Gegenwärtig liegt der Fokus in unserer Gesellschaft auf Krankheit und der Angst vor ihren Erregern. Warum wird nicht darüber gesprochen, wie wahre Gesundheit erlangt werden kann? Der Mensch ist schließlich nicht umsonst mit einem Immunsystem ausgestattet. Im nachfolgenden Interview mit der Heilpraktikerin und Autorin Anja Tochtermann bekommen wir einen Einblick in eine alternative Sichtweise.

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Horizonworld (HW): Liebe Anja Tochtermann, wer bist Du, und was machst Du eigentlich?

Anja Tochtermann (AT): Bis 2001 habe ich als diplomierte Wirtschaftsinformatikerin gearbeitet. Durch eine persönliche Krise bin ich schließlich zur Homöopathie gelangt, die mir so sehr geholfen hat, dass ich mich entschlossen habe, Heilpraktikerin zu werden. Seit 2006 habe ich eine eigene Praxis. Ich bilde mich stetig weiter und bin für die große Vielfalt an Heilungsmethoden offen. Mein großartigster Lehrer ist mein Leben selbst, das sich aus meinem Inneren heraus entfaltet und in Beziehung mit jedem Menschen, mit allen Wesen und in jeder einzelnen Begegnung gestaltet. Privat bin ich Mutter von zwei Töchtern und lebe im Schwarzwald.

Heilung ist bereits in jedem einzelnen Menschen angelegt.

HW: Was bedeutet „Heilung“ für Dich?

AT: Für mich ist Heilung bereits in jedem einzelnen Menschen angelegt.
Gesundheit liegt in der Verantwortung eines jeden Menschen selbst und Heilung ist immer mit Bewusstwerdung und Wachstum verbunden. Kein Arzt und kein Heiler könnte etwas tun, was zu Heilung führt, wenn die Lebenskraft eines Menschen nicht in diesem Sinne angeregt wird. Ich selbst habe durch viele Krankheiten erfahren, wie wichtig es ist, meinem Herzen zu folgen und in mir selbst Harmonie herzustellen, da mein Leben nur seinen Zweck erfüllt, wenn ich mich selbst und so den Wunsch meiner Seele erfülle.

HW: Und welche Rolle spielt in diesem Zusammenhang das Immunsystem?

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AT: Das Wort „Immunität“ bedeutet in der Politik „Unantastbarkeit“. In Bezug auf Gesundheit bedeutet es aber nicht, dass man von nichts mehr berührt werden kann und soll. Ein Mensch lebt immer in einer Umgebung, mit der er sich im Austausch befindet. Es gibt Umgebungen, die sehr harmonisch sind, zum Beispiel viele Orte in der Natur, und es gibt Umgebungen, die weniger harmonisch sind. Unser Immunsystem ist das System, das durch Auseinandersetzung mit der Umwelt lernt, den Organismus auszubalancieren. Also ist Immunität nichts, was jemals abgeschlossen werden kann, sondern ein lebenslanger, fortlaufender Prozess. Das Immunsystem ist so etwas wie das Selbstbestimmungsinstrument eines Menschen. Der Mensch wird geboren aus einem wohlbehüteten Raum, dem Mutterleib. Sofort nach der Geburt muss sich das Baby mit allen möglichen Reizen aus der Umwelt auseinandersetzen – hier beginnt bereits das Immunsystem zu reifen. Das Kind lernt im Laufe seines Lebens immer mehr, eine eigene Immunität aufzubauen. Zu beobachten ist, dass im Kleinkindalter besonders viele Prozesse stattfinden (sie werden als überwiegend „Kinderkrankheiten“ bezeichnet), in denen es darum geht, dass das Kind sich darauf einstellt, mit seiner Umwelt im Gleichgewicht zu leben.

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Kann das Immunsystem versagen?

HW: Und wenn das Immunsystem „versagt“?

