Paramahansa Yogananda, der viel für das gegenseitige Verständnis westlicher und östlicher Spiritualität tat, verfasste mit seiner Lebensgeschichte einen wunderbaren Klassiker spiritueller Literatur.

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Berührend und hautnah beschreibt er sein Leben in einer indischen Familie, in der es völlig selbstverständlich ist, dass der Vater einem spirituellen Guru folgt und der Junge auf der Straße immer wieder faszinierenden Yogis und Swamis begegnet: Einen „Parfümheiligen“, einen Yogi, der in der Luft schwebt – und schließlich dem unsterblichen Babaji, der ihn in die Lehre des „Kriya Yoga“ einweiht und ihm prophezeit, dass er nach Amerika gehen wird.

Manches liest sich wie im Märchen – kurzweilig, spannend und mit viel Leidenschaft geschrieben. Hier beginnt man die tiefe Liebe der Inder zu ihrer Religion und ihren Gurus zu verstehen. Immer will Yogananda auch lehren und aufklären, lässt seine Meister zu Wort kommen: „Gott ist einfach. Alles andere ist kompliziert.“ Auch widmet er sich wissenschaftlichen Themen, wenn er die Wirkung des „OM“ oder geheime Welt der Atome beschreibt, die wir mit unserem Geist verändern können. Der Unterschied zu manch moderner Literatur: Potentiell können wir dies tatsächlich, aber dem geht eine tiefe, ernsthafte Geistesschulung und Veredelung des Charakters voraus: Ein großer Meister ist jener, der tiefe Liebe im Herzen hat. Schön sind auch die bildhaften Beschreibungen spiritueller Erlebnisse und seine Begegnungen mit Gandhi oder Therese Neumann.

Paramahansa Yogananda (1893-1952) wuchs in wohlhabenden Verhältnissen auf. Sein Vater Bhagabati Charan Gosh war ein hochrangiger Beamter der indischen Eisenbahn. Yogananda traf seinen Guru Yukteswar Giri 1910 bereits im Alter von 17 Jahren. Nach seinem Studienabschluss 1915 am Scottish Church College, angeschlossen an die University of Calcutta trat er dem Orden bei. 1917 gründete er die Yogoda Satsanga Society of India sowie eine Knabenschule in Ranchi. Hier verband er moderne Ausbildungsmethoden mit Yoga-Schulung und geistigen Techniken. Zwanzig Jahre nach seinem Eintritt in den Swami-Orden erhielt Yogananda von Yukteswar den Titel Paramahansa verliehen, was soviel wie „höchster Schwan“ bedeutet, ein hinduistischer Ehrentitel.

 

Rezension von Thomas Schmelzer

 

buch_autobiografieAutobiographie eines Yogi
ISBN 9780876120873
Yogananda, Paramahansa
Verlag Self-Realization Fellowship

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