Gemeinsam Abfall vermeiden und das Klima schonen! Vom 19. bis 27. November 2016 findet Europas größte Kommunikationskampagne rund um Abfallvermeidung und Wiederverwendung statt. Gemeinsam mit Let’s Clean Up Europe ruft die Europäische Woche der Abfallvermeidung zu größerer Ressourcenschonung, Abfallvermeidung und einem verantwortungsvollen Umgang mit unserer Umwelt auf. 

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Filmtipp: Plastic Planet
„Wenn Sie diesen Film gesehen haben, werden Sie nie wieder aus einer Plastikflasche trinken.“

Deutschland – Europameister im Produzieren von Verpackungen

Wir Deutschen sind Europameister im Produzieren von Verpackungen. Pro Jahr verursacht jeder Deutsche im Schnitt 213 kg Verpackungen. Darunter 76 Plastiktüten und 34 Coffee to go-Becher pro Kopf. Lebensmittel schmeißen wir zu viel weg. In den jährlich anfallenden 53 kg Bioabfall pro Kopf sind viele Lebensmittel enthalten, die zu viel gekauft wurden.

Und immer wieder Plastik

Weltweit werden jährlich geschätzt 200 bis zu 250 Millionen Tonnen Plastik hergestellt. Ein knappes Viertel des weltweiten Plastikverbrauchs geht auf das Konto von Europa. Mit 11,7 Millionen Tonnen verbraucht in Europa kein anderes Land so viel Plastik wie Deutschland – Tendenz steigend.

Rohstoffverschwendung und Klimabelastung

Zur Produktion von einem Kilogramm Plastik wird mindestens die doppelte Menge an Öl benötigt. Wird ein Kilogramm Mischplastik verbrannt, entweichen etwa drei Kilogramm CO2 in die Atmosphäre. Die Vermeidung insbesondere von kurzlebigen Einwegprodukten aus Plastik, wie Plastiktüten oder Lebensmittel­verpackungen, leistet daher einen wichtigen Beitrag gegen Rohstoffverschwendung und Klimabelastung.

Quarks und Co Müll 7 dinge die sie wissen sollten

 

Der beste Müll ist der, der gar nicht erst entsteht

Spätestens wenn wir Bilder von riesigen Müllinseln im Meer sehen und Filme von Tieren, die an Plastikringen aus Dosenhaltern verenden wird uns bewusst, dass wir ein Problem haben. Doch was tun?

Filmtipp: Plastic Planet
„Wenn Sie diesen Film gesehen haben, werden Sie nie wieder aus einer Plastikflasche trinken.“

Um unsere Abfall- und Plastikberge zu reduzieren, können wir Kleidung, Haushaltsgegenstände und Lebensmittel umweltfreundlicher verpacken, ordentlich entsorgen und wiederverwerten. Doch Fakt ist: Der beste Abfall ist der, der gar nicht erst entsteht. Ob Kleidertauschbörse, Repaircafé, Koch-Event mit Resten, Büchertauschregal oder Möbel-Upcycling – mit kreativen Angeboten wird das Thema Abfallvermeidung während der Europäischen Woche der Abfallvermeidung in den Fokus gerückt.

Die europaweite Aktionswoche wird von der Europäischen Kommission unterstützt. Die nächste Aktionswoche findet vom 19. bis 27. November 2016 statt. Hier präsentieren bundesweit Initiativen und Projekte, wie jeder seine persönliche Abfallbilanz verbessern kann – sei es am Arbeitsplatz, in der Schule, beim Einkaufen oder zu Hause.

Tipps & Tricks zur Abfallvermeidung

Zur europäischen Woche der Abfallvermeidung hier ein paar Tipps, wie wir als Einzelne dazu beitragen können, Müll- und Plastikberge zumindest nicht weiter anwachsen zu lassen.

 

1. Konsumdiät

Kaufe nur, was du wirklich brauchst. Viel zu oft kaufen wir noch Lebensmittel oder Dinge, die wir gar nicht brauchen. Wie wäre es, wenn du ausprobiert einen Monat lang nur die Dinge zu kaufen, die du wirklich brauchst. Frisches Obst oder Gemüse, Produkte für die Körperhygiene und verwende ansonsten das, was du bereits vorrätig hast Eventuell bist du nach diesem Monat überrascht, wie viel du in deinen Küchenschränken bereits gehortet hast. Verfalle nach dem Monat nicht gleich wieder in einen Konsumrausch, sondern erinnere dich daran, dass das was billig ist auch dementsprechend produziert wurde. Meist auf Kosten von Mensch, Tier und Umwelt.

2. Trink Leitungswasser

Leitungswasser ist in Deutschland das am strengsten kontrollierte Lebensmittel. Mineralwasser dagegen darf nicht gefiltert werden. „Leitungswasser ist mindestens so gesund wie Flaschenware, unschlagbar günstig und umweltschonend obendrein“, sagte der Vorstand der Stiftung Warentest, Hubertus Primus. Wieso sich viele Menschen trotzdem scheuen, das Wasser aus der Leitung zu trinken? Weil es so vermarktet wurde.

