„Was ist, wenn nichts wirklich real ist, wenn man glaubt, man wacht aus einem Traum auf, aber es ist nur ein weiterer Traum in einem Traum.“ Vielleicht ist „Realität“ nur eine Bezeichnung für einen kollektiven Traum… Woran lässt sich Realität festmachen? Und wie lassen sich Träume steuern?

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Handlungen im Traum steuern

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Engel, Geister und Dämonen
Johann Nepomuk Maier

Schweißgebadet und unruhig aus einem Traum erwacht…Albträume, die immer wieder kehren und in denen man sich hilflos als Marionette des Geschehens fühlt…Nächte, in denen man gar nicht wieder einschlafen will...diese Situation kennen sicher viele. Wer hat sich dabei nicht schon gewünscht, die Handlung im Traum steuern zu können und den Ausgang dieses Schauspiels positiv für sich zu lenken. Dies ist tatsächlich möglich – durch „Luzides Träumen“, eine Technik, die man erlernen kann.

In alten Kulturen, wie z. B. bei den tibetischen Mönchen oder den indianischen Schamamen wird dies bereits seit vielen Jahrhunderten praktiziert. Auch in der Antike beschäftigte man sich mit dem Träumen und wird von Aristoteles mitgeteilt: „oft nämlich sagt einem, wenn man schläft, etwas in seinem Bewusstsein: Was dir da erscheint, ist nur ein Traum.“ Einen Luziden Traum (von lat. lux, lūcis „Licht“) nennt man auch umgangssprachlich „Klartraum“ und wird wie folgt definiert: Ein luzider Traum ist ein Traum, in dem sich der Träumende seines Traumes bewusst ist. In diesem Zuge erlaubt dieses sich Bewusstsein über den Traum dem Träumenden, die Handlung als Außenstehender zu beobachten und ins Traumgeschehen gezielt eingreifen zu können. Erlangt man also diese Fähigkeit lässt sich ein aufkommender Albtraum in eine wunderschöne Wunschtraumwelt verwandeln. In diesem Zustand besitzt man Zugang zum gesamten Wissen, über welches man im Wachsein verfügt.

Man geht bei Träumen davon aus, dass sie uns meist Probleme und Konflikte aus unserem Leben vom Unterbewusstsein heraus widerspiegeln, wie in einem Film oder Theaterstück, teilweise mit surrendem Charakter, bzw. dass wir uns im Traum auf eine andere Wirklichkeitsebene begeben.

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Die Technik des luziden Träumens ermöglicht uns dann, das Problem in verschiedenartiger Weise zu behandeln und auszutesten. Tatsächlich können fortgeschrittene luzide Träumer eine bestimmte Traumszene, eine Problematik, in mehrfachen Varianten „durchspielen“. Um so im Wachzustand zurück gekehrt, das Problem mit einer guten Lösung anzugehen. Menschen, die diese Art beherrschen, können oft auch ihren Alltag besser bestreiten, da sie auch dort die Fähigkeit des luziden Träumens anwenden, indem sie sich in einer Situation, die eine Lösung benötigt, geistig herausnehmen können und in eine Position des neutralen Betrachters begeben. Auf diese Art ist es ihnen möglich schnell zu einer aus ihrer Sicht bestmöglichen, situationsbedingten Entscheidung zu gelangen, ohne sich vom Problem überwältigen zu lassen.

Solche Oneironauten, wie man Menschen mit dieser Technik bezeichnet (von griechisch: oneiros, „Traum“ und nautēs, „Seefahrer“) findet man in vielen Bereichen. So nutzen einige Künstler, Schriftsteller  und Wissenschaftler diese Möglichkeit für sich. Für sie sind diese Klarträume Quelle der Inspiration und Antwortgeber auf so manche Frage. Es wird berichtet, dass Albert Einstein seine weltberühmte Formel e=mc² so auch „erträumt“ habe. Das Wissen um das klare Träumen ist kaum verbreitet, die Existenz jedoch wurde bereits wissenschaftlich erwiesen. Es erhebt sich daraus sogar eine ganz besondere Frage: Ist es möglich diese Handlungsfreiheit, die man in einem Klartraum bewusst anwendet auch in unserer Realität in einer Gruppe von Menschen zu nutzen – und ist vielleicht das ganze Leben ein „Traumspiel“? So wie es der Sci-Fi-Thriller „Inception“ von Star-Regisseur Christopher Nolan zum Thema hat und als Denkspiel die Authentizität der Realität aufgibt: „Was ist, wenn nichts wirklich real ist, wenn man glaubt, man wacht aus einem Traum auf, aber es ist nur ein weiterer Traum in einem Traum.“ Vielleicht ist „Realität“ nur eine Bezeichnung für einen kollektiven Traum… Woran lässt sich Realität festmachen?

