Glück und Unglück liegen oft sehr nahe beieinander. Auch Kim Lange, die Hauptfigur aus David Safiers erfolgreichen Roman „Mieses Karma“, macht diese Erfahrung am eigenen Leib. Ausgerechnet in der Stunde ihres

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größten Triumphs- denn sie gewinnt den Deutschen Fernsehpreis- fällt Deutschlands wichtigster Polittalk- Moderatorin das Waschbecken einer herabstürzenden russischen Raumstation auf den Kopf.

Es wäre eine sehr kurze Geschichte geworden, hätten nicht die Buddhisten die Reinkarnation betreffend Recht behalten. Denn Kim trifft nach ihrem plötzlichen Tod auf Buddha. Der berichtet ihr, dass sie leider viel zu viel mieses Karma während ihres Lebens gesammelt hat.

Buddha schickt sie in ein neues Leben, in dem sie die Chance bekommt, ihr Karmakonto wieder aufzubessern. Das Problem ist nur, lebend in einem Erdloch, mit einem viel zu großen Kopf, zwei Fühlern und sechs Beinen ist das nicht so einfach. Die ehemalige Karrierefrau wird als Ameise wiedergeboren.

Doch Kim Lange wäre nicht Kim Lange wenn sie sich von einer solchen Lappalie aufhalten ließe und begibt sich auf die Mission gutes Karma zu sammeln, damit es auf der Reinkarnationsleiter wieder schnell bergauf geht.

Die Thematik, ähnlich bei Franz Kafka ernst und dramatisch in seinem Werk „Die Verwandlung“ behandelt, ist hier eine lustig-leichte Reinkarnationsgeschichte. David Safier erzählt in seinem ersten Buch mit einzigartigem Sprachwitz die Geschichte einer liebenswerten Frau, die sich in einer höchst ungewöhnlichen und skurrilen Situation nicht unterkriegen lässt.

Rezension von Mirja Fürst

 

buch_mieses karmaMieses Karma
ISBN 9783499244551
Safier, David
Verlag Rowohlt Taschenbuch

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