Der norwegische Selfmade-Milliardär Kjell Inge Røkke hat aus Dankbarkeit den Bau eines Mega-Saugschiffes beauftragt, um den Plastikmüll in Ozeanen zu reduzieren und Forschungen durchzuführen. Die Kosten für dieses Projekt bleiben sein Geheimnis, der Wert des Vorhabens für uns und den gesamten Planeten ist aber unbeschreiblich hoch.

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Forschung und Umweltschutz aus Dankbarkeit

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Der norwegische Milliardär Kjell Inge Røkke hat einen erheblichen Teil seines Vermögens an die Gesellschaft zurückgegeben und gleichzeitig viel für den Umweltschutz getan. In Zusammenarbeit mit der Umweltschutzorganisation WWF hat er ein Forschungsschiff bauen lassen, das unter anderem Müll vom Meeresboden aufsaugt und dann schadstofffrei verbrennen kann. Das Schiff ist auch mit Mess- und Forschungseinrichtungen ausgerüstet, welche die Atmosphäre, das Meerwasser sowie den Grund bis 20 Meter tief unter dem Meeresboden erfassen können.

Das Projekt wird von der REV-Ocean geplant und durchgeführt. Das ist ein gemeinnütziges Unternehmen, das im Jahr 2017 mit einem klar definierten Ziel gegründet wurde – Die Meere dieser Welt sollen wieder gesund und sauber werden. Außerdem dient es dazu, den Ozean besser kennenzulernen. Laut dem Max-Planck-Institut sind nur etwa fünf Prozent der Weltmeere erforscht worden.

Wie viel der norwegische Geschäftsmann Kjell Inge Røkkein in das Projekt eines Forschungsschiffs für die Umweltschutzorganisation WWF stecken wird, bleibt sein Geheimnis. Bekannt ist lediglich, dass er nicht nur den Bau, sondern ab 2020, wenn das Schiff vom Stapel laufen soll, bis zu 60 Wissenschaftler sowie die 30-köpfige Besatzung finanzieren will.

„Das Meer hat mir große Möglichkeiten gegeben. Dafür bin ich sehr dankbar“, begründete Kjell Inge Røkke sein Engagement.

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Kleidung und Autoreifen als Meeresverschmutzer bislang unterschätzt

Plastikmüll aller Art ist in den Meeren schon lange ein Problem. Auch, dass dieses Problem größer wird, ist bekannt. Zwischen 4,8 und 12,7 Millionen Tonnen Kunststoffmüll landet pro Jahr in den Meeren, rechneten Forscher 2015 in einer Studie vor. Eine Untersuchung der Weltnaturschutzunion (IUCN) hat sich die Quellen dieses Mülls vorgenommen. Demnach verschmutzen zu einem großen Teil Plastikpartikel aus synthetischer Kleidung und Autoreifen die Ozeane – und zwar in einem bislang nicht bekannten Ausmaß.

Diese winzigen Teilchen, auch Mikroplastik genannt, sind unter fünf Millimeter groß und reiben sich beim Waschen oder Autofahren permanent ab. Irgendwann landen sie über Abwasser, Wind oder Regenwasser im Meer, wie die IUCN berichtet. Von der Menge an Plastikmüll, die jährlich ins Meer wandert, bestehen demnach zwischen 15 und 31 Prozent aus winzigen Plastikpartikeln.

Kjell Inge Røkke – zur Person

Seine berufliche Karriere begann er mit 18 Jahren als Fischer auf Booten seiner Heimatstadt Molde. Er verfügt nach eigenen Angaben über keine berufliche Ausbildung, er habe lediglich „die Universität der Gosse“ besucht, wie er selbst einmal ausgeführt hat. Er arbeitete in den Folgejahren mehrere Jahre auf Trawlern vor Alaska, womit er den Grundstock für sein erstes Vermögen legte. Anfang der 1990er Jahre kehrte er nach Norwegen zurück und begann damit, verschiedene Unternehmen aufzukaufen und umzustrukturieren. Heute ist er der Hauptaktionär des industriellen Investmentunternehmens Aker und gilt als einer der reichsten Personen Norwegens.

„Ich möchte den Großteil dessen, was ich verdient habe, der Gesellschaft zurückgeben. Die REV ist ein Teil davon.“

 

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Quellen:

REV-Ocean– Die offizielle Homepage des Projekts

Wie viel Prozent der Meere sind erforscht?

http://www.stern.de/wirtschaft/kjell-inge-r%C3%B8kke–norwegischer-milliardaer-trennt-sich-vom-loewenanteil-seines-vermoegens-7437084.html

http://diepresse.com/home/wirtschaft/eco1848/5210949/Norwegischer-Milliardaer-steckt-Loewenanteil-seines-Vermoegens-in

http://www.spiegel.de/wirtschaft/norwegischer-milliardaer-will-fuer-meeresforschung-spenden-a-1145862.html

http://derstandard.at/2000056905782/Norwegischer-Milliardaer-trennt-sich-vom-Loewenanteil-seines-Vermoegens

http://science.sciencemag.org/content/347/6223/768

http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/mikroplastik-kleidung-und-reifen-verschmutzen-die-meere-a-1135818.html

https://portals.iucn.org/library/node/46622

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