„Wer schön sein will, muss leiden“, wer kennt dieses Sprichwort nicht. Heutzutage ist es jedoch oft so, dass für unsere Schönheit nicht wir, sondern Tiere leiden müssen. Die EU hat sich, nach jahrzehntelanger Lobbyarbeit der Tierschützer, für ein weltweites Tierversuchsverbot ausgesprochen, welches noch vor 2023 von Erfolg gekrönt sein soll.

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Die EU als Vorbild in Sachen Tierversuche

Das Europäische Parlament hat sich im Mai 2018 mit einer Mehrheit von 620 Abgeordneten für ein weltweites Tierversuchsverbot ausgesprochen. Der EU soll somit der Rücken gestärkt werden, sodass noch vor 2023 ein Erfolg mit den Vereinten Nationen gefeiert werden kann. Bereits im März 2013 hat die Europäische Union einen Meilenstein gelegt, indem sie ein Tierversuchsverbot ausgesprochen und auch durchgezogen hat. Viele Länder haben sich dies als Vorbild genommen und sind dem Anstoß für ein weltweites Verbot gefolgt.

Die Resolution für ein weltweites Tierverbot folgte auf den 5. Jahrestag des EU-Verbotes, welches untersagt, neue kosmetische Produkte oder Inhaltsstoffe in Europa zu vertreiben, die außerhalb der EU an Tieren getestet wurden. Seit diesem bahnbrechenden Verbot wurden weltweit Gesetzgebungen beeinflusst, wodurch unter anderem Verbote in Indien, Südkorea oder auch Neuseeland folgten.

Weitere Länder in denen Tierversuche verboten sind

Wenn man sich darüber im Klaren ist, welch ein massiges Geschäft hinter den Tierversuchen steckt, klingt ein weltweites Tierversuchsverbot erst einmal utopisch. Andererseits gibt es bereits zahlreiche Länder, die sich dem Widerstand anschließen, um unsere Tiere vor qualvollem Leid, zumindest in dieser Hinsicht, zu schützen:

  • Norwegen 2013
  • Israel 2013
  • Indien 2014
  • Neuseeland 2015
  • Schweiz 2016
  • Guatemala 2017
  • Türkei 2016
  • Südkorea 2018
  • Kalifornien (als erster US-Bundesstaat) 2018
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Darüber hinaus gibt es bereits 7 brasilianische Bundesstaaten, die ebenfalls ein Verbot in ihrer Gesetzgebung verankert haben, Tierversuche für Verbrauchersicherheit von Kosmetika durchzuführen. Diese 7 Bundesstaaten sind:

  • São Paulo
  • Minas Gerais
  • Pará
  • Paraná
  • Mato Grosso do Sul
  • Rio de Janeiro
  • Amazonas

Im Amazonas jedoch, hat die Regierung mit einer Menge Gegenwind zu kämpfen. Denn die Association of Personal Hygiene, Perfume and Cosmetics (ABIHPEC) reichte am 23. August 2018 eine Verfassungsklage ein, in welcher der Verbund eine Aufhebung des Verbotes und ein Urteil zugunsten der Kosmetikindustrie fordert. Zu hoffen bleibt, dass der Verbund in dieser Sache erfolglos bleibt, ansonsten kann mit ziemlicher Sicherheit auch mit Klagen in anderen Bundesstaaten gerechnet werden…

Warum werden trotzdem noch Tierversuche durchgeführt?

Diese ganzen Tierversuchsverbote, von denen wir immer wieder lesen und hören, klingen natürlich vielversprechend. Mindestens genauso häufig lesen oder sehen wir im Internet allerdings Berichte, in denen schon wieder ein Tierversuchslabor, welches unter grausamen Bedingungen Kosmetika an Tieren testet, von Tierschützern aufgedeckt wurde. Wie kann so was sein?

Sicherheitsnachweise für Kosmetik müssen laut der Europäischen Kosmetikverordnung seit 2013 in der EU zwar ohne Tierversuche auskommen. Ob allerdings anderweitige Tierversuche durchgeführt werden, wird nicht beachtet und in der Regel auch nicht kontrolliert. Im Klartext heißt das, dass der Verkauf von Kosmetika in der EU nur dann stattfinden kann, wenn die geforderten Sicherheitstests ohne Tierversuche auskommen. Ist dies der Fall, werden zusätzliche Tierversuche im Ausland ignoriert…

Darüber hinaus werden in der EU nach wie vor Tierversuche für die Wissenschaft und die Pharmaindustrie durchgeführt. Dazu ein passendes Video, welches viral ging, nachdem Tierschützer in Hamburg ein Labor aufgedeckt haben, in dem Tiere über längeren Zeitraum schrecklich gequält wurden:

 

 

Deshalb entscheiden sich Unternehmen für Tierversuche

Das Testen von Kosmetika an Tieren bringt den Unternehmen in erster Linie finanzielle Vorteile. Natürlich kommen Kosten auf einen Unternehmer zu, wenn dieser seine Produkte erst mal nach China exportieren muss, dieser Umstand zahlt sich aber relativ schnell wieder aus, da der chinesische Markt für Kosmetika riesig ist und somit die Gewinnspanne für bestimmte Unternehmen deutlich höher, als wenn sie ihre Produkte nur in der EU vertreiben würden. Darüber hinaus entstehen durch die Tierversuche auch innovative Kosmetik-Rezepturen, die es ohne diese Versuche gar nicht gegeben hätte.

 

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Quellen:

https://www.peta.de/warum-noch-immer-tierversuche-fuer-kosmetik-durchgefuehrt-werden

https://www.kosmetik-vegan.de/erbse/tierversuche-weltweit/

https://www.tierschutzbund.de/information/hintergrund/tierversuche/kosmetik/der-globale-trend/

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