Erst kommt der Gedanke, dann folgt die Materie. Mit dieser These aus dem Buch von Dieter Broers  „Gedanken erschaffen Realität“ wird unsere Sichtweise von der physikalischen Wirkweise der Welt auf den Kopf gestellt. Warum formt der Geist

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die Materie und nicht umgekehrt?

Im Gespräch mit dem Autor Dieter Broers

Es gibt erstaunlich viele Indizien dafür. Ich kann diese Erkenntnis gern anhand dreier Beispiele verdeutlichen: Einmal im medizinischen Bereich, der Psychosomatik. Wir wissen heute, dass etwa 80 Prozent der Krankheiten ihren Ursprung in der Psyche haben.

Es gibt ein weiteres Phänomen, den Placebo-Effekt, der meinen Ansatz untermauert. Auch wenn der Wirkstoff in einem Präparat nicht enthalten ist, reicht der Glaube aus, um dennoch eine körperliche Wirkung hervorzurufen, die der Erwartung des Placebos entspricht; auch wenn es sich hierbei um ein absolut unwirksames Substrat handelt.

Schließlich existiert ein physikalisches Modell, dass von den Physikern Burkard Heim und Jean E. Charon entwickelt wurde, welches nahelegt, dass vor dem Weltenanfang nur der Geist „existierte“. So wäre quasi das Universum aus einem geistigen Impuls entstanden. Max Planck bemerkte einmal hierzu: „aus nichts kann nichts entstehen“. Da muss es also etwas gegeben haben, was das Universum hat entstehen lassen. Aus der Bibel sind uns die Worte vertraut: Am Anfang war das Wort. Dem Gedanken folgt die Materie, und nicht umgekehrt. Zwar werden wir durch die Materie inspiriert und erschaffen somit wieder modifizierte Aspekte unserer Wahrnehmung, doch primär sind es die geistigen Bereiche, die Materie beeinflussen.

Ist das Leben ein kosmischer Bestellservice? Können wir uns alles wünschen, was wir wollen?

Wichtig ist die Qualität des Wünschens. Platon und Sokrates wussten schon, dass jeder Mensch einen Seelenauftrag zu erfüllen hat. Das bedeutet für uns, dass der Seelenaspekt bei unseren Wünschen möglichst berücksichtigt werden sollte. Auch wenn wir wissen, wie wir kraft unserer Gedanken unsere Welt neu erschaffen können, müssen wir umsichtig mit dieser Erkenntnis sein. Ein Wunsch, der darauf abzielt, materielle Dinge zu vermehren, kann sich schnell gegen einen selbst richten. Wir sollten nur aus einer Haltung der wahrhaftigen Freude wünschen. Um sich immer wieder daran zu erinnern, sage ich auch immer gern, dass man sich seine Wünsche „erlieben“ soll; wobei ich grundsätzlich zwischen Spaß und echter Freude unterscheide.

Welche Erkenntnis soll bei den Lesern hängenbleiben, wenn sie ihr Buch gelesen haben?

Wenn wir wissen, dass unsere Gedanken unsere Realität gestalten, dann sollten wir auch bewusst eine gewisse Gedankenhygiene praktizieren und mehr auf unsere Gedanken achten. Im besten Fall lernen wir, uns beim Denken und Handeln zu beobachten. Zusätzlich können wir uns beispielsweise bewusst dafür entscheiden, mit welchen Filmen wir unser Unterbewusstsein „bombardieren“. Wir müssen uns nicht mehr zumüllen lassen. Unser Unterbewusstsein kann nicht unterscheiden, ob die angebotenen Signale unseren Körper selbst betreffen oder nicht – allein dieser Tatbestand sollte uns zu denken geben. Was immer man täglich auf sich einwirken lässt, sollte schon einmal ernsthaft mit diesem Wirkgesetz abgeglichen werden. Natürlich zählen die eigenen Gedanken auch dazu.

Ein weiterer wichtiger Aspekt meiner Erkenntnisse hierzu ist der allgegenwärtige Zustand der wahrhaftigen Liebe. Zwei Dinge verhindern den Ist-Zustand der Liebe zu erfahren, welchen die Griechen Agape, eine bedingungslose und befreiende Liebe nennen. Es sind Hektik und Angst. Vor allem müssen wir die Angst in uns auflösen, um zur Ruhe zu kommen. Alle Meditationen haben letztlich nur das Ziel, den Geist zu beruhigen. Erst dann können wir wirklich wahrnehmen, wer wir sind – in dieser göttlichen Ordnung: Ich empfehle meinen Freunden einen Ort aufzusuchen, wo man mit sich allein ist. Und dann den Beobachter in sich kennenzulernen und zu aktivieren. Dann können wir die folgende Erkenntnis nicht nur theoretisch, sondern praktisch erfahren: Ich bin nicht der, der denkt, ich bin auch nicht nur Körper, ich bin, der ich bin. Und ewiglich mit allem verbunden.

Welche konkrete Auswirkung könnte Ihre Aussage über die tatsächliche Identität unseres Bewusstseins auf das Alltagsleben eines Menschen haben?

Wir können abgleichen, was uns wirklich erfüllt. Wünsche entwickeln, die wir wirklich brauchen und die unsere Seele heilen. Das können wir täglich praktizieren: Jedes Mal, wenn wir einkaufen gehen, können wir uns fragen, ob wir diesen Gegenstand wirklich benötigen. Wozu dient er mir tatsächlich? Mit dieser kleinen Achtsamkeitsübung nimmt der Grad der Bewusstheit zu, da wir nicht mehr automatisch – also unbewusst – handeln. Die Qualität der Dinge, die wir erwerben, verändert sich in unserer Wahrnehmung. Wir werden dem Gegenstand, der Sache usw., für die wir uns bewusst entschieden haben mehr Aufmerksamkeit schenken…

Danke für dieses Gespräch!

 

buch_gedanken erschaffen realitätGedanken erschaffen Realität
ISBN 9783941837171
Broers, Dieter
Verlag Trinity

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