Für viele Menschen scheint die Zeit mit dem Smartphone wichtiger zu sein als die Zeit mit Eltern, Geschwistern, Partnern, Kindern und Freunden. Ob der Schein der Wirklichkeit entspricht, prüfte Motorola anhand einer Online-Studie. Das Resultat: alarmierende Ergebnisse, die zu einer Verhaltensprüfung im Umgang mit dem Smartphone aufrufen.

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Das Smartphone ein Beziehungskiller

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Studien belegen, woran es kaum Zweifel gab: Unsere Smartphones sind zu einer Erweiterung unserer Persönlichkeit geworden. Sie unterhalten uns, verbinden uns, informieren und ermöglichen es uns, unsere Erinnerungen wiederzubeleben und unsere Gedanken der Welt mitzuteilen. Die „Beziehung“ zu unseren Mobiltelefonen ist so eng, dass sie bereits Beziehungen zu Menschen, die uns am Herzen liegen verdrängen.

Mein Handy ist mein bester Freund

Die Motorola Phone-Life Balance-Studie wurde vom 30. November 2017 bis zum 26. Dezember 2017 unter 4.418 Smartphone-Nutzern zwischen 16 und 65 Jahren in den USA, Brasilien, Frankreich und Indien online durchgeführt. Konkret sollten dabei die Fragen beleuchtet werden, wann die Smartphone-Nutzung das persönliche Leben stört und zu problematischem Verhalten führt.

Wie Motorola auf seinem Unternehmensblog schreibt, demonstriert die Untersuchung „alarmierende Resultate“. So gab ein Drittel der 4418 Befragten an, sie würden eher Zeit mit ihren Smartphones verbringen als mit ihren Lieben (wie Partner, Familie und Freunde), wenn diese Zeit mit ihnen verbringen möchten. Ganze 53 Prozent der Generation Z (1995 bis 2000 geboren) beschreiben ihr Smartphone als ihren „besten Freund„.

49 Prozent der Befragten gaben an, exzessiv ihr Smartphone zu checken, was auf 60 Prozent der Millennials (1980 bis 1995 geboren) und der Generation Z zutraf. 35 Prozent aller Befragten glauben, sie würden zu viel Zeit mit ihren Smartphones verbringen und 44 Prozent der Generation Z meinen, sie wären bei weniger Smartphone-Nutzung glücklicher. Drei von vier Teilnehmern der Generation Z gaben an, dass sie bereits an die nächste Möglichkeit ihr Smartphone zu nutzen, denken, sobald sie es in die Tasche stecken.

Eine Studie der britischen Marketing-Agentur Tecmark belegte bereits 2014, dass der durchschnittliche Nutzer pro Woche 1.500 Mal zu seinem Smartphone greift, das heißt 214 Mal pro Tag. Für diese Studie wurden 2.000 Smartphone-Nutzer interviewt. Da verwundert es nur wenig, wenn vier von zehn Befragten der Motorola-Studie zugeben, dass sie sich ohne ihr Smartphone verloren fühlen würden. Diese Angst, das Mobiltelefon zu verlieren, wird als „NoMoPhobie“ bezeichnet; zusammen gesetzt aus NoMobilephone und Phobie (=Angst).

Handysucht: Sklave eigener Nutzungsgewohnheiten

Mit dem Smartphone ist vieles möglich und bereits selbstverständlich. Das kann allerdings zum Problem werden: Wer nicht aufpasst, wird zum Sklaven seiner Nutzungsgewohnheiten. Eine amerikanische Studie fand heraus, dass die Mobilfunk-Nutzung außer Kontrolle geraten kann, sodass wir davon abhängig werden können.

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Weltweit sind bereits 280 Millionen Menschen von Handysucht betroffen. 2014 waren es 178 Millionen und 2013 waren es 79 Millionen. Die Anzahl der Betroffenen hat sich in drei Jahren mehr als verdreifacht.

Handysüchtig sind die Menschen, die ihr Handy oder Smartphone mehr als 60 Mal am Tag nutzen. Zum Vergleich: Durchschnittliche Nutzer öffnen ihre Apps nicht mehr als 16 Mal am Tag.