AT: Das Immunsystem signalisiert, welche Umwelt den Menschen wirklich guttut und welche nicht. Lebt ein Mensch in einer sehr natürlichen Umgebung in einem sehr harmonischen Raum, hat viel frische Luft, sauberes Wasser, gesunde Nahrung und Bewegung an der frischen Luft, und auch gute Gesellschaft, so wird das Immunsystem natürlich viel kraftvoller agieren können als bei einem Menschen, der vielleicht in einem Raum mit großer Luftverschmutzung lebt, oder einfach auch in einem Gebiet, in dem die Natur zerstört wird. Was wir als „Versagen“ des Immunsystems wahrnehmen, ist eher eine wertvolle Signalfunktion. Unser Immunsystem teilt uns mit, welche Umwelt gut für uns ist und welche nicht. Dieser Prozess dauert ein Leben lang an.
Wenn eine Grippe mit Fieber auftritt, so stellt dieses Fieber als Instrument unseres Körpers, unseres Organismus, eine erhöhte Lebenskraft zur Heilung zur Verfügung. Fieber ist sozusagen eine Hilfe, den Prozess, den wir gerade durchlaufen, zur Heilung zu bringen – das Immunsystem hat nicht versagt, es arbeitet! Die Frage ist jedoch, warum ist diese Grippe überhaupt aufgetreten? Erkrankung tritt immer dann auf, wenn in meinen Leben irgendetwas nicht in Balance ist. Das Ziel einer Erkrankung ist immer das Erlangen einer höheren Ebene von Bewusstsein.
Es ist wichtig, diese Signale wahrzunehmen und sie nicht zu unterdrücken, dass wir nicht Schmerzen mit Schmerztabletten behandeln, Hautausschläge nicht mit unterdrückenden Salben… Denn die Folge können chronische Erkrankungen sein – das Signal wird lauter, wenn wir es nicht erhören.
Das Immunsystem ist aber nicht nur ein Instrument des Körpers, sondern vor allen Dingen auch unserer geistig-seelischen Existenz: Wenn ich lerne, mit meinem Immunsystem zu unterscheiden, welche Energien, Felder, Umgebungen, Situationen oder Menschen gut für mich sind und welche nicht, dann werde ich immer feiner, immer sensibler für Umwelteinflüsse, und somit in der Lage sein, zu entscheiden, was mir wirklich guttut. Die Auseinandersetzung des Immunsystems kann über sogenannte Krankheitserreger sichtbar werden, aber auch in zu lösenden Situationen.

 

Es gibt im Grunde gar keinen bösen Krankheitserreger.

HW: Kann ein gutes Immunsystem jeden Krankheitserreger abwehren?

AT: Es gibt im Grunde gar keinen bösen Krankheitserreger, der uns von außen anfällt. Es sei denn, wir haben ein Milieu, das dies zulässt. Eine echte Immunität zu erlangen bedeutet, dass mein Immunsystem hellwach und aktiv ist und in jeder Situation entscheiden kann, ob die Energie, die Umwelteinflüsse, die Erreger, die um mich herum sind, gut für mich sind, ob sie zu viel sind oder ob sie zerstörerisch wirken. Ein echtes Immunsystem, das einen natürlichen Reifeprozess durchlaufen hat, ist in der Lage, das zu unterscheiden und angemessen zu handeln.

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Als sogenannte Krankheitserreger sind überwiegend Viren bekannt, Bakterien, Pilze sowie alle möglichen Arten von Parasiten. Die Frage ist nun: Sind das wirklich die Krankheitserreger? Wenn ich bedenke, dass wir ein Körpersystem haben und ein bestimmtes Milieu in unserem Körper, und wenn ich weiß, dass der ganze Körper von Mikroorganismen besiedelt ist, sogar aus einer Vielfalt an Mikroorganismen besteht – ja woher weiß ich dann, wann ein Bakterium für mich schädlich ist, und wann nicht? Wenige Menschen wissen, dass Louis Pasteur, der Vater der Impfungen, auf dem Sterbebett noch sagte: „Die Bakterie ist nichts, das Milieu ist alles“. Wir selbst sowie auch unser Umfeld sind das Milieu. Mikroorganismen gehören einfach zum Leben dazu. Genaugenommen dienen die sogenannten Krankheitserreger eher als „Anzeiger“ für das, was in Balance gebracht werden will.
Insbesondere Viren arbeiten eigentlich wie ein trojanisches Pferd: Ein Virus ist im Gegensatz zu einem Bakterium kein eigenständiges Lebewesen. Ein Virus ist sozusagen ein Abdruck eines zerstörerischen energetischen Feldes. Befinde ich mich in einer gesunden Schwingung, habe ich eine Frequenz von Balance, kann mich dieser Virus nicht treffen. Wird dem Virus allerdings ein zerstörerisches Milieu geboten, kann er in den Zellen der Lebewesen seine Information ablegen und damit sogar das Erbgut verändern. Ganz besonders Ängste können einem solchen „Trojanischen Pferd“ die Tür öffnen. Nicht die Krankheitserreger sind das Problem, eine sogenannte Krankheit wird immer in einem Organismus selbst erregt durch eine anhaltende Disbalance. Viren, Bakterien, Parasiten, was immer auch als Krankheitserreger bezeichnet wird, sind im Grunde nur Ausdruck und Widerspiegelung dessen, wo etwas nicht im Einklang mit dem Leben ist. Deshalb habe bitte keine Angst vor sogenannten Krankheiten, sondern schau auf Dich selbst. Sorge dafür, dass Dein eigenes Milieu, Dein Körper und auch Dein Lebensraum immer wieder in Harmonie kommt und damit gesund ist. Wenn Du Deinem Immunsystem die Chance gibst, immer wieder zu reifen, dann wird sich in Dir ein rundum gesundes Selbstbestimmungssystem aufbauen, welches Dir erlaubt, in Gesundheit leben zu können – ganz ohne Angst vor Krankheitserregern.

 

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