Öko-Test hat 25 bunte Nagellacke und Klarlacke von namhaften Marken im Labor auf Schadstoffe untersucht. Das Ergebnis: mehr als jeder zweite Nagellack enthält krebserregende Stoffe.

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Nachweisbar krebserregend

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Catharina Roland

Die Nagellacke mit den trendigen Namen wie „Happy Party“ und „Art Couture“ enthalten die Schadstoffe Nitrosamine und sind damit nachweisbar krebserregend. Bei einigen Testobjekten waren die Werte so hoch, dass sie laut EU-Verordnung sogar verboten sein müssten. Bei den meisten Produkten verwenden die Hersteller zudem UV-Filter, um den Lack gegen Sonneneinstrahlung zu schützen. In 16 von 25 Produkten war der ebenfalls als krebserregend geltende Stoff Benzophenon enthalten. Er könnte unter Umständen sogar Schäden bei der körperlichen und geistigen Entwicklung hervorrufen.

Nur eine Beurteilung mit „sehr gut“

Vier namhafte Produkte bekamen von Ökotest eine mangelhafte Bewertung: einmal der Douglas Klarlack „Happy Party 4“, „Art Couture Nail Lacquer“ von Artedco, Essies farbiger „Gel Couture“-Lack und das „Max Factor X Gel Shine Lacquer“ von Coty fiel bei Ökotest durch.

Von insgesamt 25 getesteten Nagellacken ist nur ein einziger frei von bedenklichen Inhaltsstoffen: Der Natural Nail Polish im Farbton 05 Urban Taupe von Logona bekommt das  Prädikat „sehr gut“. Der Lack enthält weder Nitrosamine, noch Weichmacher. Es handelt sich um zertifizierte Naturkosmetik.

Öko-Test hat vier weitere Produkte mit „gut“ bewertet. Diese Testprodukte haben keinen oder nur einen geringen Nitrosamine-Gehalt, enthalten jedoch einen bisher wenig erforschten Weichmacher (Acetyltributylcitrat). Welche gesundheitlichen Risiken mit dem Weichmacher einhergehen, ist bislang unklar.

  • Essie Gel Couture Topcoat (Klarlack)
  • Maybelline Super Stay 3D Gel Effect (Klarlack)
  • Trend It Up UV Powergel High Shine (Klarlack)
  • Alterra Naturkosmetik Nagellack mit Bio-Arganöl (Farbe 05 Berry)
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Nitrosamine

Der korrekte Fachbegriff lautet N-Nitrosamine und umfasst eine Gruppe organischer Verbindungen. Viele Nitrosamine sind akut giftig, fast alle sind mutagen und kanzerogen (krebserregend). Da die Bildung von Nitrosaminen leicht erfolgt und geeignete Ausgangsstoffe weit verbreitet sind, kommen Nitrosamine fast überall vor.

Augen auf beim Nagellackkauf

Sogenannte „Free“-Nagellacke sind frei von bestimmten Substanzen, wobei der Hersteller entscheidet, welche das sind. Nagellacke, die sich „3-Free“ nennen, verzichten meistens auf Phtalate, Formaldehyd und Toluol, „4-Free“ und „5-Free“-Lacke kommen in der Regel zusätzlich ohne Campher, Formaldehyd-Harze und/oder Kolophonium aus. Einige Hersteller bieten sogar „7-Free“-Lack an, der zudem tierversuchsfrei und vegan ist.

Wenn du Nagellack kaufst, solltest du auf jeden Fall mindestens auf die „Free“-Deklaration achten. Doch Vorsicht: Auch als „5-Free“ beworbene Nagellacke können noch einige bedenkliche Inhaltsstoffe wie etwa chemische Farbstoffe, UV-Filter und Weichmacher enthalten.

Das gilt auch für die meisten Nagellacke, die Naturkosmetik-Hersteller verkaufen.

 

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Quellen

https://www.oekotest.de/kosmetik-wellness/25-Nagellacke-im-Test_109914_1.html

https://www.ewg.org/release/duke-ewg-study-finds-toxic-nail-polish-chemical-women-s-bodies#.WglIS4iDPIU

http://www.chemie.de/lexikon/Nitrosamine.html

Utopia

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