Die Abholzung der großen Regenwaldzonen dieser Erde schreitet voran, viele Länder haben sich bereits gegen dieses Übel ausgesprochen. Norwegen ergreift jetzt auf sehr konsequente Weise die Initiative und legt einen Bann über alle Produkte, die mit Abholzung in Verbindung zu bringen sind.

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Selbstverpflichtung zum Schutz des Regenwaldes

Norwegens Regierung setzt sich schon länger für den Schutz von Regenwäldern ein. So unterstützte sie Initiativen gegen die Abholzung von Regenwald in Brasilien, Indonesien oder der Demokratischen Republik Kongo.

  • Norwegen will eine Selbstverpflichtung zum Schutz des Regenwaldes einführen
  • Davon betroffen sind alle Importgüter und Aufträge für Firmen
  • Die norwegische Stiftung zum Schutz des Regenwaldes will, dass andere Länder dem Beispiel folgen

Hättet ihr es gewusst? Jedes Jahr werden schätzungsweise 55 Milliarden Tonnen fossile Energie, Mineralien, Metalle und Biomasse aus der Erde gefördert. Das Resultat: Menschen verbrauchen bis zu 50% mehr der natürlichen Ressourcen, als der Planet ohne Mühe zur Verfügung stellen kann. Wissenschaftler mutmaßen sogar, dass die Regenwälder auf der Erde innerhalb der nächsten 100 Jahre komplett verschwinden könnten. Nach Norwegen dürfen entsprechende Güter nur noch eingeführt werden, wenn sie aus nachhaltiger Produktion stammen.

Dieser bahnbrechende Schritt bedeutet, dass das Land über die öffentliche Auftragsvergabe der Regierung gelobt, jedes Produkt in seiner Lieferkette zu verbieten, das zur Entwaldung der Regenwälder beiträgt. Selbst die Benutzung von mit Entwaldung in Zusammenhang bringenden Produkten soll in dem skandinavischen Land ab jetzt verboten sein – diese Regelung ist weltweit einzigartig.

„Das ist ein wichtiger Sieg im Kampf für den Schutz der Regenwälder.“

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Die Gesetzgeber haben sich auch dazu verpflichtet, einen Weg zu finden, wie sie essentielle Produkte so beziehen können, dass sie keine oder nur geringe Folgen auf ihr Ökosystem nehmen. Dazu gehören Produkte wie Palmöl, Soja, Rindfleisch und Holz. Diese Maßnahme könnte viel bewegen, da die Vereinten Nationen schätzen, dass die Produktion von Palmöl, Soja, Rindfleisch und Holzgütern die Schuld an etwas weniger als die Hälfte der gesamten Entwaldung der tropischen Wälder trägt.

Deutschland sollte nachziehen

Nils Hermann Ranum, ein Sprecher der Stiftung, fordert, dass andere Staaten Norwegens Beispiel folgen:

„Besonders Deutschland und Großbritannien müssen handeln.“

Hintergrund dieser Forderung ist eine gemeinsame Erklärung der drei Länder vom UN-Klimagipfel bereits im Jahr 2014 in New York. Darin war die Absicht formuliert worden, bei Ressourcen und internationalen Aufträgen auf Nachhaltigkeit zu setzen.

Der verabschiedete Aktionsplan Norwegens für Naturvielfalt sieht nicht nur diesen konsequenten Schritt vor, sondern er beauftragt die norwegische Regierung auch damit, den Artenreichtum des Regenwaldes zu schützen.

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Quellen:

http://www.trendsderzukunft.de/norwegen-verbietet-produkte-die-aus-entwaldung-stammen/2016/06/19/

http://www.huffingtonpost.de/2016/05/30/norwegen-regenwald-abholzung-naturschutz-umweltschutz-nachhaltigkeit_n_10203564.html

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