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Die Revolution hat schon begonnen! Hintergründe und Zukunftsvisionen der Energiewende!
Roger Hagstock
Wohnen wird immer teurer – und der „brave“ Bürger darf wieder etwas tiefer in die Tasche greifen. Seit Ende 2013 liegt die EEG-Umlage (Erneuerbare Energien-Gesetz) auf 5,3 Cent/kWh und ist damit fast um 50 % gestiegen. Die Kosten
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trägt der Stromkunde – also Menschen wie du und ich und kleine sowie mittelständische Unternehmen.

Dabei sind die so genannten Mietnebenkosten sowieso seit dem Jahr 2002 signifikant am Explodieren: Sie stiegen nämlich deutlich stärker als unsere Löhne & Gehälter: um ganze 43 % genau.

Energiekosten haben sich innerhalb von 10 Jahren „einfach mal“ verdoppelt!

Auch das Umweltinstitut München e.V. berichtet, dass sich in den letzten zehn Jahren die Energiekosten (Kohle, Erdgas, Erdöl,…) nahezu verdoppelt haben! Die Kosten für Strom sind in diesem Zeitraum dabei „nur“ um 48 % gestiegen. 25 % des Stroms kommen übrigens von Wind, Sonne & Co..

Das Statistische Landesamt spricht inzwischen von 17 Prozent „energiearmen“ Haushalten – das ist also jeder sechste Haushalt, der mehr als zehn Prozent seines Nettoeinkommens für Wohnenergie wie Strom, Heizung und Warmwasser ausgeben muss.

Und die Politik träumt weiter vor sich hin. Zwar gibt es ein „Bündnis für bezahlbares Wohnen“ – dort finden sich aber keinerlei Regelung oder Vorschläge für die Problematik der steigenden Nebenkosten und ständiger Strompreiserhöhungen. Logisch, die Energielobby sitzt „warm“ im Deutschen Bundestag – sollen doch die „armen“ Bürger frieren…

Nur 1 Prozent der Häuser sind energiesparend saniert

Immerhin sind ganze ein (!) Prozent der Häuser energiesparend mit Wärmedämmung und technisch modernisierten Heizanlagen saniert. Das Ziel sind jedoch 2 Prozent. Warum so wenig? Die Anreize fehlen oder sind unter rein steuerlichen Gesichtspunkten wieder ungerecht. Denn eine aufwändige und kostenintensive Sanierung muss oder darf am Ende auch der Mieter mittragen. Und das ist erst einmal eine langfristige Sache, bis die Mehrkosten die Einsparungen überholt haben.

Eine Lösung wäre da die gezielte Förderung von der KfW-Bank. Sie sagen auf ihrer Website „Wir investieren lieber ins Haus als in die Heizkosten“. Der Zinssatz soll äußerst attraktiv sein und der Tilgungszuschuss fällt umso höher aus, je größer die Energieeffizienz ist.

Einige Experten sagen sogar, dass es der deutschen Wirtschaft ziemlich gut täte, wenn mehr Hausbesitzer den Schritt in die Sanierung wagen würden (DIW-Studie: „Forscher erwarten Wachstumsschub durch Wärmedämmung“).

Doch wer macht den ersten Schritt?

Die Politik wehrt sich doch mit Händen und Füßen, wirklich etwas zu verändern. Es ist viel bequemer, die Energie-Giganten zu hofieren, als dem (noch) braven Bürger entgegenzukommen. Als Hausbesitzer überlegt man es sich zwei Mal, ob man selbst so tief in die Tasche greifen möchte, wenn Großindustrielle von der EEG-Umlage befreit werden und keinen Strom sparen müssen. Doch das ist eine andere Geschichte – die Geschichte von der großzügigen Umlagenbefreiung!

Unsere Welt wird immer ver-rückter... so „ver-rücken“ auch die Kosten ganz still und heimlich zu Lasten der Bürger. Egal ob Großprojekte oder notwendige Dinge des täglichen Lebens. Die Frage ist: Welche Macht hat der Verbraucher? Was kann der Einzelne tun? Oder sind wir alle machtlos? „Wohnen“ ist doch auch so eine Art Grundrecht... oder?

Offene Fragen und noch viel mehr offene Antworten... Wir müssen aber einen Weg finden und unsere Zukunft ökologisch lebenswert gestalten...

 

Hier geht es gleich zu den Energiespartipps

 

Quelle:
www.spiegel.de/wirtschaft/service/gruenen-anfrage-energiearmut-in-deutschland-nimmt-drastisch-zu-a-954688.html
www.kfw.de
www.umweltinstitut.org/energie–klima/allgemeines-energie–klima/strompreis-lugen-1048.html
www.wikipedia.org/wiki/Erneuerbare-Energien-Gesetz

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