Wer beim Einkaufen auf Plastik verzichten will weiß, dass dies nicht immer einfach ist. Unsere holländischen Nachbarn sind diesbezüglich etwas fortschrittlicher. Dort bietet die BIO-Supermarktkette Ekoplaza knapp 700 Produkte ohne oder in alternativen biologisch abbaubaren Verpackungen an.

Am Ende des Beitrags findest Du eine  Liste deutscher Unverpacktläden!

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Plastikfreie Gänge

Die Supermarktkette Ekoplaza hat den ersten kunststofffreien Gang der Welt eingeführt. Es gibt rund 700 Produkte in diesem Gang, und diese ohne jede Plastikverpackung, darunter Fleisch, Reis, Soßen, Molkereiprodukte, Schokolade, Getreide, Snacks, Obst und Gemüse. Ekoplaza verwendet alternative Verpackungen, die wir bereits kennen: Glas oder Pappe, sowie neue biologisch abbaubare Materialien. Das Sortiment soll zudem weiter anwachsen. Auch online sind die Produkte erhältlich.

Nicht verpackungsfrei, sondern plastikfrei

So lautet das Motto der Organisation A PLASTIC PLANET aus Großbritannien. Gemeinsam mit EKOPLAZA wollen sie mit dem Angebot der „plastikfreien Gänge“ auf das Plastik-Problem hinweisen und Alternativen anbieten. Ziel ist es nicht, generell auf Verpackungen zu verzichten, sondern auf erdölbasierte Plastikverpackungen. Damit reagiert Ekoplaza auch auf den Wunsch vieler Kunden. Jetzt kann der Kunde selbst entscheiden, welche Verpackungsart er wählt.

Eine weitere Alternative: Verzicht auf Verpackungen

Bei Obst und Gemüse lässt sich der Verpackungsmüll noch recht einfach mit einem Besuch auf dem Wochenmarkt vermeiden. Doch bei Nudeln, Mehl, Schokolade oder Seife wird es schon schwieriger. Die Lösung bieten Unverpackt-Läden. Hier können Kunden die Waren in mitgebrachte Gefäße abfüllen. Das spart richtig Müll und hilft außerdem Lebensmittelverschwendung zu vermeiden. Hier ein Kurzbericht auf YouTube über „Annas Unverpackt“ Laden in Heidelberg.

 

Warum verzichtet der Handel nicht verstärkt auf Verpackungen?

In vielen Supermärkten, ob Bio oder konventionell gibt es oft kaum noch die Wahl zwischen vorverpackt und lose. Das hat Gründe: Für den Handel bieten die Verpackungen logistische Vorteile beim Transport und Stapeln, Kunden sind gezwungen, mehr zu kaufen als geplant und an der Kasse geht es schneller, da nicht mehr gewogen werden muss. Verpackungen machen das Geschäft effizienter und daher angeblich sogar günstiger als ohne Verpackungen. Darüber hinaus argumentiert der Handel mit Hygiene, Frische und Schutz der Produkte, was jedoch nur für wenige Produkte nachvollziehbar ist.

Was du tun kannst: Sprich das Problem im Supermarkt an und fordere mehr unverpackte Ware ein. Lasse Deinen Verpackungsmüll einfach im Geschäft: Das macht den Müll nicht weniger, aber setzt ein Zeichen! Ohne Forderungen der Kunden wird sich der Handel kaum bewegen!

Unverpackt-Supermärkte in Deutschland

Unverpackt-Läden gibt es nicht nur in den Großstädten, sondern überall in ganz Deutschland verteilt. Schau doch bei den Unverpackt-Läden vorbei und probiere aus, ob das Konzept zu Dir und Deinen Einkaufsgewohnheiten passt.

Keine reinen Unverpacktläden, aber konventionelle Läden mit unverpackt-Angeboten findest Du unter http://wastelandrebel.com/de/liste-unverpackt-laeden/

Fazit: Wiederverwertbare bzw. kompostierbare Verpackungsamaterialien sind eine gute Alternative zu erdölbasiertem Plastik, doch Fakt ist, dass wir generell zu viel Müll produzieren und Lebensmittel verschwenden. Deswegen wäre ein weitestgehender Verzicht in Kombination mit alternativen Verpackungen wohl die nachhaltigste Lösung.

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Quellen:

http://aplasticplanet.com/a-plastic-free-aisle.php

https://www.ekoplaza.nl/nieuws/detail/ekoplaza-wereldnieuws

https://www.huffingtonpost.co.uk/entry/plastic-free-aisle-supermarket-amsterdam_uk_5a953989e4b02cb368c58cb1?ncid=fcbklnkukhpmg00000001

https://wastelandrebel.com/de/liste-unverpackt-laeden/

https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/ressourcenschonung/einzelhandel-und-umwelt/nachhaltigkeit/19107.html

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