3. Maggi Fix – Nein, danke!

Fertigprodukte und Fertiggerichte bedeuten viele Zusatzstoffe, oft hoher Fettanteil, eine Menge an Geschmacksverstärkern. Das dies nicht gesund ist, wissen wir. Zudem sind diese Produkte ohne Ausnahme verpackt. Der Wert des Verpackungsmateriales übertrifft häufig den Wert des Produktes und genau dieses Verpackungsmaterial hat einen wesentlich Anteil an unseren Müllbergen.

Filmtipp: Plastic Planet
„Wenn Sie diesen Film gesehen haben, werden Sie nie wieder aus einer Plastikflasche trinken.“

4. Känguru-Shopping

Entwickle dich zu einem Känguru. Nimm deinen Einkaufsbeutel aus nachwachsenden Rohstoffen (z.B. Jute) mit zu jedem Einkauf und verzichte auf Plastiktüten!

5. BIO-Food statt Junkfood

Chips, Flips & Co. sind nicht nur ungesund, sondern auch ausnahmslos verpackt. Auch Fastfood ist der Gesundheit ehr unzuträglich und erhöht die Müllberge stetig. Daneben wird das Sattessen auch noch sehr teuer und das Sättigungsgefühl verschwindet nach kurzer Zeit wieder ins Nichts. BIO-Gemüse ist im Vergleich dazu umweltfreundlich, entgegen der Überzeugung vieler Menschen auch nicht teurer, fördert und erhält unsere Gesundheit und kann unverpackt gekauft werden.

6. Repair Café statt Wegwerfdeponie

Repair Cafés sind ehrenamtliche Treffen, bei denen die Teilnehmer alleine oder gemeinsam mit anderen ihre kaputten Dinge reparieren. An den Orten, an denen das Repair Café stattfindet, ist Werkzeug und Material für alle möglichen Reparaturen vorhanden. Zum Beispiel für Kleidung, Möbel, elektrische Geräte, Fahrräder, Spielzeug und vieles mehr. Vor Ort sind auch Reparaturexperten zugegen: Elektriker, Schneiderinnen, Tischler und Fahrradmechanikerinnen.
Besucher nehmen defekte Gegenstände von zu Hause mit. Im Repair Café machen sie sich gemeinsam mit einem Fachmann oder einer Fachfrau an die Arbeit. Man kann dort immer eine Menge lernen. Wer nichts zu reparieren hat, nimmt sich eine Tasse Kaffee oder Tee. Oder hilft jemand anderem bei der Reparatur. Auf dem Lesetisch liegen verschiedene Bücher zum Thema Reparatur und Heimwerken – immer gut als Inspirationsquelle.

7. Qualität statt Quantität

Wer kennt sie nicht die „Schnäppchen“ beim Einkaufen. Die „Geiz ist Geil“ Mentalität hat sich zu einer fast schon gesellschaftlichen Konditionierung ausgeweitet – und das auf ganzer Linie. Ob der Flug in den Urlaub, der neue Super-Fernseher, das neue Auto, Bekleidung oder Lebensmittel – billig soll es sein. Das dieses „billig“ seinen Preis hat, wird übersehen. Der Preis der gezahlt wird geht zu Lasten von Menschen, Tieren, der Umwelt. Für „billig“ verkaufen wir, ohne nachzudenken, unsere ethischen Werte!

Ein Tag ohne Müll

Zur Europäischen Woche der Abfallvermeidung 2015 hat die Deutsche Umwelthilfe ein paar Tricks zur Abfallvermeidung im Alltag in einem Video zusammengestellt:

 
Sei dabei!

Öffentlichen Behörden, Unternehmen, Verein, wissenschaftliche Einrichtungen, Bildungseinrichtungen, so wie Bürgerschaftsinitiativen und Privatpersonen können in der Woche der Abfallvermeidung selbst aktiv werden.

Nähere Info dazu findest du unter: Woche der Abfallvermeidung

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Quellen:

http://um.baden-wuerttemberg.de/de/umwelt-natur/abfall-und-kreislaufwirtschaft/kreislaufwirtschaft/abfallvermeidung/

http://www.wochederabfallvermeidung.de/

http://www.bund.net/themen_und_projekte/chemie/achtung_plastik/plastikfasten/fakten_ueber_plastik http://wastelandrebel.com/de/10-tipps-zur-sofortigen-muellreduzierung//

http://www.duh.de/index.php?id=1&id=5275&1=

https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/abfall-und recycling/kreislaufwirtschaft/aktionswoche.html

http://www.express.de/ratgeber/gesundheit/billig-vs–bio-der-grosse-preisvergleich-17085730

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