Die AIDA Nova wird als erstes Kreuzfahrtschiff der Welt mit Flüssiggas (LNG) betrieben. Alle anderen der 76 untersuchten Schiffe halten am dreckigsten aller Kraftstoffe, dem Schweröl, fest.

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Platz 1 für die AIDA Nova beim NABU-Kreuzfahrtranking 2018

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Carole und Bruce Hart

Nur ein Kreuzfahrtschiff verzichtet 2018 auf den Antrieb mit giftigem Schweröl und setzt stattdessen auf einen schadstoffärmeren Kraftstoff: Die AIDA Nova wird als erstes Kreuzfahrtschiff der Welt mit Flüssiggas (LNG) betrieben. Dagegen haben die Branchenriesen MSC Cruises, Celebrity Cruises und Royal Caribbean im Bereich Umweltschutz aktuell kaum etwas zu bieten. Einzig die deutschen Anbieter Hapag-Lloyd Cruises und TUI Cruises können bei der Luftreinhaltung einigermaßen mithalten. Sie setzen auf ihren jüngsten Flottenzugängen Stickoxid-Katalysatoren ein oder sind für die Versorgung mit Landstrom während des Hafenbetriebs gerüstet.

Technologischer Wandel dringend notwendig

Zwar reduziert die Nutzung von LNG die Abgasbelastung erheblich und schafft daher eine Verbesserung der Luftqualität besonders für betroffene Anwohner in Hafenstädten und in Küstennähe. Doch das Flüssiggas ist keineswegs der Heilsbringer für die Schifffahrt, denn auch hierbei handelt es sich um einen fossilen Kraftstoff. Eine aktuelle „Transport & Environment“-Studie zeigt, dass LNG keinen nennenswerten Vorteil gegenüber Diesel bringt, wenn es um den Klimaschutz geht. Die Kreuzfahrtbranche muss deshalb dringend neue Antriebsysteme und Kraftstoffe entwickeln, die nicht nur den Luftschadstoff-, sondern auch CO2-Ausstoß deutlich reduzieren.

Mit Blick auf den hohen Anteil der Schifffahrt an der Gesamtbelastung fordert der NABU eine deutliche Verbesserung der Situation. Malte Siegert, Leiter Umweltpolitik beim NABU Hamburg:

„Die Schifffahrt ist für fast 40 Prozent der Stickoxidemissionen in der Hansestadt verantwortlich. In einzelnen Wohngebieten nördlich der Elbe gehen zum Teil über 80 Prozent der Belastung auf Schiffe zurück. Außerdem haben wir hier Feinstaubwerte gemessen, die 20mal höher lagen als am Stuttgarter Neckartor während des Feinstaubalarms. Die Verantwortlichen der Stadt hingegen feiern jedes weitere Kreuzfahrtschiff als Riesenerfolg. Weil die Reeder die Investition in Abgastechnik scheuen, filtern nun die Lungen der Anwohner die Abgase und zahlen das mit ihrer Gesundheit.“

Immer mehr Menschen verbringen ihren Urlaub auf einem Kreuzfahrtschiff. Die Branche freut sich über steigende Touristenzahlen, doch die Zunahme der Touristenzahlen bedeutet auch eine Steigerung der Abgasbelastung. Laut Naturschutzbund Deutschland stoßen die 15 größten Containerschiffe pro Jahr so viele Schadstoffe aus wie 750 Millionen Autos. Und während dem Diesel-KFZ der Garaus gemacht wird, nicht wissend, ob die Alternative E-Autos eine wesentlich bessere Ökobilanz aufweist, werden die Drecksschleudern in Ruhe gelassen .Es wird Zeit, dass die Reedereien einen Teil ihres Gewinns in höherwertige Kraftstoffe und die Nachrüstung mit wirksamen Abgassystemen stecken. Alles andere wäre unverantwortlich – auch im Hinblick auf folgende Generationen.

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Quellen:

https://www.transportenvironment.org/press/natural-gas-22bn-distraction-eu-shipping-won%E2%80%99t-decarbonise-sector-%E2%80%93-study

https://www.nabu.de/news/2018/08/25034.html

https://www.nabu.de/news/2018/03/24033.html

https://www.nabu.de/imperia/md/content/nabude/verkehr/180821-nabu-kreuzfahrtranking_2018.pdf

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