Würde man diese Idee weiter verfolgen, eröffnet sich plötzlich nicht nur die Möglichkeit das Traumgeschehen zu beeinflussen, sondern auch das Wachsein. Es wäre uns frei überlassen, kollektiv zu entscheiden, wie dieses „Welttheater“, in dem wir leben, gespielt würde. Wir könnten „aufwachen“ und ganz bewusst Regie darin übernehmen und bräuchten uns nicht mehr einer gewalttätigen Weltgeschichte ausgeliefert fühlen, sondern hätten dadurch die Fähigkeit aktiv an jedem Moment unseres Lebens teilzunehmen und uns eine Welt nach Wunsch zu erschaffen. „Ich mach mir die Welt, widdewidde, wie sie mir gefällt.“, so hatte es auch schon Astrid Lindgren’s unkonventionelle, kreative und freiheitsliebende Pippi Langstrumpf gesehen. In jedem Moment habe ich die Möglichkeit zu einer bewussten Entscheidung, um so meinem Leben eine Richtung zu geben, wie ich sie mir wünsche.

Der innovative Psychotherapeut Arnold Mindell beschreibt in seinem Buch „24 Stunden luzid träumen“, Techniken, um den nichtdualistischen, träumenden Hintergrund der Alltagsrealität wahrzunehmen. Es ist eine subtile psychologische Arbeit, die die Bereiche der Quantenphysik und der Psychologie mit dem Buddhismus und den Weisheitslehren der Urvölker verbindet. Zahlreiche kreative Übungen machen dieses Buch zu einer spannenden und sehr persönlichen Reise, die tiefe Einblicke in die Welt des Heilens, der Divination und der Unsterblichkeit gewährt. Forschungsansätze und die Bedeutung, die das Träumen und auch das Klarträumen aktuell entwickeln, skizziert das Buch „Der luzide Traum“ von Brigitte Holzinger. Aktuelle Grundlagen der R.E.M.-Schlafforschung werden darin gestreift und stellt ebenfalls Überlegungen zum Einsatz des luziden Träumens als Technik für die Kunst des Heilens an.

Anwendung fand diese Technik bereits beim deutschen Psychologen Paul Tholey, der Klarträume dazu nutzte, um komplexe Bewegungsabläufe im Sportbereich zu erlernen. So war es dadurch möglich körperlich anspruchsvolle Sportarten im Zustand des luziden Träumens zu „trainieren“ und damit antizipatorisch für den Wachzustand vorzubereiten bzw. eine Perfektion des Erlernten durch Traumwiederholungen zu erreichen. Auch Albträume wurden erfolgreich von  Celia Green und Stephen LaBerge durch Klarträume behandelt. So existiert der Weg die Technik des luziden Träumens begleitend zur psychotherapeutischen Behandlung von Patienten einzusetzen, die unter posttraumatischen Belastungsstörungen leiden.

Von der Annahme ausgehend, dass alle Bestandteile eines Traums, auch eines luziden Träumens,  Bewusstseinsbestandteile sind, kann ein Träumer in Form eines (Gedanken-)Dialogs mit sich selbst in Kontakt treten, Traumfiguren nach ihrer Bedeutung im Traum oder nach dem Sinn des Traumganzen befragen und damit sogar aktive Traumdeutungen im Traum selbst vornehmen. Fortgeschrittene Klarträumende schaffen sich damit eine „Metaposition“ innerhalb des Traums, von der sie aus ihre Position im Traum reflektieren können.

Klingt ganz wie im Wachsein, oder? Träum ich, oder wach ich…? Wie möchte ich mir heute aktiv meine Welt gestalten?...

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Quellen:

www.spektrum.de

www.luzidertraum.de

www.traum-welt.org.

Wikipedia 

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