugierig und freuen uns auf deinen Beitrag und Kommentar!

 

Quelle:
www.joanbaez.com
www.wikipedai.de
www.absolutmedien.de

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