... geben erschreckende Zahlen preis – wie Regina Heckert in der neuen Ausgabe von Connection Tantra in einem ausführlichen Artikel und einer  Bestandsaufnahme aufzeigt.

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Schluss mit dem Druck!

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Für Paare und alle, die es werden wollen
Susanne Wendel

In einer scheinbar aufgeklärten und modernen Gesellschaft ist es wohl immer noch so, dass Frau mit Mann nicht über die eigenen Bedürfnisse redet oder diese einfühlsam einfordert. Gerade unsere entwickelte und emanzipierte Lebensform macht auch den Frauen nicht nur im Berufsleben sondern auch im Bett mehr Druck. Aufklärung ist hier gefragt! Dringend!

Hier geht es zum aktuellen Artikel von Regina Heckert – erschienen im Connection Sonderheft TANTRA/August 2013.


Verschiedene Studien und deren Ergebnisse

Häufigkeit des Orgasmus

Nur 33% der deutschen Frauen kommen beim Sex regelmäßig zum Orgasmus (sagt die Deutsche Gesellschaft für Sexualforschung).

Eine Studie von Lehmann aus dem Jahr 2003 zeigt, dass nur 4% der Frauen rein vaginal einen Orgasmus erreichen.

52% der Frauen brauchen gleichzeitig eine klitorale und vaginale Stimulation. Rein klitoral erreichen 30% den Orgasmus. Am sichersten kommen Frauen beim Sex zum Orgasmus, wenn die Klitoris zusätzlich stimuliert wird durch die gewählte Stellung, den Partner, die Frau selbst oder durch Sexspielzeug. (Durex Studie Sexual Wellbeing Global Survey 07/08).

Etwa 12% der untersuchten Frauen sind unfähig, einen Orgasmus zu erleben bzw. haben noch nie einen erlebt. (European Society for Sexual Medicine laut Prof. Ulrich Clement).
Frauen erleben häufiger, immer oder fast immer einen Orgasmus, wenn sie alleine sind und nicht zusammen mit einem Partner. (Studie von Davis, Blank, Hung-Yu und Bonillas, von 1996, laut Prof. Ulrich Clement) Die sexuelle Unzufriedenheit von Frauen nahm innerhalb von 20 Jahren stark zu: 1975/77 klagen nur 8% über sexuelle Lustlosigkeit, 1992/94 waren es 58%. (Sexualberatungsstelle der Uni Hamburg; Schmidt 1996).

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Sexuelle Dysfunktion

43% der befragten 1749 Frauen litten an einer sexuellen Dysfunktion (US-Studie von Edward Laumann, einem Soziologen der University of Chicago, aus dem Jahr 1999). 90 % der befragten Frauen gaben an, ihren Partnern schon mindestens einmal einen Orgasmus vorgetäuscht zu haben, nur mit der Hälfte ihrer Partner hatten sie überhaupt einen (Charité-Studie von 2004). Beides zu finden auf: www.zeit.de/zeit-wissen/2005/ 05/Orgasmus.xml
Knapp 60% der befragten Rheinländerinnen gaben eine sexuelle Störung an. (»Cologne 20 000 Community Survey «, eine Umfrage der Urologischen Klinik Köln, die 2003 auf einem Kongress in Paris präsentiert wurde, zu finden auf http://www.stern.de/wissen/mensch/sex-umfrage- wer-kommt-wann-618693.html)

Vorgetäuschter Orgasmus

Frauen täuschen unter anderem deshalb einen Orgasmus vor, um für den Partner sexuell attraktiver zu sein (Studie von S.M. Grüsser und KollegInnen, 2003). Dies hat häufig Auswirkungen auf das Selbstwertgefühl der Frauen. Viele Frauen spüren, wie sie sich durch ihr unehrliches Verhalten von ihrem genussvollen Körpergefühl entfernen und sich in einen Teufelskreislauf hinein begeben: Aufgrund des nicht erlebten Orgasmus und der Zunahme des Erwartungsdruckes an sich selbst verstärkt sich meist auch die innere psychische Anspannung, wodurch ein Orgasmus noch viel unwahrscheinlicher wird (www.sexmedpedia.com/artikel/orgasmusstoerungenbei- der-frau).

Genetisch bedingt

Orgasmusschwierigkeiten sind zu einem Drittel bis knapp zur Hälfte Veranlagung, haben britische Forscher bei einer Studie mit Zwillingen herausgefunden. Gesellschaftliche Einflüsse wie Familie, Religion und frühe Erziehung hätten dagegen kaum Auswirkungen (Kate Dunn von der Universität Keele und Kollegen in den »Biology Letters« der Londoner Royal Society, DOI: 10.1098/rsbl.2005.0308). Die Studie verweist erstmals auf eine genetische Basis für die Orgasmusfähigkeit von Frauen (www.news.at/articles/0523/610/113915/ studie- forscher-orgasmus-frauen-genen).

Kompensation durch Arbeit

Auch bei Frauen beeinflussen sexuelle Probleme zahlreiche Lebensaspekte und sind verbunden mit einer verminderten Leistungsfähigkeit und einer verminderten Befriedigung im interpersonalen, beruflichen und emotionalen Bereich. Dabei scheint es den Frauen weniger als den Männern zu gelingen, die sexuellen Probleme etwa durch eine Flucht in die Arbeit zu kompensieren bzw. zu verdrängen.
Die hier genannte und andere Studien haben gezeigt, dass ein enger Zusammenhang zwischen sexueller Gesundheit und der allgemeinen Lebenszufriedenheit besteht. (Fugl-Meyer et al. 1997, Mc-Cabe 1997, Litwin et al. 1998, Ventegodt 1998, Benkert 1999; dort speziell S. 72).

Sexuelle Unzufriedenheit führt zu Seitensprüngen In einer im Projekt Theratalk am Institut für Psychologie der Universität Göttingen durchgeführten Studie wurde untersucht, wie häufig sexuelle Unzufriedenheit in der Partnerschaft als Grund für einen Seitensprung eine Rolle spielt. Befragt wurden 219 Männer und Frauen, die selbst untreu waren. 76 % der Männer und 84 % der Frauen gaben an, dass sexuelle Defizite in der eigenen Partnerschaft bei ihrem Seitensprung die Hauptrolle spielten. Sexuelle Unzufriedenheit war damit der häufigste Grund für den Seitensprung (www.theratalk.de).

Weitere Beiträge zum Thema auf der HORIZONWORLD.

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Quelle:

www.connection.de

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