Es gibt Orte sowie Naturschauspiele, die den Menschen seit Anbeginn der Zeit in ihren Bann gezogen haben. Der Nil, der sich etwa 6.600 Kilometer lang durch Afrika schlängelt, ist zweifellos einer dieser atemberaubenden Naturphänomene. Und ein Mann, der die außergewöhnlichsten Regionen dieser wunderbaren Welt zu Fuß bereist, ist der britische Forscher und Schriftsteller Levison Wood. Zusammen mit einem Reiseführer wandert er den längsten Fluss der Welt entlang, eine Route, die aufregender und gefährlicher nicht sein könnte. Die fesselnde Dokumentation Mein Traum vom Nil – Auf den Spuren der Pharaonen zeigt vor allem die unvergleichliche Schönheit Afrikas sowie der Menschen, die am Fuße des Nils Zuhause sind.

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Der heilige Gral der Entdecker

Ägypten, das Land der Pharaonen, hat eine überaus bewegte Geschichte, um die sich zahllose Mythen und Legenden ranken. Das ehemalige Imperium Kleopatras im Nordosten des afrikanischen Kontinents hat seit jeher eine magische Anziehkraft auf Eroberer, Abenteurer und Forscher. Bis heute fasziniert das historische Königreich mit seiner reichen Kultur sowie seinen geografischen Besonderheiten. Der Ursprung für die Macht und den Wohlstand des alten Ägyptens war der Nil, dessen Quelle aber ganz woanders liegt. Diese zu finden, war für Entdecker der ersten Stunde so wie den Heiligen Gral ausfindig zu machen. Sie wanderten von Ägypten aus bis in die Berge von Ruanda, wo der Weiße Nil seinen Ursprung hat.

Der britische Autor und Abenteurer Levison Wood dreht den Spieß um und folgt dem Pfad des weißen Nils aus dem Dschungel von Ruanda in die südsudanesische und sudanesische Sahara bis an die ägyptische Mittelmeerküste. Es geht über Berge, durch Flüsse, ins Niemandsland als auch in Konfliktregionen. Doch auch wenn es einige lebensbedrohliche Situation zu sehen gibt, die Reportage von Jamie Berry zeigt kein normales Safari-Abenteuer, sondern macht auf etwas ganz anderes aufmerksam. Der Film zeigt vor allem die einzigartige Schönheit des afrikanischen Kontinents und den Menschen, die trotz aller Krisen, Kriege und Missstände gastfreundschaftlich als auch hilfsbereit sind.

Ein Mann, viele Wege und eine Mission

Auf seinen Wegen durchquert Levison Wood Orte, die meist noch völlig unbekannt und unberührt sind. Während dessen trifft er auf Menschen, die unvorstellbare Dinge gesehen, gemacht und erlebt haben, sowohl schönes als auch schreckliches. Vor allem muss Wood aber ein anderes Hindernis überwinden. Die Dokumentation Mein Traum vom Nil – Auf den Spuren der Pharaonen, die jetzt exklusiv auf maona.tv zu sehen ist, begleitet den Briten auf seiner Reise am Nil entlang, die ihn durch sechs Länder führt. Das Nilwasser fließt völlig unbeirrt über die von Menschenhand gezogenen Linien, die irrationalen Grenzen, an denen es für Menschen meist kein Weiterkommen mehr gibt. Wasser ist immer in Bewegung, Pollen und Samen lassen sich von Flüssen und Wind über Tausende Kilometer weit in die Ferne tragen. Tiere suchen nach Futter und Brutplätzen für ihren Nachwuchs.

Ob zu Wasser, am Boden oder in der Luft, alles Leben auf dieser Erde ist im ständigen Wandel. Nur wir haben uns unsichtbare Hindernisse gesetzt. Levison Wood beweist immer wieder, dass das Leben weitaus mehr bietet als das, was man innerhalb einer Grenze kennenlernen kann. Ob es die eigenen physischen und psychischen Grenzen sind oder jene, die auf einer Landkarte eingezeichnet wurden. Wir haben diese Grenzen gesetzt, nur wir können sie wieder ändern, wagt man den Schritt darüber hinweg, öffnen sich komplett neue Welten. Bis zur Mündung des Nils im Mittelmeer legte Wood mehr als neun Millionen Schritte zurück, jeder einzelne Schritt ist der Beleg dafür, dass Grenzen, wenn überhaupt, nur den einen Sinn haben, dass man den Mut fasst, um sie zu überwinden.

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