Die Doku „37 Grad“ des zdf-Fernsehens geht den Hintergründen und üblen Machenschaften der Lederindustrie auf den Grund: Nach dem Anschauen der Sendung „Gift auf unserer Haut“ ist der Konsument fast gezwungen, nicht mehr länger die Augen zu

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verschließen und den nächsten Winterstiefeleinkauf mit anderen Augen zu betrachten!

Bangladesch ist eines der ärmsten Länder auf dieser Welt – und auch eines der meist Verseuchten! Dort ist die Konzentration von Gift in Luft, Wasser und im Erdboden besonders hoch. Kein Wunder, denn die Textil- und Schuhbranche lässt dort unter äußerst menschenverachtenden Bedingungen das Grundmaterial für modisches Schuhwerk und Taschen, Gürtel und Geldbörsen fertigen. Leder zum Beispiel ist mittlerweile ein knappes Gut – darum können die Taschen- und Schuhhersteller die Befriedigung des Marktes nicht alleine mit Fellen aus deutschen Landen bewerkstelligen. Der Welthandel kommt hier zum Zuge – und damit die Gefahr von hochgiftigen Stoffen, die beim Tragen der Schuhe sich langsam aber sicher lösen. Schon mehrfach wurden im Handel Artikel zurückgerufen – dummerweise ausgerechnet viel Baby- und Kinderschuhe.

Was ist der Hintergrund? Zur Gerbung des Leders wird die Chemikalie Chrom 3 verwendet. Die (teilweise noch sehr jungen) Gerber in Bangladesch übrigens stehen dazu mit ihren nackten Füßen in der Gerbbrühe. Nun passiert es aber, dass sich bei unsachgemäßer Verarbeitung das Chrom 3 mit der Zeit in das hochgiftige Chrom 6 wandelt. Dies ist sogar gar keine Seltenheit – und würde man mehr Stichproben veranlassen, würden sicherlich noch weitere Mängel und Produkte auftauchen. Chrom 6 wirkt erbgutverändernd und damit kanzerogen, dazu kann es lebenslange Allergien auslösen.

Steht in einem Schuh „Made in Turkey“, wurde der Schuh zwar dort zusammengenäht, es gibt aber keinerlei gesetzliche Kennzeichnungspflicht für die Herkunft des Leders!  Allerdings wäre das ziemlich brisant, denn das billige Leder in Bangladesh kommt tatsächlich von billigen Kühen aus Indien! Ja, in Indien sind Kühe heilig – doch es gibt kontinuierlich illegale und tierquälerische Transporte der heiligen Tieren über die Grenze nach Bangladesch... und wie sie dort abgeschlachtet werden ist nichts für zarte Nerven!

Die Organisation Human Rights Watch (www.hrw.org/de/deutschland) beobachtet schon seit Jahrzehnten die Situation. Auch PETA(www.peta.de) ist beimTierschmuggel vor Ort und berichtet darüber. Die Ursache ist der Hunger, und die Menschen stehen vor der Wahl: Weiter hungern oder lieber bezahlte (aber krankmachende) Arbeit! Und die Regierung ignoriert die Probleme. Das giftige Wasser wird nicht geklärt und die Menschen haben dort eine Lebenserwartung von ca. 40 Jahren!Was kann der Verbraucher tun? Er hat nun die Möglichkeit, selbst zu entscheiden! Für Hersteller und  Händler, die ökologisch und nachhaltig produzieren! Zudem gibt es ein so genanntes Schnellalarmsystem der europäischen Union für Rückrufe von schädlichen Produkten. Damit kann man Risiken vermeiden. Also: Augen auf beim Schuhkauf! Gezielt nachfragen und natürlich gerne diesen Bericht teilen und es weiter tragen!

 

Hier geht es zum Mediathekbeitrag der Dokumentation.

 

Quellen:
www.zdf.de/37-Grad/
www.peta.de
www.hrw.org

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