H. Shamarpa Rinpoche lehrte weltweit in zahlreichen buddhistischen Organisationen der Karma Kagyü Linie, war als Autor tätig und hielt Vorträge, wie diesen hier. Er lässt uns in eine unbekannte Welt eintauchen und liefert uns einen Einblick in die buddhistische Vorstellung vom Leben nach dem Tod.

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Wiedergeburt ist selbstverständlich

Die Frage, ob es ein Leben nach dem Tod gibt, beschäftigt die Menschheit schon seit Anbeginn ihrer Zeit. So hat jede Religion, jede Art der Weltanschauung und auch die Wissenschaft eine unterschiedliche Auffassung darüber, was mit uns geschieht, nachdem wir gestorben sind. Das Interessante an diesem Vortrag von S. H. Shamarpa Rinpoche ist, dass er uns einen Einblick in eine Welt gibt, die für die meisten von uns relativ unbekannt ist.

S. H. Shamarpa Rinpoche stellt uns in seinem Vortrag eine Darstellung aus einer Kultur vor, für die Wiedergeburt selbstverständlich ist. Der spirituelle Lehrer geht hierbei explizit auf die vier Kategorien der Buddhismus-Physik, und zwar der physischen Form, dem Hauptgeist, der Geistesformation und den nicht zusammengesetzten Phänomenen ein.

Darüber hinaus stellt er die 4 philosophischen, Buddhistischen Schulen vor und geht auf die unterschiedlichen Auffassungen darüber, was nach dem Tod geschieht ein. Denn gerade in diesem Bereich unterscheiden sich die Meinungen auch im Buddhismus. Einig sind sich jedoch alle Schulen, wenn sie sagen, es gibt definitiv ein Leben nach dem Tod, zumindest für unseren Geist. Du kannst diesen Vortrag jetzt auf maona.tv anschauen!

ACHTUNG: Der Vortrag ist in englischer Sprache und wird zeitversetzt übersetzt!

Wer war S. H. Shamarpa Rinpoche?

H. Shamarpa Rinpoche galt als der zweithöchste spirituelle Lehrer der Karma-Kagyü-Schule nach dem Gyalwa Karmapa. Geboren 1952 in Dêgê, Tibet und gestorben am 11. Juni 2014 in Renchen-Ulm, Deutschland, war er eine Ausstrahlung Amitabhas, des „Buddhas des grenzenlosen Lichts“, welcher durch ihn in Form eines Mahabodhisattvas in unserer Welt erschien. Der tibetische Titel Shamar steht für „Lama mit der rubinroten Krone“.

H. Shamarpa Rinpoche lehrte weltweit in zahlreichen buddhistischen Organisationen der Karma Kagyü Linie, wobei er regelmäßig die Diamantweg-Zentren besuchte, um dort Belehrungen und Einweihungen zu veranstalten. Er war ein großer Humanist und Philanthrop. In seinem Buch „Creating a Transparent Democracy“ beschreibt er beispielsweise die Idee eines echten demokratischen Systems, welches dem Nutzen und dem Wohlstand der Menschen verpflichtet ist. Mit dem Werk war er der Hoffnung, jemand würde diese Idee aufgreifen um kleinen Ländern, wie beispielsweise Nepal zu helfen. Denn sein Hauptziel war das Glück und Wohlergehen der Menschheit und das sowohl in Hinsicht auf den Einzelnen als auch die Gesellschaft.

Aber nicht nur das Wohlergehen der Menschen. Auch Tiere, Umwelt, ja der gesamte Planet lag dem spirituellen Lehrer am Herzen. So hat S. H. Shamarpa Rinpoche beispielsweise die Stiftung Infinite Compassion („grenzenloses Mitgefühl“)ins Leben gerufen, welche sich für die artgerechte Behandlung und Haltung von Nutztieren einsetzt, sodass diese nicht unter qualvollen Bedingungen leben und sterben müssen.

Noch kurz vor seinem Tod hatte seine Heiligkeit S. H. Shamarpa Rinpoche noch ganz Europa bereist um in zahlreichen Zentren der Karma-Kagyü-Dharma-Familie, Belehrungen zu halten. Dazu zählten unter anderem Dhagpo Kagyü Ling in der französischen Dordogne (dem europäischen Hauptsitz des 16. Karmapa), Kagyü Ling in Manchester/ England (dem Hauptzentrum der Dechen-Gemeinschaft), das Londoner Beaufoy Institute, das letzte Diamantweg-Zentrum, welches er in dieser Inkarnation besuchen sollte, und Renchen- Ulm, der europäische Hauptsitz seiner Organisation Bodhi Path, deren Aufbau er sich seit Mitte der 1990er Jahre verpflichtet hatte.

S.H. Rinpoche starb am 11. Juni 2014.

 

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 Quelle:

http://www.shenpendeutschland.org/7-dzogchen-rinpoche

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