Eine Handysucht lässt sich nicht nur an der Häufigkeit der Nutzung ablesen, es gibt noch andere Anzeichen, die Auskunft über das Suchtverhalten geben können.
Wer handysüchtig ist, der reagiert auf jeden Klingelton und auf jede Nachricht, die hereinkommt, ebenso wie auf einen Anruf mit einem deutlich erhöhten Schub an Adrenalin. In diesem Moment steigt der Blutdruck an, die Pupillen weiten sich und erst dann, wenn auf die Nachricht oder auf den Anruf reagiert wird, ist alles wieder im normalen Bereich. Die Verschnaufpause ist jedoch nicht von langer Dauer, denn wenn es mal keinen Anruf oder keine Nachricht geben sollte, dann wird selbst auf das Handy geschaut.

Bei einer Handysucht wird zwischen psychischer und emotionaler Abhängigkeit unterschieden. Einige Symptome sind Wut, Launenhaftigkeit, Depressivität oder Reizbarkeit, wenn das Handy abgenommen wird oder der Akku leer ist. Doch auch wer sich vornimmt, die Zeit am Smartphone zu begrenzen und es dann doch regelmäßig länger als ursprünglich geplant nutzt, darf sein Verhalten auf den Prüfstand stellen.

Wenn das Handy das Leben übernimmt – eine Dokumentation auf YouTube

Die Zahl internetsüchtiger Menschen wächst rasant. Die Übergänge zwischen exzessiver Nutzung und Sucht sind dabei fließend. Statistisch gesehen nehmen wir in Deutschland jeden Tag 88 mal das Handy in die Hand. Oft unbewusst, verbringen wir mehrere Stunden am Tag mit unserem Smartphone.

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Eine erste Einschätzung zum eigenen Konsumverhalten kann ein Online-Selbsttest geben. Zum Beispiel der Test „Smartphone Addiction“ von der Universität Ulm. Hierbei muss der Nutzer Fragen beantworten und sieht dann sein Ergebnis im Vergleich zu denen der anderen Testpersonen. Einen weiteren Selbsttest zu Internetsucht hat die Uni Bochum entwickelt. Dort haben Betroffene sogar die Möglichkeit, mit einem Therapeuten ein Erstgespräch über Webcam zu führen.

Was tun, um seine Nutzungsgewohnheiten zu ändern?

„Für die Mehrheit der Smartphone-Nutzer, sind ihre problematischen Verhaltensweisen Gewohnheiten, bei denen sie Unterstützung zur Überwindung brauchen“, sagt Dr. Nancy Etcoff.

Digitales Fasten

Für alle Betroffenen gibt es Möglichkeiten, dieses Verhalten zu ändern: zum Beispiel durch „digitales Fasten“. Handyzeiten festlegen, Smartphone freie Tage einzühren oder das regelmäßige Ausschalten des Handys am frühen Abend, wenn es nicht aus wirklich zwingenden Gründen benutzt werden muss.

Apps zur Zeitmessung und Unterstützung

Mittlerweile gibt es kostenlose und kostenpflichtige Apps, die anhand der derzeitigen Gewohnheiten ein personalisiertes Programm erstellen und so eine Verhaltensänderung unterstützen können.

Professionelle Hilfe

Wem das nicht hilft, der sollte sich nach therapeutischer Unterstützung umsehen. Wie jede andere Form der Sucht, bedarf es hier für eine Verhaltensveränderung eventuell kontinuierliche, therapeutische Unterstützung.

Weitere Beiträge zum Thema auf der HORIZONWORLD:

Lieber Elektroschocks statt Nichtstun

Digitale Demenz: Smartphone reduziert Gehirnleistung

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Quellen:

https://www.tecmark.co.uk/smartphone-usage-data-uk-2014/

https://blog.motorola.com/2018/02/21/motorola-study-shows-alarming-results-that-confirm-need-for-better-phone-life-balance/

https://www.welt.de/wirtschaft/webwelt/article152633755/Daran-erkennen-Sie-ob-Sie-handysuechtig-sind.html

https://www.welt.de/wirtschaft/webwelt/article152633755/Daran-erkennen-Sie-ob-Sie-handysuechtig-sind.html

https://www.gesundheits-frage.de/6421-was-versteht-man-unter-handysucht-und-wie-wird-diese-sucht-behandelt.html

https://play.google.com/store/search?q=handynutzung&c=apps

https://www.heise.de/newsticker/meldung/Motorola-Studie-Ein-Drittel-verbringt-Zeit-lieber-mit-Smartphone-als-mit-Menschen-3976265.html

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